Es muss einem Befreiungsschlag gleichgekommen sein, als Karin Park 2002 ihr Album "Highwire Poetry" veröffentlichte. Gezählt waren die Tage seichten Songwritertums. Stattdessen drehte Frau Park gehörig auf, drehte frei und drehte sich doch gleichzeitig keineswegs im Kreis. "Highwire Poetry" ist eine dieser Platten, die man gar nicht greifen kann - zu viele Sprünge, zu viele sperrige Details stellen sich einem da entgegen. Und allesamt will man sie verstehen und ergründen. So verliert man sich schließlich zwischen hämmernden Beats und den fast schon überirdischen Gesängen der androgynen Schwedin. Nachdem "Highwire Poetry" von der Kritik gefeiert wurde und zahlreiche Türen für Karin Park aufstieß, entschied sich diese, auf dem Nachfolger "Apocalype Pop" einen düsteren Entwurf moderner Popmusik zu zeichnen. Eigentlich eine nahezu logische Konsequenz innerhalb der Karriere Karin Parks, kennt man sie doch außerhalb Skandinaviens vor allem für ihren Hang zum Eurovision Song Contest.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger macht "Apocalypse Pop" zwar einen wesentlich zugänglicheren und geschliffeneren Eindruck, das bedeutet jedoch keineswegs, dass es der Platte an Experimentierfreude und Spannung fehle. Karin Park liebt die Ungezähmtheit einfach viel zu sehr, um von ihr abzulassen, und davon profitieren vor allem Stücke wie das von Industrialsounds durchzogene "Hard Liquor Man", "Walls Are Gonna Fall" oder "Shake With The Devil". Zusammen mit dem fast schon an The Asteroids Galaxy Tour erinnernden "Life Is Just A Dream" sind es genau diese Titel, die eine Brücke zwischen der akustischen Vergangenheit und Gegenwart der hochgewachsenen, dunkelhaarigen Schönheit schlagen. Gleichzeitig stehen sie in starkem Kontrast zu blumigeren Tracks wie "Stick To The Lie" oder "Human Beings", mit dem Park zum diesjährigen Eurovision Song Contest nach Wien reisen wollte. Liebe, Zerissenheit und der Kampf mit dem Schiksal - das sind die Themen, die Karin Park auf "Apocalypse Pop" bearbeitet. Mal rebellisch und fordernd ("What Have We Done"), dann wieder sanft und verträumt ("Shine") bis schließlich das finale "Hurricane", ein eindringliches Duett mit Pandora Drive, düstern zu Leuchten beginnt.
"E1NEN HAB ICH NOCH..." ist ein virtuelles Sammelsurium für Musik. Der gleichnamige Blog bündelt und filtert Neuigkeiten aus den unendlichen Weiten der verschiedensten Genres. Dabei gilt stets die Devise: Den Song oder diese Platte sollte man noch gehört haben!
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Freitag, 27. März 2015
Freitag, 27. Februar 2015
Album-Vorstellung: Sizarr "Nurture"
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| © by Klein & West / Four Music |
Es hätte keinen besseren Titel als "Nuture" für Sizarrs zweites Album geben können - bedeutet der Begriff im Englischen doch so viel wie aufziehen, fördern oder entwickeln. Nachdem das Trio noch ganz unbedarft und frei an sein Debüt herangetreten ist, sich bei dessen Entstehung viel Luft zum Atmen ließ und seine Grenzen ausgiebig erkundete, führten Plattenvertrag und der kollektive Druck von außen dazu, dass die Tracks für die neue Platte in wesentlich kürzer Zeit und auch innerhalb eines etwas abgesteckteren Rahmens entstehen mussten. Sobald sich ein gewisser Erfolg einstellt, treten zudem auch gern zahlreiche Versuchungen, meist in Form von opulenten Angeboten, auf den Plan. Sizarr entschieden sich jedoch, ihrer bisherigen Linie treuzubleiben und wenig an der eigenen Arbeitsweise und der Wahl ihrer Kooperationspartner zu ändern. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellt. Hört man die aktuelle Single "Timesick", das von den Achtzigern angehauchte "Slender Gender" oder das fast schon kreischende "Scooter Accident", lässt sich eine neue Vielschichtigkeit und Härte im Schaffen Sizarrs entdecken. Ein satter und mächtiger Sound durchzieht auch die anderen sieben Stücke auf "Nurture". Die naive Leichtigkeit, welche "Psycho Boy Happy" zu einer außergewöhnlichen Platte machte, weicht einer eleganten und pathoslastigen Massivität. Tatsächlich verstärkt sich auch der Eindruck, dass die grinsenden Abiturienten etwas gezähmt worden und zu echten Männern herangewachsen seien. Behutsam und mit dem nötigen Respekt in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen haben Sizarr ein reifes und nachdenkliches Album erschaffen, welches darüber hinaus einen nicht unwesentlichen Entwicklungsschritt der Band dokumentiert. Erstmals gibt es auf "Nurture" zudem auch ein paar deutsche Wortfetzen zu hören und Songtitel, die mit ihren Lyrics korrespondieren, anstatt vollkommen willkürlich gewählt zu sein, wie es noch bei "Psycho Boy Happy" der Fall war.Mittwoch, 25. Februar 2015
Gewinnspiel: Sea Change "Breakage"
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| © by Sibilla Calzolari |
Insgesamt neun Songs versammeln sich auf "Breakage", dem Erstlingswerk von Sea Change. Auch wenn die Tracks alle demselben akustischen Farbspektrum zu entstammen scheinen, gibt es viele feine Unterschiede, die Stücke wie das von Nebel verhangene "Wooden House", das düstere "Let's Dance" oder das stechende "Knives" akzentuieren und voneinander unabhängig zu machen wissen. Die Tatsache, ein homogenes Album erschaffen zu haben, das gleichzeitig aber auch eine interessante Palette verschiedener Klangfacetten offeriert, stellt sich als die große Stärke Sea Changes heraus. Hinzukommt der markerschütternde Gesang der jungen Songwriterin, der sirenenartig den Verstand des Hörers befällt und ihm in ein süßes Delirium beschert. Jeder Drumbeat, jede Percussion und all die vielen Soundtexturen auf "Breakage" harmonisieren derweil auf geheimnisvolle Art und Weise. "Breakage" ist eine Platte, die im Gedächtnis bleibt und die sehr davon profitiert, wenn man sie aufmerksam, statt nur nebenbei, genießt.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Sea Changes "Breakage", das uns Nordic By Nature zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Sea Change" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 01.03.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Sea Change und "Breakage" gibt es hier:
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Freitag, 20. Februar 2015
Album-Vorstellung: Susanne Sundfør "Ten Love Songs"
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| © by Sofia Fredricks Sprung |
Innovationsgeist trifft auf unbändiges Talent - "Ten Love Songs" bietet all das, was man sich von einem großartigen Album erhofft. Auch wenn der Zugang zu den zehn darauf befindlichen Liebesliedern anfangs etwas versperrt zu sein scheint, schätzt man mit jedem neuen Hördurchlauf zunehmend eben diese Eigenschaft an der Platte. Susanne Sundfør fordert ihr Publikum und überrascht es immer dann, wenn es sich in Sicherheit glaubt. Badet das Eröffnungsstück "Darlings" beispielsweise noch ausgiebig im Pathos - begleitet von schweren Synthiemelodien, die an ein Schifferklavier erinnern - hat sich bereits das Folgestück "Accelerate", ganz seinem Titel entsprechend, der unabdingbaren Beschleunigung verschrieben. So geht es mit reißenden Beats und in rasendem Tempo in Richtung der Achtziger, denen auch die Soundästhetik der Vorabsingle "Fade Away" entstammt und die generell sehr federführend auf "Ten Love Songs" zu sein scheinen. Zeit für einen weiteren Bruch. Dieser kommt in Form von "Silencer", einer Nummer wie aus einem Märchen, so romantisch und verspielt stellt sie sich dar. Ganz im Stil ihres Synthie-Melodrams "A Night At Salle Pleyel" beginnt hingegen "Kamikaze", das sich dann aber umgehend auf die Tanzfläche stürzt, im Stroboskoplicht ein paar Runden dreht und schließlich in einem cemalboartigem Nachspiel mündet. Die größte Entwicklung durchläuft allerdings das zehnminütige "Memorial". Von der Ballade hin zur Eighties-Hymne, durchzogen von einem orchestralen Part, der hier und da auch von Philip Glass hätte sein können. Im weiteren Verlauf gibt es dann mit "Delirious" noch ein zündelndes Klangfeuerwerk und "Slowly" entpuppt sich als das absolute Glanzstück auf "Ten Love Songs". Nachdem Susanne Sunfør mit diesen Songs erneut in die neonfarbene Disco-Ära gewandert ist, kehrt "Trust Me" zum Begin der Platte zurück - wirkt schwer und sentimental - und wäre ein perfektes Finale gewesen, wenn da nicht noch das psychedelische "Insects" wäre. Mit diesem auditiven Fiebertraum endet eine Platte, die schon jetzt zu den Hoffnungsträgern dieses Jahres gezählt werden darf.
Freitag, 30. Januar 2015
Album-Vorstellung + Gewinnspiel: Monophona "Black on Black"
An einem grauen Tag im Jahr 2010 ist der Bodennebel besonders beständig. Kein einziger Sonnenstrahl vermag durch ihn hindurchzudringen. Es herrscht eine Geisterstimmung. Der Luxemburger Produzent und DJ Chook wandert durch das Zwielicht - umgeben von dunklen Schatten und flirrenden Klängen. Doch tut er das ab einem gewissen Punkt nicht mehr allein. Zu ihm gesellt sich Claudine. Mit einer unglaublichen Wärme in Stimme und Songwriting setzt die Folksängerin die harschen Beats Chooks augenblicklich in einen einzigartigen Kontrast. Chook und Claudine werden zu engen Weggefährten und gründen das Duo Monophona. Als dieses veröffentlichen sie 2012 ihr unkonventionelles Debütalbum "The Spy", begeistern innerhalb eines umfangreichen "Kultverdächtig"-Features bei unseren Kollegen von Kultmucke mit ihrer Coverversion von John Martyns "Head And Heart", steuern mit dem exklusiven Track "Questions About Everything" eins der Highlights der Compilation "Kultverdächtig II" bei und spielen zudem zahlreiche Konzerte in ganz Europa. Im Rahmen dieser wird der engagierte Schlagzeuger und Percussionist Jorsch immer mehr zu einer unverzichtbaren Schlüsselfigur, sodass er schließlich offiziell bei Monophona einsteigt und zudem auch an den Arbeiten zu "Black on Black", dem Zweitwerk des nun zum Trio mutierten Gespanns, beteiligt ist.
Düsterer, härter und unnachgiebiger als sein Vorgänger "The Spy" taucht "Black on Black" den Sound Monophonas in tiefstes Schwarz. Schon der dem Album seinen Namen gebende Opener verfinstert dabei eine jedwede Szenerie binnen von Sekunden und sorgt für ein sanften Schauer, der sich rasant ausbreitet und das Gemüt befällt. Markerschütternde Drums, dröhnende Synthesizer und der bittersüße Gesang von Claudine geben sich auf "Black On Black" die Klinge in die Hand und sorgen für eine Stimmung, wie sie nur Monophona zu erzeugen in der Lage sind. Während "Thumb" oder "Ricochet" noch als Verbindungsstücke zu der musikalischen Vergangenheit der Luxemburger fungieren, zeigen Stücke wie "Yes Yes" oder "Heavier Slower" den Drang Monophonas, sich gleichzeitig eben auch weiterentwickeln zu wollen. Ganz nebenbei wird so eine neue Trip-Hop-Ästhetik geboren - scharfkantig und hypnotisierend. Hochemotional und gefühlvoll präsentiert sich hingegen "A Mole The Size Of A Breadcrumb", der vielleicht am wenigsten zu erwartende Track auf "Black On Black". Von Klavierpassagen getragen stützt sich der Song auf ein recht zerbrechliches Fundament, das ihm jedoch gleichzeitig eine fesselnde Lebendigkeit verleiht. Und auch "Ribbons (featuring Daniel Balthasar)" wirkt erstaunlich untypisch für Monophona, ja, nahezu optimistisch und leichtfüßig. Und darin liegt das Erfolgsrezept von "Black On Black". Das Album ist unvorhersehbar. Man weiß als Hörer nie, welche Wendung, welche Spielerei bereits hinter dem nächsten Takt lauern könnte. Ohne an Schlicht- und Reduziertheit zu verlieren, entspinnen Monophona so eine akustische Spannung, wie man sie heutzutage nur noch selten präsentiert bekommt. Kein Wunder also, dass wir nahezu paralysiert sind von dieser großartigen Platte.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Monophonas "Black On Black", das uns Creative Eclipse PR zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Monophona" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Mittwoch, der 04.02.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Monophona und "Black On Black" gibt es hier:
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Düsterer, härter und unnachgiebiger als sein Vorgänger "The Spy" taucht "Black on Black" den Sound Monophonas in tiefstes Schwarz. Schon der dem Album seinen Namen gebende Opener verfinstert dabei eine jedwede Szenerie binnen von Sekunden und sorgt für ein sanften Schauer, der sich rasant ausbreitet und das Gemüt befällt. Markerschütternde Drums, dröhnende Synthesizer und der bittersüße Gesang von Claudine geben sich auf "Black On Black" die Klinge in die Hand und sorgen für eine Stimmung, wie sie nur Monophona zu erzeugen in der Lage sind. Während "Thumb" oder "Ricochet" noch als Verbindungsstücke zu der musikalischen Vergangenheit der Luxemburger fungieren, zeigen Stücke wie "Yes Yes" oder "Heavier Slower" den Drang Monophonas, sich gleichzeitig eben auch weiterentwickeln zu wollen. Ganz nebenbei wird so eine neue Trip-Hop-Ästhetik geboren - scharfkantig und hypnotisierend. Hochemotional und gefühlvoll präsentiert sich hingegen "A Mole The Size Of A Breadcrumb", der vielleicht am wenigsten zu erwartende Track auf "Black On Black". Von Klavierpassagen getragen stützt sich der Song auf ein recht zerbrechliches Fundament, das ihm jedoch gleichzeitig eine fesselnde Lebendigkeit verleiht. Und auch "Ribbons (featuring Daniel Balthasar)" wirkt erstaunlich untypisch für Monophona, ja, nahezu optimistisch und leichtfüßig. Und darin liegt das Erfolgsrezept von "Black On Black". Das Album ist unvorhersehbar. Man weiß als Hörer nie, welche Wendung, welche Spielerei bereits hinter dem nächsten Takt lauern könnte. Ohne an Schlicht- und Reduziertheit zu verlieren, entspinnen Monophona so eine akustische Spannung, wie man sie heutzutage nur noch selten präsentiert bekommt. Kein Wunder also, dass wir nahezu paralysiert sind von dieser großartigen Platte.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Monophonas "Black On Black", das uns Creative Eclipse PR zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Mittwoch, 28. Januar 2015
Gewinnspiel: All We Are "I Wear You / Honey"
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| © by Jon Bergman |
Der Ire Richard O'Flynn, die Norwegerin Guro Gikling und der Brasilianer Luis Santos lernen sich an der University of Liverpool kennen. Angeheizt von der fast schon greifbaren und omnipräsenten akustischen Geschichte der am Fluss Mersey gelegenen Metropole, formiert sich das Trio unter dem Namen All We Are. Diesen Freitag erscheint mit "All We Are" das selbst betitelte Debütalbum der Band via Domino Records.
Melancholisch und verträumt scheppert das Piano zu Beginn des Eröffnungsinstrumentals "Intro" und deutet an, was sich auch im weiteren Verlauf des Erstlingswerkes von All We Are bestätigen soll - nämlich dass es sich dabei um eine wundervoll stimmige Coming-Out-Of-Age-Platte handelt. Angereichert mit härteren Beats und Gitarrenriffs greift "Ebb/Flow" den sanften Schwermut des Openers auf und formt daraus einen eingängigen, modernen Popsong. Die Gesangseinlagen von Sängerin Guro und ihren beiden Kollegen harmonisieren derweil auf fast schon magische Art und Weise. Intim, verführerisch und in perfekter Balance. Songs wie "Go" oder "Something About You" gelingt es genau dadurch, sich zu gefühlvollen Balladen aufzuschwingen, während "I Wear You", "Honey" oder "Feel Safe" den Hörer unter die Discokugel schleifen, um dort eng umschlungen mit ihm zu tanzen. Und dann gibt es da noch diesen B-52's-Moment, und zwar wenn Guro innerhalb des funkigen "Keep Me Alive" zu einer energiegeladenen Bridge ansetzt, die verdeutlicht, dass die hübsche Blondine wesentlich mehr Rock und Rotzigkeit in ihrer Stimme hat, als man ihr vielleicht anfangs zugetraut hätte. "All We Are" vereint in bester Manier Dream Pop à la Beach House mit griffigen Alternative-Klängen und spannenden Folk-Sketches.
Um abschließend ein 7"-Vinyl von All We Ares Split-Single "I Wear You / Honey" zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Viel Erfolg!
Weitere Infos zu All We Are und ihrem Debütalbum gibt es hier:
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Dienstag, 30. Dezember 2014
Hitlist 2014 (+ Gewinnspiel)
Das Beste kommt zum Schluss. Während seit Anfang November vielerorts musikalische Jahresendlisten aus dem Boden sprießen wie Unkraut in einem verwucherten Garten, haben wir uns ganz bewusst dazu entschieden, dem Namen eben dieser Listen gerecht zu werden und mit unserer Hitlist bis kurz vor knapp zu warten. 2014 hat derart viele auditive Höhepunkte zu verzeichnen, dass uns die Erstellung der unten anhängenden Auswahl tatsächlich ein wenig Kopfschmerzen bereitete - doch wir haben sie gefunden, unsere ganz persönlichen Lieblinge.
Song des Jahres: Sylvan Esso - Coffee
Es ist die Mischung aus sanfter Songwriterkunst und einem treibenden Beat, die "Coffee" zu unserem Song des Jahres macht. Jedes Mal, wenn der von Sylvan Esso auf ihrem gleichnamigen Debütalbum erschienene Track erklingt, scheint die Welt für ein paar Sekunden stillzustehen. „Der Beat entstand irgendwann in einem kalten, dunklen Keller. Amelia war an dem Tag ein echter Miesepeter.“, verriet das Duo in einem Interview mit Kultmucke. Doch hört man "Coffee" seinen Geburtsort oder die schlechte Stimmung der Dame, die seine Lyrics singt, keinesfalls mehr an. Im Gegenteil. Das Stück trägt eine geheimnisvolle Wärme in sich. Amelia Meath und Nick Sanborn ist es gelungen, ihre akustischen Präferenzen auf charmante Weise miteinander kollidieren zu lassen. Machte Meath vor allem durch ihr Wirken innerhalb des Folktrios Mountain Man von sich reden, huldigte Sanborn einer wesentlich elektronischeren Klangästhetik, und zwar unter dem Pseudonym Made of Oak. "Coffee" profitiert sowohl von dem Einen als auch dem Anderen.
Album des Jahres: Hundreds - Aftermath
Im März dieses Jahres veröffentlichten die Geschwister Eva und Philipp Milner alias Hundreds ihr zweites Album. "Aftermath" ist eine dieser Platten, deren Nachhall bis in die Unenendlichkeit vorzudringen scheint. Mal mystisch, mal epochal und dann wieder reduziert und greifbar hält "Aftermath" ein breit gefächertes Angebot an Stimmungen und Gefühlen bereit. Während Songs wie "Ten Headed Beast", "Foam Born" oder "Stones" durch nahezu plätschernde Klaviermelodien begeistern, trumpfen "Beehive", das titelgebende "Aftermath" oder "Our Past" mit energischen Trommelpassagen und elektrifizierten Rhythmen auf. Pink-Pong konnte den beiden Musikliebhabern einige Geschichten und Gedanken hinter ihrem Zweitwerk entlocken und trug diese in einem sehr ausführlichen Interview zusammen. Darin erklären die Milners auch, dass "Aftermath" eine goldene Platte sei - und dem können wir nur zustimmen. Selten hat ein Album derart gestrahlt, wie es "Aftermath" tut. Und auch, wenn es vielleicht nicht die erfolgreichste LP 2014 war, dann doch definitiv eine der hörenswertesten.
Band des Jahres: Wild Beasts
Wenn es eine Band versteht, sich durch zahlreiche Alleinstellungsmerkmale von ihren Kollegen abzugrenzen, dann ist es wohl die britische Kapelle Wild Beasts. Die vier aus Kendal stammenden Herren wirken zwar auf den ersten Blick wie die charmanten Jungs von neben an, was auch Kultmucke bei einem Gespräch mit Tom Flemming und Ben Little im Rahmen des Electronic Beats Festivals in Leipzig feststellen durfte, doch sobald das Quartett zu seinen Instrumenten und Mikrofonen greift, entfesselt sich eine nahezu unbändige Gewalt. Ob live auf der Bühne oder wie zuletzt auf ihrem Album "Present Tense"- die Wild Beasts beherrschen das Spiel mit Licht und Schatten, Strenge und Sanftmut, nahezu perfekt. So lässt es sich mit "Mecca" hervorragend in die tiefste Sehnsucht stürzen, wohingegen "Wanderlust" Herzschlag und Puls antreibt. Seit ihrem Debüt "Limbo, Pantho" (2008) überraschten die Wild Beasts immer wieder durch interessante Wendungen innerhalb ihres Schaffens. 2014 haben sie sich zu einer der extravagantesten Bands des Independentbereichs gemausert. Das verdient Respekt und eine Auszeichnung.
Solokünstler(in) des Jahres: Agnes Obel
Wieder einmal hat sie es geschafft. Als Untergrundkämpferin für ausgefallene Kompositionen konnte die in Berlin ansässige Songwriterin Agnes Obel auch 2014 eine nicht geringe Hörerschaft von ihren Qualitäten überzeugen. Nachdem die Veröffentlichung ihres Zweitwerks "Aventine" bereits 2013 den Ruf Obels als eine der talentiertesten Gegenwartsmusikerinnen erneut zu untermauern wusste, erschien vor wenigen Monaten mit der Deluxe Edition dieses Albums ein weiterer Geniestreich aus der Feder der gebürtigen Dänin. Doch damit nicht genug. Passend zur Veröffentlichung der Platte entschied sich Agnes Obel, im Spätherbst eine kleine Konzertreise anzutreten. Ihr Auftritt im Berliner Admiralspalast avancierte dabei zu einem audiovisuellen Erlebnis der besonderen Art. Vor einer schillernden Wand thronend präsentierte Obel Songs wie das dahingleitende "Dorian" oder "Fuel to Fire", indes die Menschen im Publikum sich kaum zu bewegen, geschweige denn zu atmen, trauten. Diese Eleganz, diese Begabung möchten wir mit dem Titel "Solokünstlerin des Jahres" ehren.
Geheimtipp des Jahres: Phoria
Wie macht man 2014 als Newcomer noch auf sich aufmerksam? Wenn man sich das Quintett Phoria aus Brighton anschaut und -hört, scheint allem voran eine exzentrische Soundvision den Schlüssel zum Erfolg darzustellen. Insgesamt drei EPs haben Seryn Burden, Tim Douglas, Jeb Hardwick, Trewin Howard und Ed Sanderson bisher veröffentlicht - und mit jeder lässt sich die Entwicklung Phorias von einer klassischen Band hin zu einem imposanten Electronica-Ensemble ein Stück besser nachzeichnen. Während die Präsenz akustischer Instrumente im Schaffen Phorias zunehmend in den Hintergrund rückte, erhielten im selben Moment weitschweifende Synthietexturen Einzug in Songs wie "Emanate", "Undone" oder "Atomic". All die genannten Titel sind auf der EP "Display" zu finden, die seit Juli auch in Deutschland über das Label Humming Records vertrieben wird und die uns zu der Entscheidung brachte, Phoria zu unserem Geheimtipp 2014 zu erklären.
Gewinnspiel
Zu unserer Hitlist halten wir auch in diesem Jahr ein prall gefülltes Paket bereit, das aus folgenden Dingen besteht:
- Sylvan Essos "Sylvan Esso" (CD)
- Hundreds "Aftermath" (CD)
- Gratisdownload der Hundreds-EP "Under The Icicles"
- Wild Beasts "Present Tense" (CD) in der Special Edition
- Postkartenset zu Wild Beasts "Present Tense"
- Vinyl-Single "The Devil's Crayon" von den Wild Beasts
- Agnes Obels "Aventine" (CD) in der Deluxe Edition
- Beutel von Agnes Obel
- Phorias EP "Display"(Vinyl)
- zahlreiche Aufkleber
Wir danken in diesem Zusammenhang City Slang, Sinnbus, Domino Deutschland, PIAS Germany und Humming Records für die Bereitstellung der Preise.
Um eine Chance auf unser Hitlist-Paket zu haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Hitlist 2014" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist Freitag, der 09.01.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Song des Jahres: Sylvan Esso - Coffee
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| © by City Slang |
Album des Jahres: Hundreds - Aftermath
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| © by Konrad Schmidt |
Band des Jahres: Wild Beasts
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| © by Klaus Thymann |
Solokünstler(in) des Jahres: Agnes Obel
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| © by PIAS |
Geheimtipp des Jahres: Phoria
| © by Christine Burkart |
Gewinnspiel
Zu unserer Hitlist halten wir auch in diesem Jahr ein prall gefülltes Paket bereit, das aus folgenden Dingen besteht:
- Sylvan Essos "Sylvan Esso" (CD)
- Hundreds "Aftermath" (CD)
- Gratisdownload der Hundreds-EP "Under The Icicles"
- Wild Beasts "Present Tense" (CD) in der Special Edition
- Postkartenset zu Wild Beasts "Present Tense"
- Vinyl-Single "The Devil's Crayon" von den Wild Beasts
- Agnes Obels "Aventine" (CD) in der Deluxe Edition
- Beutel von Agnes Obel
- Phorias EP "Display"(Vinyl)
- zahlreiche Aufkleber
Wir danken in diesem Zusammenhang City Slang, Sinnbus, Domino Deutschland, PIAS Germany und Humming Records für die Bereitstellung der Preise.
Um eine Chance auf unser Hitlist-Paket zu haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Hitlist 2014" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist Freitag, der 09.01.2015.
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Viel Erfolg!
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Freitag, 31. Oktober 2014
Album-Vorstellung: "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell"
Seit 1989 unterstützt die US-amerikanische Red Hot Organization den Kampf gegen HIV und AIDS auf eine recht unkonventionelle Art und Weise. Mit der Veröffentlichung exklusiver Compilations und daran gebundene Medienaktivitäten sowie Spendenzahlungen konnte die von John Carlin und Leigh Blake ins Leben gerufene Non-Profit-Organisation bereits über 10 Millionen Dollar für Projekte bereitstellen, die sich der Aufklärung und dem Umgang mit der gefährlichen Infektionskrankheit verschrieben haben.
Nachdem sich im Jahre 2009 auch zahlreiche Musiker aus dem Independentbereich mit ihren Beiträgen für den famosen Sampler "Dark Was The Night" engagierten (darunter zum Beispiel Arcade Fire, Cat Power, Feist, Grizzly Bear, The New Pornographers, Blonde Redhead), ist es nun erneut Zeit für einen akustischen Ruck, der wach rütteln soll. Für das neuste Projekt "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" konnte Red Hot, neben bereits zuvor für sie aktiven Künstlern wie José Gonzales oder Sufjan Stevens, über 20 Acts gewinnen. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" widmet sich thematisch dem an AIDS verstorbenen Multitalent Arthur Russell, der in den 70ern und 80ern die New Yorker Discoszene durch seinen avantgardistischen Stil bereicherte.
Es ist etwas sehr Intimes, sich der Arbeit eines Kollegen anzunehmen - vor allem, wenn dies posthum geschieht. Das mussten auch diejenigen feststellen, die sich für "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" den Kompositionen Arthur Russells widmeten. Als Resultat jener Auseinandersetzung finden sich nun auf der gleichnamigen Compilation 26 Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und genau darin liegt die Faszination der Platte. Ganz beiläufig wird durch die Auswahl der partizipierenden Künstler auch die Diversität in Russells Schaffen abgebildet. Fließend inszeniert José Gonzales da zum Beispiel "This Is How We Walk On The Moon", während Robyn mit "Tell You (Today)" eine beatlastige Nummer aufs Paket legt, Sufjan Stevens bei "A Little Lost" erneut die Weitläufigkeit seiner Arbeiten zur Schau stellt oder Cults das wunderbare "Being It" in einen mystischen Schleier hüllen. Zurückgenommener und akustischer warten hingegen Beiträge von Alexis Taylor, Richard Reed Parry oder Glen Hansard auf. Um wiederum einen Eindruck davon zu erhalten, welche Energie Russell in den Clubs der Discoära begegnet sein muss, eignen sich Hot Chips "Go Bang", Blood Oranges "Is It All Over My Face & The Tower Of Meaning" oder "That's Us/Wild Combination" von den Scissor Sisters ganz hervorragend. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" ist eine phänomenale Kollektion an Songs, die man sich auf jeden Fall in ihrer Gänze zuführen sollte. Flimmernd, rauschend und sensibel wird auf der Compilation einem Ausnahmetalent gehuldigt, das leider viel zu früh den Folgen einer immer noch unterschätzten Krankheit erlegen ist.
Nachdem sich im Jahre 2009 auch zahlreiche Musiker aus dem Independentbereich mit ihren Beiträgen für den famosen Sampler "Dark Was The Night" engagierten (darunter zum Beispiel Arcade Fire, Cat Power, Feist, Grizzly Bear, The New Pornographers, Blonde Redhead), ist es nun erneut Zeit für einen akustischen Ruck, der wach rütteln soll. Für das neuste Projekt "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" konnte Red Hot, neben bereits zuvor für sie aktiven Künstlern wie José Gonzales oder Sufjan Stevens, über 20 Acts gewinnen. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" widmet sich thematisch dem an AIDS verstorbenen Multitalent Arthur Russell, der in den 70ern und 80ern die New Yorker Discoszene durch seinen avantgardistischen Stil bereicherte.Es ist etwas sehr Intimes, sich der Arbeit eines Kollegen anzunehmen - vor allem, wenn dies posthum geschieht. Das mussten auch diejenigen feststellen, die sich für "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" den Kompositionen Arthur Russells widmeten. Als Resultat jener Auseinandersetzung finden sich nun auf der gleichnamigen Compilation 26 Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und genau darin liegt die Faszination der Platte. Ganz beiläufig wird durch die Auswahl der partizipierenden Künstler auch die Diversität in Russells Schaffen abgebildet. Fließend inszeniert José Gonzales da zum Beispiel "This Is How We Walk On The Moon", während Robyn mit "Tell You (Today)" eine beatlastige Nummer aufs Paket legt, Sufjan Stevens bei "A Little Lost" erneut die Weitläufigkeit seiner Arbeiten zur Schau stellt oder Cults das wunderbare "Being It" in einen mystischen Schleier hüllen. Zurückgenommener und akustischer warten hingegen Beiträge von Alexis Taylor, Richard Reed Parry oder Glen Hansard auf. Um wiederum einen Eindruck davon zu erhalten, welche Energie Russell in den Clubs der Discoära begegnet sein muss, eignen sich Hot Chips "Go Bang", Blood Oranges "Is It All Over My Face & The Tower Of Meaning" oder "That's Us/Wild Combination" von den Scissor Sisters ganz hervorragend. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" ist eine phänomenale Kollektion an Songs, die man sich auf jeden Fall in ihrer Gänze zuführen sollte. Flimmernd, rauschend und sensibel wird auf der Compilation einem Ausnahmetalent gehuldigt, das leider viel zu früh den Folgen einer immer noch unterschätzten Krankheit erlegen ist.
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Folk,
Glen Hansard,
Ho,
Indie,
Jose Gonzales,
Red Hot Organization,
Review,
Richard Ree Parry,
Robyn,
Singer Songwriter,
Sufjan Stevens
Freitag, 24. Oktober 2014
Album-Vorstellung: Lamb "Backspace Unwind"
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| © by Strata |
Man kann Lamb wohl nichts mehr vormachen - ihr sechstes Studioalbum "Backspace Unwind" ist ein Geniestreich. Und zwar einer, der mit jedem Hördurchgang außergewöhnlicher und prächtiger wird. Als gestandene Musiker enthüllen Lou Rhodes und Andy Barlow darauf zehn Tracks, die von den Erfahrungen der beiden Individualisten leben und zehren. "In Binary" eröffnet die Platte mit dröhnenden Synthies und donnernden Beats. Doch bereits in der Sekunde, in der Lous markanter Gesang zum ersten Mal hinzukommt, wird das akustische Chaos von einer sanften Wärme durchdrungen, die gleichzeitig als Anker des Stückes fungiert. "We Fall In Love" baut darauf auf und zeigt, dass Lamb entgegen ihres Rufs kein Trip-Hop- sondern vielmehr ein experimentierfreudiger Drum'n'Bass-Act sind - einer, der sich eben gerne organischer Elemente bedient. Und genau diese fließen dann in Songs wie "As Satellite Go By", "What Makes Us Human" oder die beiden Endtracks "Doves & Ravens" und "Only Our Skin" derart sensibel ein, dass sich beim Hörer sofort ein Gefühl von Behaglichkeit einstellt. Im Kontrast dazu stehen kantigere Nummern wie "Seven Sails" oder das basslastige "Shines Like This". "Nobody Else" hingegen wird zum sinnlich säuselnden Electro-Walzer und das titelgebende "Backspace Unwind" fasst ganz beiläufig zusammen, wofür Lamb 2014 stehen: Harmonie.
Freitag, 17. Oktober 2014
Album-Vorstellung: New Build "Pour It On"
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| © by Sunday Best |
"The Sunlight" setzt den Startpunkt für "Pour It On" und mausert sich binnen kürzester Zeit vom verträumten Electroliebelein zur psychedelisch-aufgeheizten Hymne. Im Anschluss beschleunigen Stücke wie "Look In Vain", "Your Arrival" oder "Strange Network" den Puls und bedienen sich des Erfolgsrezepts, das bereits bei Kompositionen von Acts wie Hercules and Love Affair oder John Grant zu Begeisterungsstürmen aufseiten all der musikalischen Punktrichter führen konnte. Mit zehn Titeln ist "Pour It On" deutlich kürzer als sein Vorgänger "Yesterday Was Lived And Lost" und verliert sich somit auch nicht in der Fülle der aneinandergereihten Tracks. Fokussierter und spitzer wirken Stücke wie "Luminous Freedom" oder "Different Kind", das durch einen ihm zugrunde liegenden Neunziger-Gamesound überrascht. Auf der Zielgeraden sorgt dann die wirklich schöne Ballade "Witness" noch für einen kurzen Verschnaufer, bevor das titelgebende "Pour It On" zum euphorischen Klangfeuerwerk ansetzt. New Build haben an den richtigen Reglern gedreht und mit "Pour It On" ein starkes zweites Album produziert.
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Gewinnspiel: Future 3 "With And Without"
| © by Dennis Morton |
In den frühen Neunzigern lernen sich Anders Remmer, Thomas Knak und Jesper Skaaning in Kopenhagen kennen. Zusammen gründen sie das Projekt Future 3, das musikalisch klar im Ambient verortet ist. Von 1995 bis 2001 entstehen insgesamt drei Studioalben und ein paar zusätzliche EPs. Dann wird es ruhig um Future 3. Bis jetzt. "With And Without" schließt da an, wo der Vorgänger "Like" (2001) aufhörte.
"With And Without" ist nicht einfach nur Albumtitel, sondern darüber hinaus auch Statement. Ein Statement, das Aufschluss über die Beschaffenheit der gleichnamigen Platte gibt. Bietet der erste Teil von "With And Without" fünf feinfühlige Songs, die mit Gesängen von Benoit Pioulard (Orcas) und Anja T. Lahrmann (Ice Cream Cathedral) versehen sind, wird der Rest des Albums von reinen Instrumentalstücken dominiert. Wer nun aber einen heftigen Cut zwischen den beiden Hälften des neuen Werks von Future 3 vermutet, der irrt. Gleich zu Beginn flüstern "Mmn" und "Revenant" dem Hörer leise Geschichten ins Ohr. Der Verstand entgleitet und verliert sich zwischen den Versen, die von Pioulard beinahe mantraartig dargeboten werden. Auch Anja T. Lahrmanns Gastauftritte innerhalb der Songs "Signature", "Roller Coasters" und "Seen" wirken sphärisch und harmonieren nahezu perfekt mit den elektrifizierten Arrangements, die sie umspielen. Future 3 haben alles richtig gemacht und mit Anja T. Lahrmann und Benoit Pioulard zwei sehr charismatische Stimmen auf ihrem "With And Without" verewigt. Nachdem diese dann aber schließlich verklungen sind, zeigen Remmer, Knak und Skaaning, dass sie auch ganz ohne Worte einzigartige Stimmungen zu erschaffen in der Lage sind. Als zweiter Akt eines extravaganten Soundspektakels schweben Tracks wie "August", "Trmbns" oder "Return" schwerelos durch ein dunkel-funkelndes Klanguniversum. Erst mit dem finalen "Figure" erlangt "With And Without" wieder Bodenhaftung und schlägt Wurzeln im Dream Pop - denn da sind Future 3 mittlerweile angekommen.
Um abschließend ein CD-Exemplare von Future 3s "With And Without", das uns Morr Music zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Future 3" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 12.10.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Future 3 und "With And Without" gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account
Freitag, 3. Oktober 2014
Album-Vorstellung: Imogen Heap "Sparks"
Imogen Heap geht gern unkonventionelle Wege innerhalb ihrer Karriere. Man darf sie wohl ruhigen Gewissens als eine der letzten wirklichen Ausnahmekünstlerinnen der Branche bezeichnen. Die sympathische Engländerin versteht es, stets mit ihren Visionen und Ideen zu überraschen. Ihr Debüt "iMegaphone", dessen Titel als Anagramm aus ihrem Namen verstanden werden darf, präsentierte 1998 eine junge Imogen Heap, die voller Tatendrang zur Revolution des Pops aufrief. Nach einem Gastspiel an der Seite von Guy Sigsworth (Frou Frou) verabschiedete sich Miss Heap dann jedoch recht schnell von den gängigen Marketingstrukturen der Industrie, verpfändete ihr Haus und spielte mit dem daraus resultierenden Geld ihr Erfolgsalbum "Speak For Yourself" ein. Plötzlich folgte der internationale Durchbruch, der laut Aussagen der Sängerin eventuell der Tatsache geschuldet sein könnte, dass der Track "Hide and Seek", von eben dieser Platte, zwar in einer Folge der Erfolgsserie "The O.C." verwendet, jedoch nicht in den entsprechenden Credits gelistet wurde. "Die Leute mussten somit nach mir suchen", sagt Imogen Heap, "und sich mit meiner Arbeit wirklich auseinandersetzen." 2009 folgte dann das mit einem Grammy ausgezeichnete "Ellipse" und in den letzten vier Jahren vereinzelt Tracks, die allesamt nicht in ein einheitliches Muster zu passen scheinen wollten und nun doch ein Zuhause in dem vierten Studioalbum Imogen Heaps, "Sparks", finden.
Ein einziger Funke kann dazu führen, dass ein gesamter Wald niederbrennt. Ein einziger Funke kann aber auch Leben retten, indem er im richtigen Moment Wärme und Energie spendet. "Sparks" vereint wohl beide Charakteristika in sich. Hört man sich beispielsweise "Lifeline" an, zu dessen Beginn ein Streichholz entzündet wird, spürt man einerseits die ungeheure Kraft, mit der die Komposition Raum einnimmt, und andererseits lassen sich zahlreiche feine Details identifizieren, die das Stück auflockern und ihm Struktur verleihen. Es war auch genau dieser Track, für den Imogen Heap ihre Fans um Aufnahmen der unterschiedlichsten Geräusche bat, von denen sie dann schließlich einige in das Gerüst des Songs integrierte. Mit ihrem Faible für akustische Technologien jeglicher Art und dem unbedingten Willen, ihre Umgebung komplett aufsaugen und wieder und wieder in ihr Songwriting einfließen zu lassen, erschafft Imogen Heap Musik fernab eines gängigen Verständnisses. Zudem wandert "Sparks" munter an dem Gesamtwerk der 36-Jährigen entlang, streift mit "You Know Where To Find Me" die pianolastigen Wurzeln der Musikerin, erinnert mit "Me The Machine" an ihre Soundtrackarbeiten für Filme wie "Die Chroniken von Narnia", greift mit "Propeller Seeds" die Atmosphäre von "Ellipse" auf und stürzt mit "Run-Time" in die Experimentierfreude eines "Must Be Dreaming". Dazu gesellen sich dann noch asiatische Einflüsse ("Cycle Song", "Minds Without Fear", "Climb To Sakteng", "Xizi She Knows") und Sprechgesänge ("Neglected Space", "Telemiscommunications", "The Listening Chair"). Imogen Heap greift mit "Sparks" erneut in die tonale Trickkiste und erweitert den Begriff der akustischen Grenzenlosigkeit - eine sehr kurzweilige Platte, die wirklich Spaß beim Hören macht.
Ein einziger Funke kann dazu führen, dass ein gesamter Wald niederbrennt. Ein einziger Funke kann aber auch Leben retten, indem er im richtigen Moment Wärme und Energie spendet. "Sparks" vereint wohl beide Charakteristika in sich. Hört man sich beispielsweise "Lifeline" an, zu dessen Beginn ein Streichholz entzündet wird, spürt man einerseits die ungeheure Kraft, mit der die Komposition Raum einnimmt, und andererseits lassen sich zahlreiche feine Details identifizieren, die das Stück auflockern und ihm Struktur verleihen. Es war auch genau dieser Track, für den Imogen Heap ihre Fans um Aufnahmen der unterschiedlichsten Geräusche bat, von denen sie dann schließlich einige in das Gerüst des Songs integrierte. Mit ihrem Faible für akustische Technologien jeglicher Art und dem unbedingten Willen, ihre Umgebung komplett aufsaugen und wieder und wieder in ihr Songwriting einfließen zu lassen, erschafft Imogen Heap Musik fernab eines gängigen Verständnisses. Zudem wandert "Sparks" munter an dem Gesamtwerk der 36-Jährigen entlang, streift mit "You Know Where To Find Me" die pianolastigen Wurzeln der Musikerin, erinnert mit "Me The Machine" an ihre Soundtrackarbeiten für Filme wie "Die Chroniken von Narnia", greift mit "Propeller Seeds" die Atmosphäre von "Ellipse" auf und stürzt mit "Run-Time" in die Experimentierfreude eines "Must Be Dreaming". Dazu gesellen sich dann noch asiatische Einflüsse ("Cycle Song", "Minds Without Fear", "Climb To Sakteng", "Xizi She Knows") und Sprechgesänge ("Neglected Space", "Telemiscommunications", "The Listening Chair"). Imogen Heap greift mit "Sparks" erneut in die tonale Trickkiste und erweitert den Begriff der akustischen Grenzenlosigkeit - eine sehr kurzweilige Platte, die wirklich Spaß beim Hören macht.
Freitag, 19. September 2014
Album-Vorstellung: alt-J "This Is All Yours"
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| © by Laura Coulson |
Anstatt sich von allerhand Schmeicheleien und Angeboten verführen zu lassen, versuchten alt-J die Bodenhaftung nicht zu verlieren und leisteten sich von ihren Einkünften einzig ein Apartment im Londoner Stadtteil Hackney, um dort an den dreizehn Songs zu tüfteln, die sich nun auf "This Is All Yours" versammeln. Alles beginnt dabei, wie auch schon auf "An Awesome Wave", mit einem recht umfangreichen Intro. Ebenso wie sein Äquivalent versteht es auch der erste Track auf "This Is All Yours", die Gewaltigkeit der ihm zugehörigen Platte einzufangen, zu filtrieren und in seiner Essenz peu à peu freizugeben - als würde man vorsichtig den Vorhang zu einer Bühne lüften, auf der Tiger durch brennende Reifen springen, exotische Tänzerinnen ihre Hüften kreisen lassen und es sich doch gleichzeitig auch jemand auf einer alten Couch gemütlich macht, um Gute-Nacht-Geschichten zu erzählen. "This Is All Yours" lebt von Kontrasten. Mal forsch und ungezügelt und dann wieder dezent und sensibel unterstreichen Stücke wie "Every Other Freckle" oder "Choice Kingdom" die akustische Vielfalt, für die alt-J vielerorts geschätzt werden. Da folgt dann auf ein leichtfüßiges "Warm Foothils", bei dem sich Conor Oberst, Lianne La Havas, Sivu und Marika Hackman als Gastsänger verantwortlich zeigen, auch schon mal ein sich zuspitzendes und von zahlreichen Beats in Szene gesetztes "The Gospel of John Hurt". Neben etlichen Metaphern und Verweisen ist es vor allem der japanische Naturpark Nara, der als Zentrum der Kreativität und Inspiration auf "This Is All Yours" dient ("Arrival In Nara", "Nara", "Leaving Nara"). Doch damit nicht genug - das vor Wochen als rotziger Appetithappen entsendete "Left Hand Free" und das mit einem Sample von Miley Cirus versehene "Hunger of the Pine" überraschen durch innovative Impulse. Wer hätte gedacht, dass alt-J es tatsächlich schaffen würden, an die Genialität ihres zu recht umjubelten Debüts derart gut anzuknüpfen. Wir sind begeistert!
Mittwoch, 20. August 2014
Gewinnspiel: Ocoeur "A Parallel Life"
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| © by Franck Zaragoza |
Episch, magisch, rätselhaft - Ocoeurs "A Parallel Life" ist vieles, nur nicht eindimensional. Tracks wie das phänomenale "North", das sich mit aller Wucht einem atemberaubenden Finale entgegenkämpft, oder das titelgebende "A Parallel Life", welches generelle Songstrukturen komplett infrage stellt und immer wieder Fahrt aufnimmt, um dann abrupt abzubremsen, geben Einblick in ein eigenwilliges akustisches Verständnis. Ocoeur löst sich mutig von den bewährten Prinzipien des Liedaufbaus und folgt stattdessen seinen Instinkten und seiner Neugier. Das führt ihn an den Rand der Unendlichkeit ("Beyond Infinite"), lässt ihn entlang der Sterne wandern ("Universe") und schließlich ausgezehrt zur Ruhe kommen ("Red"). Neun Tracks, Tausende Stimmungen. "A Parallel Life" hält für Freunde von Bonobo ebenso viel bereit wie für passionierte Soundtrack-Liebhaber. Magnifique!
Um eins von zwei CD-Exemplaren des neuen Oceour Albums, sprich "A Parallel Life", zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Ocoeur" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 24.08.2014.
Die Ermittlung der Gewinner erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Ocoeur und dem Album "A Parallel Life" gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account | Feature bei Kultmucke
Freitag, 8. August 2014
Album-Vorstellung: FKA twigs "LP1"
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| © by Dominic Sheldon |
Wie klingt die Moderne? FKA twigs beantwortet diese Frage auf "LP1" mit einem bunten Potpourri aus Electro, Dreampop, R'n'B und Trip-Hop. Die Akzente, die die 26-Jährige dabei auf ihrer ersten LP setzt, wechseln von Song zu Song und verleihen dem Album insgesamt einen frischen, unverbrauchten Charme. Während der Opener "Preface" oder das atemberaubende "Closer" noch futuristischen Sirenengesängen à la Julia Holter frönen, enthüllen "Lights On" oder "Two Weeks" eine pulsierende Laszivität, die klar in Richtung Soul deutet. Dubstep und Downtempo infiltrieren derweil Nummern wie "Pendulum" oder "Kicks", wohingegen "Numbers" die Weitläufigkeit experimenteller Sounds erkundet. Auch FKA twigs Stimme durchläuft innerhalb der zehn Stücke der Platte manch interessante Metamorphose. Durch punktuell eingesetzte Verzerrungen und eine generell recht breite Range bedient die Sängerin eine tiefe Vollmundigkeit ebenso gekonnt, wie die sphärischen Höhen, die bei "Hours" zu vernehmen sind.
Vielleicht reicht "LP1" noch nicht an die Genialität eines "Visions" von der bereits erwähnter Kanadierin Grimes heran, doch hat FKA twigs mit diesem Album den Sicherheitsgurt angelegt, um bei der nächstmöglichen Gelegenheit auf die Überholspur zu wechseln.
Freitag, 20. Juni 2014
EP-Vorstellung: Austra "Habitat"
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| Austra |
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| "Habitat" (EP) |
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