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Freitag, 24. April 2015

Album-Vorstellung: Sophie Hunger "Supermoon"

© by Marikel Lahana
Wer sind die glanzvollen Idole unserer Zeit, deren Andenken vielleicht nie verblassen wird? Über wen wird man auch in Jahrzehnten noch mit einem Leuchten in den Augen sprechen? Wessen Musik wird die Zeit überdauern und sich fest im allgemeinen Kulturgut verankern? Heiße Anwärterin, Antwort auf all diese Fragen zu sein, ist die Schweizerin Sophie Hunger. Während etliche Zeitkörner durch die universelle Zeituhr rieselten, arbeitete Emilie Jeanne-Sophie Welti, wie Sophie Hunger mit bürgerlichem Namen heißt, unerbittlich an ihrer Karriere - wurde zur Multiinstrumentalistin, verfasste Lyrics auf Englisch, Deutsch, Französisch und Schwyzerdütsch, saugte all die Eindrücke, die sie umgaben, auf wie ein Schwamm in der Trockenzeit, und bewegte Massen von Menschen mit ihren einzigartigen Liveshows. Doch an einer Stelle versagte der sonst so scharfe Geist der 32-Jährigen gänzlich. Nachdem sie ihr letztes Album "The Danger Of Light" veröffentlicht hatte, mit diesem um die Welt getourt war und zahlreiche daran gebundene Projekte realisiert hatte, schwor die Sängern offiziell der Musik für eine Weile ab und flüchtete von Europa nach Kalifornen, wo sie wiederum feststellen musste, dass das der vielleicht unausgereifteste Plan ihres Lebens gewesen sein sollte. Resultat des gescheiterten Versuchs einer künstlichen Trennung ist "Supermoon", Hungers fünftes Studioalbum.

Der Mond hat es Sophie Hunger angetan. Die Tatsache, dass er einst Teil der Erde war und somit gar nicht unbedingt jener fremde, auf unseren Planeten herabblickende Beobachter sein muss, für den ihn viele halten, faszinierte die Songwriterin und inspirierte sie zum Eröffnungsstück "Supermoon" des gleichnamigen Albums. Heulend und mit dem Hauch schamanenhafter Weisheit versetzt sie sich dabei in die Perspektive jenes Trabanten und entspinnt eine eigensinnige Geschichte zu dessen Gefühlsleben. Generell beweist Hunger auch auf "Supermoon", dass sie textlich zu den ganz Großen gehört - und das über sämtliche Sprachbarrieren hinweg. Wenn zum Beispiel "Die Ganze Welt" erklingt, das von jazzartigen, kratzenden Texturen getragen wird, die sich schließlich in einem fließenden, wohl ausgepolsterten Chorus ergießen, dann kann man nichts anderes mehr tun, als sich gebührend vor der Poetin Hunger zu verneigen. Ebenso interessant ist das mit verzerrten Vocals und in Schwyzerdütsch dargebotene "Heicho", dem trotz heiterer Beats ein morbides Thema zugrunde liegt. Doch auch klanglich muss sich "Supermoon" keineswegs verstecken. Tänzelnd bewegen sich die zwölf Songs zwischen den verschiedensten Genres hin und her. Kennen keine Grenzen, wirken frei und ungebunden. Während "Mad Miles" als eins der vielen Highlights begeistert, wirken Stücke wie "Love Is Not The Answer", "We Are The Living" oder "The Age Of Lavender" nahezu frech. Hungers Stücken wohnt ein Eigenleben inne. Sie sind charakterstark, bunt und geistreich. Dass sie darüber hinaus auch eine Hand für Neuinterpretationen hat, stellt die schweizerische Künstlerin mit ihrer Version von "La Chanson d'Helene" zur Schau, welches im Original von Romy Schneider und Michel Piccoli eingesungen wurde.
Man will dieser Dame einfach stundenlang zuhören und gebannt an ihren Worten hängen, wie zäher Kleber an den Fingerkuppen, wenn man bei dessen Verwendung zu optimistisch auf die entsprechende Tube gedrückt hat. Und so verkürzt "Supermoon" nicht nur die Wartezeit bis zur nächsten Konzertreise Sophie Hungers, sondern bildet gleichzeitig auch einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere.



Mittwoch, 22. April 2015

Gewinnspiel: Dan Mangan + Blacksmith "Club Meds"

Der Band, die an der Seite eines Soloartists steht, ihn bei Studioaufnahmen unterstützt und während dessen Liveshows begleitet, wird meist eher wenig Aufmerksamkeit zugemessen. Dan Mangan hatte diese Tatsache satt. Zu wichtig waren ihm seine Jungs Kenton Loewen, Gordon Grdina, John Walsh, JP Carter, Jesse Zubot und Tyson Naylor innerhalb des eigenen Schaffensprozesses geworden, als dass man ihr Wirken mit einer kurzen Benennung auf der letzten Seite des Albumbooklets abtun dürfe. Und so entschied sich der Kanadier, diesen sechs Herren ein Monument zu setzen und sie in den eigenen Künstlernamen zu integrieren - ganz, wie man es aus den Anfängen des Rock'n'Rolls noch kennt, als das Musikerdasein einen hohen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft genießen durfte. Der Schriftzug Dan Mangan + Blacksmith ziert in der Folge das dritte Album des bärtigen Songwriters. Doch offeriert "Club Meds" noch weitaus mehr Revoluzzergeist, als mit dieser sehr offensichtlichen Neuerung bereits angedeutet wird. Mangan und sein Gefolge brechen innerhalb der 11 neuen Songs komplett mit dem, was den zweifachen Juno-Award-Gewinner groß gemacht hat. Mutig.

Es waren sanfte Hymnen, sogenannte Sing-alongs, mit denen Dan Mangan ein immer größer werdendes Publikum für sich begeistern konnte. Seine Alben "Postcards & Daydreams", "Nice, Nice, Very Nice" und "Oh Fortune" zementierten derweil den Ruf Mangans als sympathischer Hitlieferant. Doch wie lange sollte das in dieser Art weitergehen? Irgendwann möchten die Hörer eine Weiterentwicklung vernehmen, wollen überrascht, ja, vielleicht sogar verstört werden. Mit "Club Meds" entfachen Dan Mangan + Blacksmith nun das nötige akustische Buschfeuer, nach dessen Umherwüten neue auditive Keimlinge auf fruchtbarem Klangboden gedeihen können. Es ist ein fiebriger Rundumschlag, der mit dem Opener "Offred" beginnt und in dem lange nachhallenden "New Skies" endet. Genährt von Postrockelementen, schweren Noisesträngen und einer rauen Kratzbürstigkeit züngeln Stücke wie das kreischende "Mouthpiece", das von Industrialmomenten durchsetzte "Kitsch" und das auf einem fiktiven Wort basierende "Forgetery" umher - stets fordernd und nie oberflächlich. Nur bedeutet das gleichsam nicht, dass "Club Meds" unzugänglich wäre. Man muss nur bereit sein, durch einen düsteren Schleier steigen und sich darüber hinaus auch einer verheißungsvollen Ungewissheit stellen zu wollen. Schon befällt das titelgebende "Club Meds" den Verstand und auch Stücke wie "Pretty Good Joke", "Vessel" oder "War Spoils" lassen sich kaum noch abschütteln. Dan Mangan + Blacksmith haben ein kantiges Werk erschaffen, das man in dem Moment zu lieben beginnt, in dem man seine Erwartungen über Bord geschmissen hat.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Dan Mangan + Blacksmiths "Club Meds", das uns City Slang zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Dan Mangan + Blacksmith" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 27.04.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Dan Mangan + Blacksmith gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Youtube-Channel | Interview bei Kultmucke

Mittwoch, 15. April 2015

Gewinnspiel: Somewhere Underwater "Spring Kills My Energy" (7")

Gibt es etwas Schöneres, als mit den Fingern genüsslich über die Rücken nebeneinander aufgereihter Platten zu streifen? Stunden und Stunden können ins Land ziehen, bis man sich ausreichend durch die Auslage eines Schallplattenladens gewühlt hat. Schließlich möchte man ja auch keinerlei Hinweise auf noch unentdeckte akustische Kostbarkeiten übersehen. Für Freunde der auditiven Schatzsuche findet einmal im Jahr ein ganz besonderer Tag statt: der Record Store Day. An jedem dritten Samstag im April, sprich 2015 am 18.04., werden dabei zahlreiche Shops mit schwarzem Gold überflutet, das das Herz eines jeden Vinylliebhaber höherschlagen lässt. Und immer gibt es dabei ganz spezielle Veröffentlichungen zu ergattern. Normalerweise sind es vor allem die großen Labels, die sich für den Record Store Day ins Zeug werfen und die Pressmaschinen rotieren lassen. Unsere Freunde von AdP Records ließen sich aber auch nicht lumpen und präsentieren 2015 ihre erste 7“-Single zu besagtem Vinylspektakel.

Wen sendet man aus, um das eigene Label bestmöglich bei einem Ereignis wie dem Record Store Day zu vertreten? AdP Records entschieden sich – und hier wird erneut das Vertrauen der in Kulmbach ansässigen Plattenfirma in ihre Newcomer deutlich – für Somewhere Underwater. Hinter dem fast schon mystisch anmutenden Namen verbirgt sich der gebürtige Franzose Julien Agot, der nun München zu seiner Heimat erklärt hat und vor Kurzem bei AdP auch ein musikalisches Zuhause gefunden hat. Zusammen mit ein paar weiteren Musikern stürzt sich Agot gern in ausladende Synthiearrangements. Zwei seiner Tracks lassen sich nun auf der 7“ „SpringKills My Energy“ entdecken. Auf der A-Seite beschwört der gleichnamige Track „Spring Kills My Energy“ eine von Shoegaze und Wave-Pop durchdrungene Atmosphäre herauf, in der sich Agots Stimme echoartig verliert. Nicht minder verträumt zeigt sich das mit französischen Lyrics versehene „Disparaître“, welches die B-Seite der Single bildet. Da aller guter Dinge jedoch drei sind, gibt es noch einen digitalen Bonustrack namens „Weight Of Life“, der wiederum recht strahlende Züge aufweist und wohl eher direkt unter der melodischen Wasseroberfläche zu verorten ist. Somewhere Underwater passen hervorragend in den Bandkatalog von AdP Records und man darf gespannt sein, was noch von diesem Projekt zu erwarten ist.

 

Um abschließend ein Exemplar der 7" "Spring Kills My Energy" von Somewhre Underwater zu ergattern, das uns unsere Freunde bei AdP Records zur Verfügung gestellt haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Somewhere Underwater" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 19.04.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

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Mittwoch, 8. April 2015

Gewinnspiel: Stealing Sheep "Not Real"

Eins der am heißesten diskutierten Themen innerhalb der Musikbrache dürfte aktuell wohl die Rolle der Frau in eben dieser darstellen – nicht zuletzt ausgelöst durch Björks Interview mit Pitchfork, in dem die Isländerin kritisierte, dass ihren Geschlechtsgenossinnen kaum zugetraut werde, die Regler eines Mischpults bedienen, geschweige denn ein Album produzieren zu können. Umso spannender ist es, im Rahmen dieser Debatte Bands wie das britische Trio Stealing Sheep zu beobachten, das sein neues Album „Not Real“ nahezu im Alleingang auf die Beine gestellt hat. Selbstbewusst, klangvernarrt und absolut professionell. Nachdem ihnen ihr Debüt „Into The Diamond Sun“ allerlei Aufwind verschaffen konnte, nutzten die drei Damen diesen, um zum den Flug über die Menge an Newcomerkollegen anzusetzen, die nach einem erfolgreichen Erstlingswerk schnell wieder in der Versenkung verschwunden sind. Doch verließen sich Stealing Sheep dabei keineswegs auf das altbewährte Erfolgsrezept, Krautrockelemente mit Indiepop und Folk zu kombinieren. Nein, die Britinnen hatte die Experimentierwut gepackt, wovon „Not Real“ in jedweder Hinsicht profitieren konnte.


Synthiepop aus den Achtzigern und Exotika aus den Fünfzigern sind die Grundzutaten für die zehn Songs auf der neuen Platte von Stealing Sheep. Mit einer nahezu beeindruckenden Konsequenz bewegen sich die Ladies, die schon im Vorprogramm von alt-J und St. Vincent zu bewundern waren, innerhalb jener selbst gesteckten Grenzen und schaffen es doch gleichzeitig, einen extrem originellen Gesamteindruck zu hinterlassen. Sei es der von Drumbeats angeheizte Opener „Sequence“, das wirklich grandiose „Apparition“ oder das fiebrige „This Time“ – Stealing Sheep kreieren auf „Not Real“ einen phänomenalen Sound, der von der ersten bis zur letzten Note funktioniert. Es hat schon fast etwas von postmodernen, Lippenstift und Rouge tragenden Squaws, wenn Becky Hawley, Emily Lansley und Lucy Mercer, mit ihren Gesängen durch Stücke wie „Greed“ und „Love“ jagen oder ihre Gedanken in dem zum Ende hin tonal völlig verwässerten „Evolve And Expand“ ertränken. „Not Real“ zeigt, was Pop kann, wenn er mit Freude und Passion betrieben wird. Selten hat eine derart bunte Platte, das künstlerische Niveau auf ganzer Linie so hoch halten können.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Stealing Sheeps "Not Real", das uns Cooperative Music (PIAS) zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Stealing Sheep" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 13.04.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Steeling Sheep gibt es hier:
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Mittwoch, 1. April 2015

Gewinnspiel: Bristol "Bristol"

© by Susanne Erler
Wenn es jemanden gibt, der das Covern beherrscht wie kaum ein Zweiter, dann ist das wohl der Franzose Marc Collin. Mit seinem langjährigen Projekt Nouvelle Vague, das er zusammen mit seinem Kollegen Olivier Libaux und einer Handvoll grandioser Sängerinnen und Sänger realisierte, schaffte der ebenfalls als Produzent tätige Musiker den Sprung von der Hotelbar auf die großen Bühnen dieser Welt. Nie zuvor hatte ein Act, der sich einzig auf die Neuinterpretation von Songs anderer Künstler stütze, für mehr Wirbel sorgen können. Zahlreiche ausverkaufte Konzerte, ein Side-Project namens Hollywood, Mon Amour und einige Soundtrack-Arbeiten später, lässt Collin nun aber genau diesen Erfolgsgaranten zurück und widmet sich mit Bristol einer anderen großen Herzensangelegenheit. Wie bereits der Name vermuten lässt, dreht sich bei Bristol alles um die gleichnamige britische Stadt am Floating Harbour, die in den Neunziger Jahren als Geburtsstätte des Trip-Hops fungierte und Bands wie Massive Attack oder Portishead hervorbrachte. Doch wütete der Trip-Hop, mit seiner Mischung aus Hip-Hop-Beats, Samples und elektronischen Einflüssen, in ganz Europa, wie nun auch Bristols selbst betiteltes Debütalbum "Bristol" dokumentiert.

Hatte sich Nouvelle Vague klar dem New Wave verschrieben und ihn Richtung Bossa Nova geschickt, überführen auch Bristol ihr auserwähltes Blauskizzen-Genre in ein recht gegensätzliches akustisches Feld. Collin reizte die Idee, einen Entwurf davon zu zeichnen, wie sich all die rauchenden und düsteren Trip-Hop-Hymnen als ausschweifende Filmsongs aus den Sechzigern und Siebzigern angehört hätten. Da wird dann aus einem vormals recht akzentuierten Song wie Lambs "Gabriel" schnell ein von Herzblut durchdrungenes und bombastisch inszeniertes Stück, wohingegen das von den Sneaker Pimps stammende "6 Underground" beispielsweise in ein typisches Film-Noir-Licht getaucht wird. Collin reist mit Hooverphonics "Mad About You" nach Belgien, schnappt sich Björks "All Is Full Of Love", entzündet damit ein emotionales Inferno oder tunkt Jay-Jay Johansons "Nothing Else" in eine elegante Schwerfälligkeit. Natürlich huldigen Bristol aber auch den bereits erwähnten Trip-Hop-Pionieren, indem sie Massive Attacks "Safe From Harm" zum flirrenden Opener erklären und Portisheads "Roads" durch die begnadete Stimme Jim Bauers veredeln - ist es doch vor allem jener 23-Jährige, der mit nahezu umwerfenden Gesangseinlagen für zahlreiche spannende Momente auf "Bristol" sorgt. Collin hat erneut sein Gespür für die richtigen Kollaborationspartner und sein Händchen für erfolgsversprechende Newcomer bewiesen. Ob Cecile De Laurentis, die Neneh Cherrys "Woman" zu Hochtouren auflaufen lässt, Prudence Fontaine, die Morcheebas "Moog Island" in ein flottes Tanzstück verwandelt oder die Pariserin Dawn, die Trickys "Overcome" im wahrsten Sinne des Wortes Leben einhaucht und die gleichzeitig auch Teil des Live-Ensembles von Bristol ist.
Trip-Hop mal anders. Anders und doch in sich so schlüssig, wie es nur ein Marc Collin darzulegen weiß."Bristol" dürfte Freunde von Nouvelle Vague genauso betören, wie alldiejenigen, die schon einmal zu Goldfrapps "Paper Bag" in ihr Kissen geweint haben oder zu Archives "Nothing Else" durch den Alltag getrieben sind.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Bristols "Bristol", das uns unsere Freunde bei JSM zur Verfügung gestellt haben, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Bristol" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 05.04.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

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Freitag, 27. März 2015

Album-Vorstellung: Karin Park "Apocalypse Pop"

Es muss einem Befreiungsschlag gleichgekommen sein, als Karin Park 2002 ihr Album "Highwire Poetry" veröffentlichte. Gezählt waren die Tage seichten Songwritertums. Stattdessen drehte Frau Park gehörig auf, drehte frei und drehte sich doch gleichzeitig keineswegs im Kreis. "Highwire Poetry" ist eine dieser Platten, die man gar nicht greifen kann - zu viele Sprünge, zu viele sperrige Details stellen sich einem da entgegen. Und allesamt will man sie verstehen und ergründen. So verliert man sich schließlich zwischen hämmernden Beats und den fast schon überirdischen Gesängen der androgynen Schwedin. Nachdem "Highwire Poetry" von der Kritik gefeiert wurde und zahlreiche Türen für Karin Park aufstieß, entschied sich diese, auf dem Nachfolger "Apocalype Pop" einen düsteren Entwurf moderner Popmusik zu zeichnen. Eigentlich eine nahezu logische Konsequenz innerhalb der Karriere Karin Parks, kennt man sie doch außerhalb Skandinaviens vor allem für ihren Hang zum Eurovision Song Contest.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger macht "Apocalypse Pop" zwar einen wesentlich zugänglicheren und geschliffeneren Eindruck, das bedeutet jedoch keineswegs, dass es der Platte an Experimentierfreude und Spannung fehle. Karin Park liebt die Ungezähmtheit einfach viel zu sehr, um von ihr abzulassen, und davon profitieren vor allem Stücke wie das von Industrialsounds durchzogene "Hard Liquor Man", "Walls Are Gonna Fall" oder "Shake With The Devil". Zusammen mit dem fast schon an The Asteroids Galaxy Tour erinnernden "Life Is Just A Dream" sind es genau diese Titel, die eine Brücke zwischen der akustischen Vergangenheit und Gegenwart der hochgewachsenen, dunkelhaarigen Schönheit schlagen. Gleichzeitig stehen sie in starkem Kontrast zu blumigeren Tracks wie "Stick To The Lie" oder "Human Beings", mit dem Park zum diesjährigen Eurovision Song Contest nach Wien reisen wollte. Liebe, Zerissenheit und der Kampf mit dem Schiksal - das sind die Themen, die Karin Park auf "Apocalypse Pop" bearbeitet. Mal rebellisch und fordernd ("What Have We Done"), dann wieder sanft und verträumt ("Shine") bis schließlich das finale "Hurricane", ein eindringliches Duett mit Pandora Drive, düstern zu Leuchten beginnt.



Mittwoch, 25. März 2015

Gewinnspiel: Balthazar "Thin Walls"

© by Titus Simoens
Dünne Wände sind meist eher Fluch denn Segen. Das weiß wohl ein Jeder zu bestätigen, der im Laufe seines Lebens einmal mit diesem Problem konfrontiert wurde. Sei es im eigenen Elternhaus gewesen, bei dem jedes zu laute Husten ein paar mahnende Worte von Mutter oder Vater nach sich zog, oder in der ersten WG, in der man den Bettsport mit dem Partner nahezu stumm schalten musste, um am nächsten Morgen nicht mit hochrotem Kopf die gemeinsame WG-Küche betreten zu müssen, oder gar in der komplett eigenen Wohnung, in der man allerdings nahezu jeden Streit der Nachbarn bis ins kleinste Detail nachvollziehen konnte, da nur Pappe zwischen den einzelnen Mietparteien gespannt zu sein schien. Privatsphäre beginnt oft da, wo Stein, Mörtel und Dämmschutz eine feste Einheit bilden. Das musste auch die belgische Band Balthazar feststellen, als sie in den letzten Jahren fast ununterbrochen auf Konzertreise war. Ob im Tourbus, in all den besuchten Hotels und Pensionen oder in dem eigens für die Produktion einer neuen Platte angemieteten Kloster - vor allem den beiden Köpfen und Stimmen der Band, Jinte Deprez und Maaerten Devoldere, war es nicht vergönnt, Ruhe vom jeweils anderen zu haben. Doch anstatt sich darüber zu beschweren, machten die beiden Herren aus der Not eine Tugend, und zwar in dem sie immer genau hinhörten, woran ihr Kollege gerade arbeitete. Das ersparte lange Vorstellungen und Diskussionen, kannte man ja bereits die Gedanken und auditiven Visionen des Gegenübers. 

"Thin Walls" heißt nun passenderweise auch das dritte Album von Balthazar. Deprez, Devoldere und ihre drei Kollegen schrieben und komponierten die zehn darauf befindlichen Stücke vorrangig während sie sich gemeinsam durch Europa spielten - mal als Support für die Editors und dann wieder auf ihren gut besuchten Headliner-Touren. Anstatt mit Geduld und Spucke ans Werk zu gehen, verließen sich Balthazar bei der Entwicklung ihres Drittwerks vor allem auf ihre Intuitionen - blieb für bis ins kleinste Detail durchdachte und mehrfach reflektierte Songentwürfe ja eh kaum Zeit. All die Hektik, all der Stress und auch das permanente Aufeinanderhocken hätten dem Album nun durchaus schaden können, doch ist genau Gegenteiliges zu beobachten. Von dem für das Quintett fast schon charakteristische Eröffnungsstück "Degency" über ein euphorisches "Bunker" oder ein rauchiges "I Looked For You" bis hin zum ausschweifenden Endtrack "True Love" - die Platte ist von einer sehr angenehmen Stringenz durchzogen, die an den richtigen Stellen aufzubrechen und mit interessanten Elementen zu überraschen weiß. Da ist zum Beispiel das sonnige "Wait Any Longer", das mit Sixties-Groove und einer gehörigen Portion Coolness das Gemüt erhellt, oder auch das lässige "So Easy", welches erneut Balthazars Talent für unaufgeregtes und gleichzeitig fesselndes Geschichtenerzählen unter Beweis stellt. Wie bereits auf ihrem Debüt "Applause" und dem Durchbruchserfolg "Rats" sorgt das recht gegensätzliche auditive Gespür von Deprez und Devoldere auch bei "Thin Walls" für eine ausgewogene Mischung aus Punk, Rock und einem Hauch von retroverliebeter Western- und Marschmusik.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Balthazars "Thin Walls", das uns PIAS Germany zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

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Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 29.03.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
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Viel Erfolg!

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Mittwoch, 4. März 2015

Gewinnspiel: Eivør "Bridges"

© by Heidrik A Heygum
Ethnopop, klassische Songwriterkunst, Folk, Trip-Hop, Kirchenmusik und Oper - die Sängerin Eivør Pálsdóttir offeriert innerhalb ihres Schaffens ein akustisches Spektrum, dessen Weitläufigkeit wahrhaft ihresgleichen sucht. Hinzukommt, dass die 31-Jährige es geschafft hat, ihre Heimat, die Faröer Inseln, und das daran gebundene Kulturgut in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit zu rücken, und zwar indem sie den Großteil ihrer Stücke nicht nur auf Englisch, sondern eben auch auf Färöisch veröffentlichte. Das bescherte der Tochter einer Lehrerin und eines leitenden Angestellten, neben zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen, auch eine zunehmend wachsende Hörerschaft. Obgleich sie in Deutschland noch als echter Geheimtipp gilt, sollte man sich die sehnsuchtsvollen Kompositionen der aktuell in Kopenhagen lebenden Künstlerin keinesfalls entgehen lassen. Letzten Freitag erschien mit "Bridges" ein weiterer Geniestreich aus dem Repartoire Eivørs via Tutl.

Dass sie Brücken zu errichten weiß, hat die blonde Schönheit bereits mehrfach bewiesen. Auf "Bridges" stellt sie nun allerdings erneut zur Schau, wie gut es ihr gelingt, unterschiedliche Stile und Stimmungen miteinander zu verbinden, sodass diese in ihrer Gesamtheit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die neun Stücke stützen sich vorrangig auf programmierte Drumbeats, sensible Gitarrenmelodien und markante Gesangspassagen, die mal an Kate Bush und dann wieder an Martha Wainwright oder Katie Melua erinnern. "Bridges" ist ein Album, das in dieser Form nur aus der Feder einer gereiften Songwriterin stammen kann - hat Eivør doch bereits mit 17 ihr Debüt veröffentlicht und in den darauffolgenden Jahren unerbittlich an der eigenen künstlerischen Verwirklichung und Weiterentwicklung gearbeitet. Die dadurch erlangte Erfahrenheit macht Stücke wie das melancholische "Remember Me", das verträumte "Faithful Friend" oder das dezente "Tides" zu leisen Hymnen voller Tiefe und Schönheit. Freunde außergewöhnlicher Arrangements kommen mit dieser Platte voll auf ihre Kosten und auch unsere Redaktion ist mehr als glücklich, "Bridges" entdeckt zu haben.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Eivørs "Bridges", das uns Off The Record zur Verfügung gestellt haben, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

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Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Eivør" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 08.03.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
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Viel Erfolg!

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Freitag, 27. Februar 2015

Album-Vorstellung: Sizarr "Nurture"

© by Klein & West / Four Music
Katapultartig überflogen drei Jungs aus Landau in den letzten Jahren die Hürden, an denen manch andere Nachwuchsmusiker oft scheitern. Fabian, Philipp und Marc haben als Sizarr das geschafft, wovon viele ihrer Kollegen kaum zu träumen wagen: Ihr Debütalbum "Psycho Boy Happy" fand gleichermaßen Anklang bei Publikum und Kritikerschaft, es folgten Supportshows für Acts wie die Editors, Vampire Weekend oder Woodkid und auch die eigenen Auftritte wurden zunehmend von größeren Besucherströmen frequentiert. Zudem schwappte der Erfolg des Trios auch über die Grenzen unser Bundesrepublik hinaus, sorgte für Begeisterungswellen in ganz Europa und hinterließ selbst in Übersee Eindruck. Mit ihrem internationalen Sound, einer nahezu unbändigen Energie auf ihren Konzerten und einem gewissen Lausbubencharme konnten Sizarr einen stabilen Grundstein für ihre Karriere legen, auf den sie nun mit ihrem Zweitwerk "Nurture" aufzubauen versuchen.

Es hätte keinen besseren Titel als "Nuture" für Sizarrs zweites Album geben können - bedeutet der Begriff im Englischen doch so viel wie aufziehen, fördern oder entwickeln. Nachdem das Trio noch ganz unbedarft und frei an sein Debüt herangetreten ist, sich bei dessen Entstehung viel Luft zum Atmen ließ und seine Grenzen ausgiebig erkundete, führten Plattenvertrag und der kollektive Druck von außen dazu, dass die Tracks für die neue Platte in wesentlich kürzer Zeit und auch innerhalb eines etwas abgesteckteren Rahmens entstehen mussten. Sobald sich ein gewisser Erfolg einstellt, treten zudem auch gern zahlreiche Versuchungen, meist in Form von opulenten Angeboten, auf den Plan. Sizarr entschieden sich jedoch, ihrer bisherigen Linie treuzubleiben und wenig an der eigenen Arbeitsweise und der Wahl ihrer Kooperationspartner zu ändern. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellt. Hört man die aktuelle Single "Timesick", das von den Achtzigern angehauchte "Slender Gender" oder das fast schon kreischende "Scooter Accident", lässt sich eine neue Vielschichtigkeit und Härte im Schaffen Sizarrs entdecken. Ein satter und mächtiger Sound durchzieht auch die anderen sieben Stücke auf "Nurture". Die naive Leichtigkeit, welche "Psycho Boy Happy" zu einer außergewöhnlichen Platte machte, weicht einer eleganten und pathoslastigen Massivität. Tatsächlich verstärkt sich auch der Eindruck, dass die grinsenden Abiturienten etwas gezähmt worden und zu echten Männern herangewachsen seien. Behutsam und mit dem nötigen Respekt in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen haben Sizarr ein reifes und nachdenkliches Album erschaffen, welches darüber hinaus einen nicht unwesentlichen Entwicklungsschritt der Band dokumentiert. Erstmals gibt es auf "Nurture" zudem auch ein paar deutsche Wortfetzen zu hören und Songtitel, die mit ihren Lyrics korrespondieren, anstatt vollkommen willkürlich gewählt zu sein, wie es noch bei "Psycho Boy Happy" der Fall war.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Gewinnspiel: Sea Change "Breakage"

© by Sibilla Calzolari
Mal rau, mal sanft, mal stürmisch und dann doch wieder ruhig und glatt - das Meer kann vieles sein, nur nicht beherrschbar. Die Faszination des Menschen für das kühle Nass reicht bis in dessen früheste Vergangenheit zurück und lässt sich auch in einer Zeit, die von Technologie und stetigem Fortschritt gekennzeichnet ist, kaum verleugnen. Ein Blick auf die weite See hat einfach etwas Magisches. Das musste auch Ellen A. W. Sunde feststellen, die unter dem Pseudonym Sea Change Musik macht. Bereits lange bevor ein Releasedatum für ihr Debütalbum "Breakage" gefunden war, hatte es die junge Norwegerin schon geschafft, zahlreiche Blogs, Radiosender und Magazine von sich und ihren knisternden, kühlen Synthie-Sounds zu überzeugen.

Insgesamt neun Songs versammeln sich auf "Breakage", dem Erstlingswerk von Sea Change. Auch wenn die Tracks alle demselben akustischen Farbspektrum zu entstammen scheinen, gibt es viele feine Unterschiede, die Stücke wie das von Nebel verhangene "Wooden House", das düstere "Let's Dance" oder das stechende "Knives" akzentuieren und voneinander unabhängig zu machen wissen. Die Tatsache, ein homogenes Album erschaffen zu haben, das gleichzeitig aber auch eine interessante Palette verschiedener Klangfacetten offeriert, stellt sich als die große Stärke Sea Changes heraus. Hinzukommt der markerschütternde Gesang der jungen Songwriterin, der sirenenartig den Verstand des Hörers befällt und ihm in ein süßes Delirium beschert. Jeder Drumbeat, jede Percussion und all die vielen Soundtexturen auf "Breakage" harmonisieren derweil auf geheimnisvolle Art und Weise. "Breakage" ist eine Platte, die im Gedächtnis bleibt und die sehr davon profitiert, wenn man sie aufmerksam, statt nur nebenbei, genießt.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Sea Changes "Breakage", das uns Nordic By Nature zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Sea Change" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 01.03.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

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Freitag, 6. Februar 2015

Album-Vorstellung: Father John Misty "I Love You, Honeybear"

© by Emma Tillman
Wo sind sie geblieben, die vor Theatralik nur so strotzenden, großen Hymnen? Jene, die mal schmachtend, mal stürmisch und dann doch wieder liebevoll umarmend daherkommen?
Joshua Tillman scheint ein Faible für aufgeladene Arrangements zu haben, die zwar irgendwie im Folk verankert sind, gleichzeitig aber genüsslich durch angrenzende Genres wie Rock, Indie oder gar Soul spazieren. Nachdem der in einer baptistischen Gemeinde aufgewachsene Songwriter den Gedanken Pfarrer zu werden verworfen und ihn zugunsten einer Musikerkarriere geopfert hatte, verfolgte er letztere mit einem nahezu ungebrochenen Elan. Sieben Soloalben und drei EPs als Joshua Tillman, ein Gastspiel auf dem Fleet Foxes Album "Helplessness Blues" und ein Soundtrack sind Resultat des scheinbar nicht enden wollenden kreativen Rauschs, welcher Tillman seit 2004 begleitet. Und dann war da noch die Sache mit Father John Misty. Unter diesem Alterego veröffentlichte der Amerikaner 2012 das von der Kritik hochgelobte "Fear Fun" und die EP "The Demos". Heute erscheint mit "I Love You, Honeybear" der zweite Longplayer des akustischen Predigers.

Es bedarf meist eines gewissen Abstands, um vergangene Situationen und Momente noch einmal reflektieren zu können - als Father John Misty tut Joshua Tillman dies auf "I Love You, Honeybear" in nahezu narzisstischer Art und Weise. So betrachtet der bärtige Musiker die letzten Jahre, die Beziehung zu seiner Frau Emma und die eigene Person, mit all ihren Stärken und Schwächen, durch die große lyrische Lupe. Passend dazu veröffentlichte der 33-Jährige ein kleines Manifest, das er als Höranleitung getarnt dem Booklet des Albums zur Seite stellte. Auf auditiver Ebene bietet "I Love You, Honeybear" elf Folksongs, die irgendwie dann doch wieder keine sind. Father John Misty tänzelt innerhalb dieser an den Höhen und Tiefen eines bewegten Lebens vorbei, ertränkt seinen Weltenschmerz in souligen Balladen wie "When You're Smiling" und wagt doch ebenso auch tonale Experimente wie bei dem flimmernden "True Affection". Ironie und Sarkasmus durchziehen die Platte derweil wie ein roter Faden und finden in Stücken wie dem von Publikumsgelächter begleiteten "Bored In The USA" ihre Klimax. Indes schunkelt der dem Album seinen Namen gebende Opener "I Love You, Honeybear" kraftvoll durch allerlei anstößiges und doch gleichzeitig eben recht passendes Vokabular. Großes Hörkino auf einer Platte, die nicht weniger bunt ist als ihr Cover. Freunde von Calexico, John Grant oder den besagten Fleet Foxes dürften allesamt gleich begeistert sein.



Mittwoch, 4. Februar 2015

Gewinnspiel: I'm Not A Band "Oceans"

© by Norman Gadiel
Manchen Bands darf man beim Wachsen zusehen und -hören. Als Stephan Jung vor Jahren I'm Not A Band ins Leben rief, war ihm wohl selbst noch nicht ganz klar, wohin die Reise damit eigentlich gehen würde. Angefacht von seinem unaufhaltsamen Experimentierwillen und begleitet von der Partizipation verschiedener Sängerinnen erschuf der in Berlin lebende Musiker ganz unbedarft ein mit vielen Alleinstellungsmerkmalen versehenes Violinen-Electro-Projekt, das fern von Popacts wie Lindsey Stirling oder David Garrett, jenes klassische Saiteninstrument in ein modernes Gewand zu hüllen verstand. Baute Jung dabei anfangs noch auf die vordergründige Präsenz elektronischer Beats und Sketches, vielleicht auch um Halt im aktuellen Zeitgeist zu finden, legte er diese Gewohnheit zunehmend ab und enthüllte so Stück für Stück die ungefilterte Kraft der Geige. Vorläufiger Höhepunkt ist das Album "Oceans", welches neben eines neuen akustischen Schwerpunkts auch mit ein paar personalpolitischen Änderungen aufzuwarten weiß. Erstmals in der Geschichte von I'm Not A Band gibt es mit Simon Ortmeyer (ebenfalls Frontmann bei The Perfect Pineapple) eine männliche Stimme, die den Gesangspart innerhalb des Duos übernimmt. 

Ein Sprung ins kühle Nass kann belebend sein. Wo "Bandband" noch recht zögerlich an der Klippe zum ausgedehnten Violinenexzess stand, rennt I'm Not A Bands "Oceans" jetzt mit ausgestreckten Armen an seinem Vorgänger vorbei und macht einen weiten Satz in Richtung eines bisher noch unerforschten auditiven Horizonts. Bereits das "Intro" gibt dabei der Geige genug Raum, ihre Magie vollends zu entfalten. In großen Wogen überschwemmt diese den Hörer und zieht ihn zu einem schillernden Klanggrund hinab, an dem Stücke wie "Ocean Heart", "Interlude" oder das finale "Naturae" eine neue Eleganz im Werk von I'm Not A Band beschreiben. Wer nun aber fürchtet, die Band, die laut Namen gar keine sein will, habe an Tanzbarkeit und Ausgeflipptheit verloren, dem seien beispielsweise das mit allerlei technologischem Wunderwerk und Verspieltheit aufgeladene "The Night", das clubtaugliche "Cages" oder das fauchende "Lions" empfohlen. Aber auch die aktuelle Single "Colours", seines Zeichens klares Statement gegen Rassismus, bietet genug Rhythmus, um den Körper in Aufruhr versetzen. Dieser und viele weitere Songs auf "Oceans" machen darüber hinaus deutlich, dass Simon Ortmeyer eine echte Bereicherung für I'm Not A Band darstellt. Denn ob gewollt oder nicht, mit etwas mehr Testosteron an Bord segeln I'm Not A Band zielsicher in Richtung einer vielversprechenden Zukunft. Und so bekommen die Tracks "Into Something New" und "Into Something New Pt. II" einen fast schon prophetischen Beigeschmack.



Um abschließend eins von zwei CD-Exemplaren des neuen I'm Not A Band Albums "Oceans", die uns AdP Records zur Verfügung gestellt haben, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "I'm Not A Band" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 08.02.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu I'm Not A Band und "Oceans" gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud-Account | Interview bei Kultmucke

Mittwoch, 28. Januar 2015

Gewinnspiel: All We Are "I Wear You / Honey"

© by Jon Bergman
Es ist mittlerweile zu einem recht häufig zu beobachtbaren Phänomen geworden, dass sich junge Menschen während ihrer Schul- oder Studienzeit zusammentun, um sich auf musikalischer Ebene einmal gehörig auszutoben. Zahlreiche Bands überschwemmen dann in der Folge meist die Undergroundclubs ihrer Heimat- beziehungsweise Universitätsstädte, doch schaffen es leider nur wenige, auch über die Grenzen einer kurzen Sturm- und Drangphase hinaus erfolgreich zu sein.
Der Ire Richard O'Flynn, die Norwegerin Guro Gikling und der Brasilianer Luis Santos lernen sich an der University of Liverpool kennen. Angeheizt von der fast schon greifbaren und omnipräsenten akustischen Geschichte der am Fluss Mersey gelegenen Metropole, formiert sich das Trio unter dem Namen All We Are. Diesen Freitag erscheint mit "All We Are" das selbst betitelte Debütalbum der Band via Domino Records.


Melancholisch und verträumt scheppert das Piano zu Beginn des Eröffnungsinstrumentals "Intro" und deutet an, was sich auch im weiteren Verlauf des Erstlingswerkes von All We Are bestätigen soll - nämlich dass es sich dabei um eine wundervoll stimmige Coming-Out-Of-Age-Platte handelt. Angereichert mit härteren Beats und Gitarrenriffs greift "Ebb/Flow" den sanften Schwermut des Openers auf und formt daraus einen eingängigen, modernen Popsong. Die Gesangseinlagen von Sängerin Guro und ihren beiden Kollegen harmonisieren derweil auf fast schon magische Art und Weise. Intim, verführerisch und in perfekter Balance. Songs wie "Go" oder "Something About You" gelingt es genau dadurch, sich zu gefühlvollen Balladen aufzuschwingen, während "I Wear You", "Honey" oder "Feel Safe" den Hörer unter die Discokugel schleifen, um dort eng umschlungen mit ihm zu tanzen. Und dann gibt es da noch diesen B-52's-Moment, und zwar wenn Guro innerhalb des funkigen "Keep Me Alive" zu einer energiegeladenen Bridge ansetzt, die verdeutlicht, dass die hübsche Blondine wesentlich mehr Rock und Rotzigkeit in ihrer Stimme hat, als man ihr vielleicht anfangs zugetraut hätte. "All We Are" vereint in bester Manier Dream Pop à la Beach House mit griffigen Alternative-Klängen und spannenden Folk-Sketches. 


   
Um abschließend ein 7"-Vinyl von All We Ares Split-Single "I Wear You / Honey" zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "All We Are" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 01.02.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu All We Are und ihrem Debütalbum gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account

Mittwoch, 21. Januar 2015

Happy Birthday - Klappe die Dritte

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Unglaublich, wie die Zeit zu fliegen beginnt, wenn man sie mit Musik füllt - und genau das haben auch wir in den letzten 12 Monaten wieder exzessiv getan. Zahlreiche Songs und Alben sind in diesem Zuge durch unsere Hände geglitten, landeten in CD-Playern, auf Plattenspielern oder dudelten aus den Lautsprechern unserer Laptops. Wie immer versuchten wir, jene Tonträger mit kritischem Ohr zu sichten und zu bewerten, um schließlich diejenigen herauszupicken, die man keinesfalls verpassen sollte. Dabei war es schön zu sehen, wie ihr, liebe Leser, auf unsere Beiträge reagiert habt - ob bei Facebook, hier auf der Website oder via Mail. Am Ende lebt ein Blog oder Online-Magazin, wie es auch "E1NEN HAB ICH NOCH..." ist, nämlich von der Kommunikation und Interaktion mit weiteren Menschen hinter ihren Bildschirmen. Dafür möchten wir uns bedanken. Genauso wie bei unseren Promo- und Labelpartnern, die uns immer wieder mit interessanten akustischen Neuheiten versorgen, den Musikern, die für diesen verantwortlich sind, unserem Kooperationspartner Kultmucke, mit dem wir im Dezember erneut einen wunderbaren Sampler namens "Kultverdächtig II" realisert haben, und allen Personen, die an unsere Vision geglaubt haben.
Für das kommende Jahr planen wir ein paar größere Veränderungen. Ihr dürft also gespannt sein. Bis dahin genießt unser neues Design und unsere Artikel, die in den nächsten Tagen in gewohntem Rhythmus zurückkehren werden.
Und nun feiern wir! Zum einen, indem wir euch Reba Haskos "Happy Birthday", welches sie 2014 exklusiv für unseren zweiten Geburtstag aufnahm, 14 Tage lang zum Gratis-Download anbieten.



Doch damit nicht genug! Auch zu unserem dritten Ehrentag konnten wir eine großartige Künstlerin für uns gewinnen. Die charmante Französin Elise Mélinand beschert uns mit ihrem "Happy Birthday" einen verträumten und unglaublich feingliedrigen Ohrenschmaus, an dem ihr euch fortan auf unserem Soundprofil erfreuen könnt.



Dienstag, 30. Dezember 2014

Hitlist 2014 (+ Gewinnspiel)

Das Beste kommt zum Schluss. Während seit Anfang November vielerorts musikalische Jahresendlisten aus dem Boden sprießen wie Unkraut in einem verwucherten Garten, haben wir uns ganz bewusst dazu entschieden, dem Namen eben dieser Listen gerecht zu werden und mit unserer Hitlist bis kurz vor knapp zu warten. 2014 hat derart viele auditive Höhepunkte zu verzeichnen, dass uns die Erstellung der unten anhängenden Auswahl tatsächlich ein wenig Kopfschmerzen bereitete - doch wir haben sie gefunden, unsere ganz persönlichen Lieblinge.


Song des Jahres: Sylvan Esso - Coffee

© by City Slang
Es ist die Mischung aus sanfter Songwriterkunst und einem treibenden Beat, die "Coffee" zu unserem Song des Jahres macht. Jedes Mal, wenn der von Sylvan Esso auf ihrem gleichnamigen Debütalbum erschienene Track erklingt, scheint die Welt für ein paar Sekunden stillzustehen. „Der Beat entstand irgendwann in einem kalten, dunklen Keller. Amelia war an dem Tag ein echter Miesepeter.“, verriet das Duo in einem Interview mit Kultmucke. Doch hört man "Coffee" seinen Geburtsort oder die schlechte Stimmung der Dame, die seine Lyrics singt, keinesfalls mehr an. Im Gegenteil. Das Stück trägt eine geheimnisvolle Wärme in sich. Amelia Meath und Nick Sanborn ist es gelungen, ihre akustischen Präferenzen auf charmante Weise miteinander kollidieren zu lassen. Machte Meath vor allem durch ihr Wirken innerhalb des Folktrios Mountain Man von sich reden, huldigte Sanborn einer wesentlich elektronischeren Klangästhetik, und zwar unter dem Pseudonym Made of Oak. "Coffee" profitiert sowohl von dem Einen als auch dem Anderen.




Album des Jahres: Hundreds - Aftermath


© by Konrad Schmidt
Im März dieses Jahres veröffentlichten die Geschwister Eva und Philipp Milner alias Hundreds ihr zweites Album. "Aftermath" ist eine dieser Platten, deren Nachhall bis in die Unenendlichkeit vorzudringen scheint. Mal mystisch, mal epochal und dann wieder reduziert und greifbar hält "Aftermath" ein breit gefächertes Angebot an Stimmungen und Gefühlen bereit. Während Songs wie "Ten Headed Beast", "Foam Born" oder "Stones" durch nahezu plätschernde Klaviermelodien begeistern, trumpfen "Beehive", das titelgebende "Aftermath" oder "Our Past" mit energischen Trommelpassagen und elektrifizierten Rhythmen auf. Pink-Pong konnte den beiden Musikliebhabern einige Geschichten und Gedanken hinter ihrem Zweitwerk entlocken und trug diese in einem sehr ausführlichen Interview zusammen. Darin erklären die Milners auch, dass "Aftermath" eine goldene Platte sei - und dem können wir nur zustimmen. Selten hat ein Album derart gestrahlt, wie es "Aftermath" tut. Und auch, wenn es vielleicht nicht die erfolgreichste LP 2014 war, dann doch definitiv eine der hörenswertesten.




Band des Jahres: Wild Beasts

© by Klaus Thymann
Wenn es eine Band versteht, sich durch zahlreiche Alleinstellungsmerkmale von ihren Kollegen abzugrenzen, dann ist es wohl die britische Kapelle Wild Beasts. Die vier aus Kendal stammenden Herren wirken zwar auf den ersten Blick wie die charmanten Jungs von neben an, was auch Kultmucke bei einem Gespräch mit Tom Flemming und Ben Little im Rahmen des Electronic Beats Festivals in Leipzig feststellen durfte, doch sobald das Quartett zu seinen Instrumenten und Mikrofonen greift, entfesselt sich eine nahezu unbändige Gewalt. Ob live auf der Bühne oder wie zuletzt auf ihrem Album "Present Tense"- die Wild Beasts beherrschen das Spiel mit Licht und Schatten, Strenge und Sanftmut, nahezu perfekt. So lässt es sich mit "Mecca" hervorragend in die tiefste Sehnsucht stürzen, wohingegen "Wanderlust" Herzschlag und Puls antreibt. Seit ihrem Debüt "Limbo, Pantho" (2008) überraschten die Wild Beasts immer wieder durch interessante Wendungen innerhalb ihres Schaffens. 2014 haben sie sich zu einer der extravagantesten Bands des Independentbereichs gemausert. Das verdient Respekt und eine Auszeichnung.




Solokünstler(in) des Jahres: Agnes Obel

© by PIAS
Wieder einmal hat sie es geschafft. Als Untergrundkämpferin für ausgefallene Kompositionen konnte die in Berlin ansässige Songwriterin Agnes Obel auch 2014 eine nicht geringe Hörerschaft von ihren Qualitäten überzeugen. Nachdem die Veröffentlichung ihres Zweitwerks "Aventine" bereits 2013 den Ruf Obels als eine der talentiertesten Gegenwartsmusikerinnen erneut zu untermauern wusste, erschien vor wenigen Monaten mit der Deluxe Edition dieses Albums ein weiterer Geniestreich aus der Feder der gebürtigen Dänin. Doch damit nicht genug. Passend zur Veröffentlichung der Platte entschied sich Agnes Obel, im Spätherbst eine kleine Konzertreise anzutreten. Ihr Auftritt im Berliner Admiralspalast avancierte dabei zu einem audiovisuellen Erlebnis der besonderen Art. Vor einer schillernden Wand thronend präsentierte Obel Songs wie das dahingleitende "Dorian" oder "Fuel to Fire", indes die Menschen im Publikum sich kaum zu bewegen, geschweige denn zu atmen, trauten. Diese Eleganz, diese Begabung möchten wir mit dem Titel "Solokünstlerin des Jahres" ehren.




Geheimtipp des Jahres: Phoria

© by Christine Burkart
Wie macht man 2014 als Newcomer noch auf sich aufmerksam? Wenn man sich das Quintett Phoria aus Brighton anschaut und -hört, scheint allem voran eine exzentrische Soundvision den Schlüssel zum Erfolg darzustellen. Insgesamt drei EPs haben Seryn Burden, Tim Douglas, Jeb Hardwick, Trewin Howard und Ed Sanderson bisher veröffentlicht - und mit jeder lässt sich die Entwicklung Phorias von einer klassischen Band hin zu einem imposanten Electronica-Ensemble ein Stück besser nachzeichnen. Während die Präsenz akustischer Instrumente im Schaffen Phorias zunehmend in den Hintergrund rückte, erhielten im selben Moment weitschweifende Synthietexturen Einzug in Songs wie "Emanate", "Undone" oder "Atomic". All die genannten Titel sind auf der EP "Display" zu finden, die seit Juli auch in Deutschland über das Label Humming Records vertrieben wird und die uns zu der Entscheidung brachte, Phoria zu unserem Geheimtipp 2014 zu erklären.





Gewinnspiel

Zu unserer Hitlist halten wir auch in diesem Jahr ein prall gefülltes Paket bereit, das aus folgenden Dingen besteht:
- Sylvan Essos "Sylvan Esso" (CD)
- Hundreds "Aftermath" (CD)
- Gratisdownload der Hundreds-EP "Under The Icicles"
- Wild Beasts "Present Tense" (CD) in der Special Edition 
- Postkartenset zu Wild Beasts "Present Tense"
- Vinyl-Single "The Devil's Crayon" von den Wild Beasts
- Agnes Obels "Aventine" (CD) in der Deluxe Edition
- Beutel von Agnes Obel
- Phorias EP "Display"(Vinyl) 
- zahlreiche Aufkleber

Wir danken in diesem Zusammenhang City Slang, Sinnbus, Domino Deutschland, PIAS Germany und Humming Records für die Bereitstellung der Preise.
 
Um eine Chance auf unser Hitlist-Paket zu haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Hitlist 2014" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist Freitag, der 09.01.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!