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Mittwoch, 21. Januar 2015

Happy Birthday - Klappe die Dritte

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Unglaublich, wie die Zeit zu fliegen beginnt, wenn man sie mit Musik füllt - und genau das haben auch wir in den letzten 12 Monaten wieder exzessiv getan. Zahlreiche Songs und Alben sind in diesem Zuge durch unsere Hände geglitten, landeten in CD-Playern, auf Plattenspielern oder dudelten aus den Lautsprechern unserer Laptops. Wie immer versuchten wir, jene Tonträger mit kritischem Ohr zu sichten und zu bewerten, um schließlich diejenigen herauszupicken, die man keinesfalls verpassen sollte. Dabei war es schön zu sehen, wie ihr, liebe Leser, auf unsere Beiträge reagiert habt - ob bei Facebook, hier auf der Website oder via Mail. Am Ende lebt ein Blog oder Online-Magazin, wie es auch "E1NEN HAB ICH NOCH..." ist, nämlich von der Kommunikation und Interaktion mit weiteren Menschen hinter ihren Bildschirmen. Dafür möchten wir uns bedanken. Genauso wie bei unseren Promo- und Labelpartnern, die uns immer wieder mit interessanten akustischen Neuheiten versorgen, den Musikern, die für diesen verantwortlich sind, unserem Kooperationspartner Kultmucke, mit dem wir im Dezember erneut einen wunderbaren Sampler namens "Kultverdächtig II" realisert haben, und allen Personen, die an unsere Vision geglaubt haben.
Für das kommende Jahr planen wir ein paar größere Veränderungen. Ihr dürft also gespannt sein. Bis dahin genießt unser neues Design und unsere Artikel, die in den nächsten Tagen in gewohntem Rhythmus zurückkehren werden.
Und nun feiern wir! Zum einen, indem wir euch Reba Haskos "Happy Birthday", welches sie 2014 exklusiv für unseren zweiten Geburtstag aufnahm, 14 Tage lang zum Gratis-Download anbieten.



Doch damit nicht genug! Auch zu unserem dritten Ehrentag konnten wir eine großartige Künstlerin für uns gewinnen. Die charmante Französin Elise Mélinand beschert uns mit ihrem "Happy Birthday" einen verträumten und unglaublich feingliedrigen Ohrenschmaus, an dem ihr euch fortan auf unserem Soundprofil erfreuen könnt.



Freitag, 24. Oktober 2014

Album-Vorstellung: Lamb "Backspace Unwind"

© by Strata
Irgendwann hatten sie genug - genug von all der Verschwendung, die das musikalische Verständnis der Neunziger durchzog wie ein roter Faden. Lou Rhodes und Andy Barlow gründeten ihr Duo Lamb zu einer Zeit, als das Geschäft mit Tonträgern noch wirklich florierte. Newcomern wurden damals Unsummen zur Verfügung gestellt, damit sie an ihren Alben arbeiten konnten. Dabei war jedoch nicht immer der Weg das Ziel, sondern oft nur die Pflastersteine von Belangen, die eben diesen zierten. Wen wundert es da, dass zahlreiche Künstler abhoben wie Düsenjäger, die keine Limits mehr kennen, und völlig den Bezug zum Boden der Tatsachen verloren? Nur eine Handvoll dieser befeuerten Talente schaffte tatsächlich den Flug über die Millenniumswende hinweg - der Rest scheiterte irgendwann an der eigenen Maßlosigkeit oder der Tatsache, das auch Ruhm vergänglich ist. Selbst die recht gefestigten Mitglieder von Lamb blieben nicht unbeeindruckt von den Erfolgen, die sie mit ihren Platten verzeichnen durften. Nur kam es auch bei ihnen zum Kollaps und eine Pause musste her. Während sich Lou und Andy in den darauf folgenden Jahren auf neue Projekte konzentrierten, keimte Verlangen, sich eines Tages wieder im Studio treffen zu wollen, jedoch stetig weiter. Das führte 2011 zu "5" und nun zu "Backspace Unwind".

Man kann Lamb wohl nichts mehr vormachen - ihr sechstes Studioalbum "Backspace Unwind" ist ein Geniestreich. Und zwar einer, der mit jedem Hördurchgang außergewöhnlicher und prächtiger wird. Als gestandene Musiker enthüllen Lou Rhodes und Andy Barlow darauf zehn Tracks, die von den Erfahrungen der beiden Individualisten leben und zehren. "In Binary" eröffnet die Platte mit dröhnenden Synthies und donnernden Beats. Doch bereits in der Sekunde, in der Lous markanter Gesang zum ersten Mal hinzukommt, wird das akustische Chaos von einer sanften Wärme durchdrungen, die gleichzeitig als Anker des Stückes fungiert. "We Fall In Love" baut darauf auf und zeigt, dass Lamb entgegen ihres Rufs kein Trip-Hop- sondern vielmehr ein experimentierfreudiger Drum'n'Bass-Act sind - einer, der sich eben gerne organischer Elemente bedient. Und genau diese fließen dann in Songs wie "As Satellite Go By", "What Makes Us Human" oder die beiden Endtracks "Doves & Ravens" und "Only Our Skin" derart sensibel ein, dass sich beim Hörer sofort ein Gefühl von Behaglichkeit einstellt. Im Kontrast dazu stehen kantigere Nummern wie "Seven Sails" oder das basslastige "Shines Like This". "Nobody Else" hingegen wird zum sinnlich säuselnden Electro-Walzer und das titelgebende "Backspace Unwind" fasst ganz beiläufig zusammen, wofür Lamb 2014 stehen: Harmonie.




Mittwoch, 24. September 2014

Gewinnspiel: Vittoria Fleet "Acht LP"

© by Evert Taihuttu
Zurückgehen. Zurückgehen zu dem Moment, indem man ein Album zum allerersten Mal abgespielt hat - Wie unglaublich wäre das? Erneut jene Empfindungen spüren zu dürfen, die einst den gesamten Körper durchfahren und ihn völlig vereinnahmt haben. Gänsehaut, ein Kribbeln in den Fingern, während man die Lautstärke aufdreht, ein Blitzen und Funken zwischen den Ohrmuscheln. Noch ist die Zeitmaschine ein reines Hirngespinst der Wissenschaft. Uns Menschen ist es bis dato nicht gelungen, Geschehenes abermals zu durchleben. Oder etwa doch? Es ist das in Berlin lebende Duo Vittoria Fleet, das die Gesetzte der Physik aktuell auf den Kopf stellt, und zwar mit ihrem Debüt "Acht LP". Viele Geheimnisse ranken sich um Allan Shotter und seine Kollegin Giada Zerbo. Auf Fotos zeigen sich die Musiker schemenhaft und verschwommen, Informationen über sie in Erfahrung bringen zu wollen, gleicht ein wenig der Suche nach dem Heiligen Gral, und doch sind sie wahnsinnig präsent. Nämlich in ihren Songs. Mit diesen gelingt Vittoria Fleet das Unvorstellbare. Sie führen uns zurück zu Lambs "Lamb" (1996) und Mandalays "Empathy" (1998), sprich in die Tiefen jenes Trip-Hops, der durch Drum'n'Bass-Einflüsse gekennzeichnet war.

Rewind - eine starke Emotion wächst im Bauch heran. Es öffnet sich die Tür zu einer neuen Welt. Nein, einer alten Welt. Einer Welt, die man vor fast zwanzig Jahren schon mit "Lusty" oder "This Life", den Eröffnungsstücken der eben erwähnten Platten, betreten hatte. Nur ist es Vittoria Fleets "Acht", das jetzt als Schlüssel fungiert. Plötzlich stellt sich ein vertrautes Gefühl ein. Das flirrende "Uncocealed" heißt uns willkommen in einem weiß leuchtenden Sound-Universum. "Acht LP" ist ein Ausnahmewerk. Binnen weniger Takte zerspringt das Hier und Jetzt und löst sich beinahe vollkommen auf. Der Hörer schwebt durch ein Kontinuum aus Raum und Zeit. Alles ist vergessen und gedacht zugleich. "Frida" zerrt an der Realität, "Could Be Something" entsendet züngelnde Wellen in die Unendlichkeit, das Interlude "Good Morning Gesundbrunnen" zelebriert die Klarheit des Moments und "Hunger" entwirft eine kreischende Zukunftsvision. Vittoria Fleet verstecken sich nicht hinter ihren Kompositionen. Im Gegenteil. Sie nutzen diese als abstraktes Ausdrucksmittel, als Weg zum Ziel. Jeder kleinste akustische Impuls ist deutlich wahrnehmbar und sticht das Unterbewusstsein wie eine feine Akupunkturnadel. Ob "In Winter", das statische "It Begins", sein knisternder Nachfolger "We'll Wait", "David" oder das finale "Savuca Redux" - "Acht LP" hält, was sein Cover verspricht: einen Ausflug zur Schnittkante zwischen Himmel und Erde.



Um abschließend eins von zwei CD-Exemplaren des Albums "Acht LP", die uns n5MD zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Vittoria Fleet" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 28.09.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Vittoria Fleet und dem Album "Acht LP" gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account | Künstlerseite bei n5MD

Mittwoch, 20. August 2014

Gewinnspiel: Ocoeur "A Parallel Life"

© by Franck Zaragoza
Ein Klicken, ein Knirschen, ein Rascheln, ein Dröhnen - die Musik des Franzosen Franck Zaragoza alias Ocoeur ist durchzogen von Geräuschen und Effekten, die sich harmonisch an tiefschürfende Melodien anschmiegen und mit ihnen gemeinsam durch den Klangkosmos segeln. In seinen Stücken vereint der IDM-Musiker Gefühle von Weite und Begrenztheit, von Wärme und Kälte, von Glück und Trauer. Was konträr zueinander schien, erfährt in Ocoeurs Kompositionen eine Revision in seiner Ausrichtung. Auf den Hörer wartet eine neue Wirklichkeit, eine übergeordnete Existenz von Harmonie und Einklang. Nachdem er bereits zwei Alben ("Light As A Feather" und "Les Hommes Ne Savent Pas Voler") sowie die EP "Memento" (2013) auf den Markt gebracht hat, erschien im Juli 2014 mit "A Parallel Life" das neuste Werk des Soundkünstlers.

Episch, magisch, rätselhaft - Ocoeurs "A Parallel Life" ist vieles, nur nicht eindimensional. Tracks wie das phänomenale "North", das sich mit aller Wucht einem atemberaubenden Finale entgegenkämpft, oder das titelgebende "A Parallel Life", welches generelle Songstrukturen komplett infrage stellt und immer wieder Fahrt aufnimmt, um dann abrupt abzubremsen, geben Einblick in ein eigenwilliges akustisches Verständnis. Ocoeur löst sich mutig von den bewährten Prinzipien des Liedaufbaus und folgt stattdessen seinen Instinkten und seiner Neugier. Das führt ihn an den Rand der Unendlichkeit ("Beyond Infinite"), lässt ihn entlang der Sterne wandern ("Universe") und schließlich ausgezehrt zur Ruhe kommen ("Red"). Neun Tracks, Tausende Stimmungen. "A Parallel Life" hält für Freunde von Bonobo ebenso viel bereit wie für passionierte Soundtrack-Liebhaber. Magnifique!



Um eins von zwei CD-Exemplaren des neuen Oceour Albums, sprich "A Parallel Life", zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Ocoeur" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 24.08.2014.
Die Ermittlung der Gewinner erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Ocoeur und dem Album "A Parallel Life" gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account | Feature bei Kultmucke