Montag, 22. April 2013

Klassiker der Woche Nr. 54

Gorillaz
Stuart "2D" Pot, Noodle, Murdoc Niccals und Russel Hobbs bilden als Gorillaz die wohl außergewöhnlichste Band unserer Zeit. Sie sind Pioniere einer neuen Generation von Musikern. Wieso? Nun, sie existieren nicht wirklich. Das Quartett geht als erster, konsequent durchdachter, virtueller Act ins Rennen um die Gunst der Hörerschaft. Und das mittlerweile erfolgreich seit über zehn Jahren. Erdacht wurde das Gespann im Jahre 1998 von Blur-Frontmann Damon Albarn und dem Comiczeichner Jamie Hewlett. Die gemeinsame Empörung über die Tatsache, dass heutzutage geradezu beliebig Bandmitglieder ausgetauscht beziehungsweise ersetzt werden, brachte die beiden auf die Idee, das Ganze auf die Spitze zu treiben und eine Gruppe zu kreieren, deren Besetzung aus rein imaginären Charakteren besteht, hinter denen keine realen Alteregos stehen. So reichen sich abwechselnd zahlreiche prominente Gastsänger die Klinke in die Hand und leihen den Songs der Gorillaz ihre Stimmen. Auch Albarn selbst steuerte hier und da die Vocals zu einigen der Tracks bei. Genretechnisch siedelt sich das affige Quartett irgendwo zwischen Indierock, Hip-Hop und Pop an, ohne dabei auch nur einen einzigen Gedanken an die Grenzen der einzelnen Stilrichtungen zu verschwenden. Der Erfolg gibt ihnen recht. Ihre Alben "Gorillaz" (2001), "Demon Days" (2005) und "Plastic Beach" (2010) waren echte Verkaufsschlager. "The Fall" (2010) konnte daran zwar nicht ganz anschließen, zeigte als fast durchgehend instrumentales Album dafür aber eine weitere ungeahnte Facette im Schaffen der Gorillaz. Mit dem heutigen Klassiker der Woche kehren wir zurück zum vielfach preisgekrönten "Demon Days". Der darauf befindliche Song "Dare" eroberte neben den Charts auch die Clubs unserer Republik und sorgte mithilfe seiner Grooves stets dafür, dass auch zu später Stunde die Laune der Besucher ihren Höhepunkt erreichte.



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