Der Band, die an der Seite eines Soloartists steht, ihn bei Studioaufnahmen unterstützt und während dessen Liveshows begleitet, wird meist eher wenig Aufmerksamkeit zugemessen. Dan Mangan hatte diese Tatsache satt. Zu wichtig waren ihm seine Jungs Kenton Loewen, Gordon Grdina, John Walsh, JP Carter, Jesse Zubot und Tyson Naylor innerhalb des eigenen Schaffensprozesses geworden, als dass man ihr Wirken mit einer kurzen Benennung auf der letzten Seite des Albumbooklets abtun dürfe. Und so entschied sich der Kanadier, diesen sechs Herren ein Monument zu setzen und sie in den eigenen Künstlernamen zu integrieren - ganz, wie man es aus den Anfängen des Rock'n'Rolls noch kennt, als das Musikerdasein einen hohen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft genießen durfte. Der Schriftzug Dan Mangan + Blacksmith ziert in der Folge das dritte Album des bärtigen Songwriters. Doch offeriert "Club Meds" noch weitaus mehr Revoluzzergeist, als mit dieser sehr offensichtlichen Neuerung bereits angedeutet wird. Mangan und sein Gefolge brechen innerhalb der 11 neuen Songs komplett mit dem, was den zweifachen Juno-Award-Gewinner groß gemacht hat. Mutig.
Es waren sanfte Hymnen, sogenannte Sing-alongs, mit denen Dan Mangan ein immer größer werdendes Publikum für sich begeistern konnte. Seine Alben "Postcards & Daydreams", "Nice, Nice, Very Nice" und "Oh Fortune" zementierten derweil den Ruf Mangans als sympathischer Hitlieferant. Doch wie lange sollte das in dieser Art weitergehen? Irgendwann möchten die Hörer eine Weiterentwicklung vernehmen, wollen überrascht, ja, vielleicht sogar verstört werden. Mit "Club Meds" entfachen Dan Mangan + Blacksmith nun das nötige akustische Buschfeuer, nach dessen Umherwüten neue auditive Keimlinge auf fruchtbarem Klangboden gedeihen können. Es ist ein fiebriger Rundumschlag, der mit dem Opener "Offred" beginnt und in dem lange nachhallenden "New Skies" endet. Genährt von Postrockelementen, schweren Noisesträngen und einer rauen Kratzbürstigkeit züngeln Stücke wie das kreischende "Mouthpiece", das von Industrialmomenten durchsetzte "Kitsch" und das auf einem fiktiven Wort basierende "Forgetery" umher - stets fordernd und nie oberflächlich. Nur bedeutet das gleichsam nicht, dass "Club Meds" unzugänglich wäre. Man muss nur bereit sein, durch einen düsteren Schleier steigen und sich darüber hinaus auch einer verheißungsvollen Ungewissheit stellen zu wollen. Schon befällt das titelgebende "Club Meds" den Verstand und auch Stücke wie "Pretty Good Joke", "Vessel" oder "War Spoils" lassen sich kaum noch abschütteln. Dan Mangan + Blacksmith haben ein kantiges Werk erschaffen, das man in dem Moment zu lieben beginnt, in dem man seine Erwartungen über Bord geschmissen hat.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Dan Mangan + Blacksmiths "Club Meds", das uns City Slang zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern,
könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto.
Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder
Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die
entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem
Betreff "Dan Mangan + Blacksmith" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr
auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 27.04.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Dan Mangan + Blacksmith gibt es hier:
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"E1NEN HAB ICH NOCH..." ist ein virtuelles Sammelsurium für Musik. Der gleichnamige Blog bündelt und filtert Neuigkeiten aus den unendlichen Weiten der verschiedensten Genres. Dabei gilt stets die Devise: Den Song oder diese Platte sollte man noch gehört haben!
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Mittwoch, 22. April 2015
Freitag, 10. April 2015
Album-Vorstellung: Calexico "Edge Of The Sun"
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| © by Ingo Pertramer |
Mexiko City diente Calexico als Ausgangspunkt für „Edge Of
The Sun“. Die bunten Farben, das sonnige Klima, der allgegenwärtige Hauch von
Kunst und Geschichte sind in Stücken wie „Cumbia de Donde“, „Beneath The City
Of Dreams“ oder dem Instrumentaltrack „Coyoacan“ genauso zu spüren, wie der
Sinn der Zentralamerikaner für Tradition und Lebensfreude. Wieder einmal gelingt
es Calexico all jene Facetten einzufangen, sie zu filtrieren und mithilfe von
Rhythmen und Melodien für den Hörer erlebbar zu machen. Doch pilgert die Band
auch unbeirrt in andere tonale Richtungen, fernab der trockenen, hitzigen Wüste.
Mit Stücken wie „Falling From The Sky“, dem Ben Bridwell (Band Of Horses) seine Stimme leiht, offerieren Calexico beispielsweise einen recht poppigen
Entwurf ihres markanten Mischmasch-Stils, wohingegen „World Undone“ oder das
von Sam Beam
(Iron & Wine) eingesungene „Bullets & Rocks“ einen wesentlich
düstereren Pfad beschreiten. „Tapping On The Line“ wandert derweil mit Neko Case gen Alternative und das Finalstück „Follow The River” erinnert
fast schon ein wenig an Titel wie die des Franzosen Yann Tiersen,
dessen leichtfüßige Attitüde hier allerdings mit einer schweren
Country-Melancholie konfrontiert wird. Als einer der vielen Höhepunkte auf
„Edge Of The Sun“ darf jedoch auch das mit einem Auftritt von Carla Morrison veredelte „Moon Never Rises“ keineswegs unerwähnt bleiben.
Südseefeeling trifft auf eingängige Melodien und einen Funken Verträumtheit.
Die Mischung macht es eben – wie auch diese neue Platte von Calexico beweist.
Freitag, 3. April 2015
Album-Vorstellung: Sufjan Stevens "Carrie & Lowell"
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| © by Emmanuel Afolabi |
Leise, unaufgeregt und authentisch führt "Carrie & Lowell" durch die Vergangenheit Sufjan Stevens, innerhalb derer seine Mutter immer wieder wie eine strahlende Lichtfigur an entscheidenden Weggabelungen zu warten schien. Auch, wenn sie nicht alles richtig gemacht hat, spricht doch eine tiefe Liebe und Anerkennung aus den Worten ihres Sohnes. Songs wie das erhellende "Should Have Known Better", "All Of Me Wants All Of You", das titelgebende "Carrie & Lowell" oder "Eugene" zeichnen auf rührende Art und Weise jene alltäglichen Situationen nach, die in ähnlicher Form sicher auch der eine oder andere Hörer erlebt hat, und knüpfen daran eine seichte Melancholie. Gefühle des Glücks vereinen sich mit einer dumpfen Traurigkeit, während "Forth Of July", "Blue Bucket Of Gold" oder "Drawn To The Blood" zu beinahe übersinnlichen Hymnen heranwachsen. Mit wenigen, aber den richtigen, Mitteln - allem voran seinen sensiblen Harmoniegesängen - beschwört Sufjan Stevens einen transzendenten Zustand herauf. Plötzlich hat man den Eindruck, Jen- und Diesseits würden sich für einen flüchtigen Augenblick verbinden und einen letzten Tanz mit den geliebten Verstorbenen zulassen - im Takt all der zarten Folksongs, die sich auf "Carrie & Lowell" befinden. Als eins seiner stärksten Alben wird diese Platte in den bereits gut gefüllten Backkatalog Sufjan Stevens eingehen und sich zu Meisterwerken wie "Seven Swans" gesellen.
Mittwoch, 4. März 2015
Gewinnspiel: Eivør "Bridges"
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| © by Heidrik A Heygum |
Dass sie Brücken zu errichten weiß, hat die blonde Schönheit bereits mehrfach bewiesen. Auf "Bridges" stellt sie nun allerdings erneut zur Schau, wie gut es ihr gelingt, unterschiedliche Stile und Stimmungen miteinander zu verbinden, sodass diese in ihrer Gesamtheit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die neun Stücke stützen sich vorrangig auf programmierte Drumbeats, sensible Gitarrenmelodien und markante Gesangspassagen, die mal an Kate Bush und dann wieder an Martha Wainwright oder Katie Melua erinnern. "Bridges" ist ein Album, das in dieser Form nur aus der Feder einer gereiften Songwriterin stammen kann - hat Eivør doch bereits mit 17 ihr Debüt veröffentlicht und in den darauffolgenden Jahren unerbittlich an der eigenen künstlerischen Verwirklichung und Weiterentwicklung gearbeitet. Die dadurch erlangte Erfahrenheit macht Stücke wie das melancholische "Remember Me", das verträumte "Faithful Friend" oder das dezente "Tides" zu leisen Hymnen voller Tiefe und Schönheit. Freunde außergewöhnlicher Arrangements kommen mit dieser Platte voll auf ihre Kosten und auch unsere Redaktion ist mehr als glücklich, "Bridges" entdeckt zu haben.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Eivørs "Bridges", das uns Off The Record zur Verfügung gestellt haben, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Eivør" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 08.03.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Eivør und "Bridges" gibt es hier:
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Mittwoch, 18. Februar 2015
Gewinnspiel: Champs "Vamala"
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| © by Josh Shiner |
Der seit Wochen nicht mehr aus der Radiolandschaft wegzudenkende Track "Desire" eröffnet "Vamala" und besticht durch eine leichtfüßige Melancholie, die man sonst nur von Bands wie Hot Chip kennt. Nicht zuletzt aufgrund des androgynen Falsettgesangs passen Champs generell recht gut in das Klischee maskuliner britischer Exportschlager, das von Acts wie alt-J oder den Glass Animals kreiert wurde. Was Champs jedoch von ihren Kollegen unterscheidet, ist der Wille, ihr akustisches Spektrum nicht nur in Gegenwart und Zukunft, sondern auch ganz bewusst in der Vergangenheit, wurzeln zu lassen. Da reihen sich dann plötzlich Lagerfeuersongs namens "Forever Upstanding At The Door" oder ""Send Me Down", das ein Backvocal-Gastspiel der wundervollen Karin Park enthält, an modernere Soundexperimente wie "3000 Miles" oder das synthielastige "Down (Alone On The Avenue)". Textlich wandert "Vamala" derweil von Herzschmerzgefühlen und der Fragilität zwischenmenschlicher Beziehungen bis hin zur Liebe für die vor der Südküste Englands gelegene Isle Of Wight, der Heimat der Champions-Brüder ("Blood", "The Balfron Tower"). Als eins der ungewöhnlichsten Songwriter-Alben seit Langem wird "Vamala" zu einer Art Missing Link zwischen der rauen Ehrlichkeit eines Bob Dylan und der sanften Eleganz von Beach House.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Champs "Vamala", das uns PIAS Germany zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Champs" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 22.02.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Champs und "Vamala" gibt es hier:
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Freitag, 13. Februar 2015
Album-Vorstellung + Gewinnspiel: Carnival Youth "No Clouds Allowed"
| © by Karklina |
Zuallererst gilt es, die Gardienen zur Seite zu schieben, das Fenster weit aufzumachen und frische Luft und Licht ins Zimmer zu lassen, denn das sind die Grundlagen, die Carnival Youths Debüt "No Clods Allowed" braucht, um wirken zu können. Des Weiteren hilft es, den Volume-Regler der Anlage bis zum Anschlag nach rechts zu drehen. "Never Have Enough" schreit das Eröffnungsstück der Platte und genau das denkt man sich auch nach den ersten paar Takten dieses vergnüglichen Openers. Was ist das nur für ein unglaublich verheißungsvolles Gefühl, das sich im Magen breitmacht, während innerhalb des Songs folkige Strukturen von rockigeren Elementen angespitzt und zu neuen Höhen geführt werden? Ob im Folgenden das verspielte "Octopus", das mit scheppernden Klavierarrangements und an die Cold War Kids erinnernde "Moonboy" oder das mit Trommelrhythmen und Mundharmonikapassagen aufgeladene "Tree by Tree" - "No Clouds Allowed" zelebriert eine liebevolle Freiheit und bricht mit vielen Konventionen, denen sich Newcomeracts sonst gerne einmal fügen. Carnival Youth sind die Produktion ihrer ersten LP langsam angegangen, haben sich selbst von etlichen Zwängen und Ideologien losgesagt und sind stattdessen bedingungslos ihrem Instinkt gefolgt. Das lässt "No Clouds Allowed" nicht nur unheimlich reif daherkommen, sondern macht Stücke wie "Brown Eyes And All The Rest" oder "Words Like Birds" zu echten Hits.
Um abschließend ein CD-Exemplar von Carnival Youths "No Clouds Allowed", das uns Popup Records zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Carnival Youth" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Dienstag, der 17.02.2015.
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Freitag, 6. Februar 2015
Album-Vorstellung: Father John Misty "I Love You, Honeybear"
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| © by Emma Tillman |
Joshua Tillman scheint ein Faible für aufgeladene Arrangements zu haben, die zwar irgendwie im Folk verankert sind, gleichzeitig aber genüsslich durch angrenzende Genres wie Rock, Indie oder gar Soul spazieren. Nachdem der in einer baptistischen Gemeinde aufgewachsene Songwriter den Gedanken Pfarrer zu werden verworfen und ihn zugunsten einer Musikerkarriere geopfert hatte, verfolgte er letztere mit einem nahezu ungebrochenen Elan. Sieben Soloalben und drei EPs als Joshua Tillman, ein Gastspiel auf dem Fleet Foxes Album "Helplessness Blues" und ein Soundtrack sind Resultat des scheinbar nicht enden wollenden kreativen Rauschs, welcher Tillman seit 2004 begleitet. Und dann war da noch die Sache mit Father John Misty. Unter diesem Alterego veröffentlichte der Amerikaner 2012 das von der Kritik hochgelobte "Fear Fun" und die EP "The Demos". Heute erscheint mit "I Love You, Honeybear" der zweite Longplayer des akustischen Predigers.
Es bedarf meist eines gewissen Abstands, um vergangene Situationen und Momente noch einmal reflektieren zu können - als Father John Misty tut Joshua Tillman dies auf "I Love You, Honeybear" in nahezu narzisstischer Art und Weise. So betrachtet der bärtige Musiker die letzten Jahre, die Beziehung zu seiner Frau Emma und die eigene Person, mit all ihren Stärken und Schwächen, durch die große lyrische Lupe. Passend dazu veröffentlichte der 33-Jährige ein kleines Manifest, das er als Höranleitung getarnt dem Booklet des Albums zur Seite stellte. Auf auditiver Ebene bietet "I Love You, Honeybear" elf Folksongs, die irgendwie dann doch wieder keine sind. Father John Misty tänzelt innerhalb dieser an den Höhen und Tiefen eines bewegten Lebens vorbei, ertränkt seinen Weltenschmerz in souligen Balladen wie "When You're Smiling" und wagt doch ebenso auch tonale Experimente wie bei dem flimmernden "True Affection". Ironie und Sarkasmus durchziehen die Platte derweil wie ein roter Faden und finden in Stücken wie dem von Publikumsgelächter begleiteten "Bored In The USA" ihre Klimax. Indes schunkelt der dem Album seinen Namen gebende Opener "I Love You, Honeybear" kraftvoll durch allerlei anstößiges und doch gleichzeitig eben recht passendes Vokabular. Großes Hörkino auf einer Platte, die nicht weniger bunt ist als ihr Cover. Freunde von Calexico, John Grant oder den besagten Fleet Foxes dürften allesamt gleich begeistert sein.
Mittwoch, 5. November 2014
Gewinnspiel: 2x2 Tickets für Astral Swans in Berlin
Matthew Swann scheint eine ganz klare Vorstellung davon zu haben, wie sein Projekt Astral Swans zu klingen hat - nämlich weder totproduziert, noch kantenlos. Dass seine Songs allesamt jener Maxime wie ein Schwarm von Zugvögeln folgen, veranschaulicht das im Frühjahr 2015 erscheinende Debütalbum des Kanadiers, welches den Titel "All My Favourite Singers Are Willie Nelson" tragen wird. Als ersten Vorgeschmack auf das mit 12 Titeln bestückte Werk veröffentlichte Astral Swans in diesem Jahr bereits die EP "You Carry A Sickness / Park Street". Auf dieser finden sich die beiden gleichnamigen Tracks "You Carry A Sickness" und "Park Street". Während ersterer durch raue Gitarrenriffs, schallernde Claps und eine psychedelische Verspieltheit überzeugt, kommt sein Nachfolger wesentlich gesetzter und massiver daher.
Am 18.11. 2014 wird Astral Swans im Berliner Antje Öklesund eine Kostprobe seines Lo-Fi-Folkgemischs präsentieren. "Einen hab ich noch..." verlost in diesem Zuge 2x2 Gästelistenplätze für das Konzert. Um eine Chance auf eben diese zu haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 02.11.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Am 18.11. 2014 wird Astral Swans im Berliner Antje Öklesund eine Kostprobe seines Lo-Fi-Folkgemischs präsentieren. "Einen hab ich noch..." verlost in diesem Zuge 2x2 Gästelistenplätze für das Konzert. Um eine Chance auf eben diese zu haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 02.11.2014.
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Freitag, 31. Oktober 2014
Album-Vorstellung: "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell"
Seit 1989 unterstützt die US-amerikanische Red Hot Organization den Kampf gegen HIV und AIDS auf eine recht unkonventionelle Art und Weise. Mit der Veröffentlichung exklusiver Compilations und daran gebundene Medienaktivitäten sowie Spendenzahlungen konnte die von John Carlin und Leigh Blake ins Leben gerufene Non-Profit-Organisation bereits über 10 Millionen Dollar für Projekte bereitstellen, die sich der Aufklärung und dem Umgang mit der gefährlichen Infektionskrankheit verschrieben haben.
Nachdem sich im Jahre 2009 auch zahlreiche Musiker aus dem Independentbereich mit ihren Beiträgen für den famosen Sampler "Dark Was The Night" engagierten (darunter zum Beispiel Arcade Fire, Cat Power, Feist, Grizzly Bear, The New Pornographers, Blonde Redhead), ist es nun erneut Zeit für einen akustischen Ruck, der wach rütteln soll. Für das neuste Projekt "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" konnte Red Hot, neben bereits zuvor für sie aktiven Künstlern wie José Gonzales oder Sufjan Stevens, über 20 Acts gewinnen. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" widmet sich thematisch dem an AIDS verstorbenen Multitalent Arthur Russell, der in den 70ern und 80ern die New Yorker Discoszene durch seinen avantgardistischen Stil bereicherte.
Es ist etwas sehr Intimes, sich der Arbeit eines Kollegen anzunehmen - vor allem, wenn dies posthum geschieht. Das mussten auch diejenigen feststellen, die sich für "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" den Kompositionen Arthur Russells widmeten. Als Resultat jener Auseinandersetzung finden sich nun auf der gleichnamigen Compilation 26 Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und genau darin liegt die Faszination der Platte. Ganz beiläufig wird durch die Auswahl der partizipierenden Künstler auch die Diversität in Russells Schaffen abgebildet. Fließend inszeniert José Gonzales da zum Beispiel "This Is How We Walk On The Moon", während Robyn mit "Tell You (Today)" eine beatlastige Nummer aufs Paket legt, Sufjan Stevens bei "A Little Lost" erneut die Weitläufigkeit seiner Arbeiten zur Schau stellt oder Cults das wunderbare "Being It" in einen mystischen Schleier hüllen. Zurückgenommener und akustischer warten hingegen Beiträge von Alexis Taylor, Richard Reed Parry oder Glen Hansard auf. Um wiederum einen Eindruck davon zu erhalten, welche Energie Russell in den Clubs der Discoära begegnet sein muss, eignen sich Hot Chips "Go Bang", Blood Oranges "Is It All Over My Face & The Tower Of Meaning" oder "That's Us/Wild Combination" von den Scissor Sisters ganz hervorragend. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" ist eine phänomenale Kollektion an Songs, die man sich auf jeden Fall in ihrer Gänze zuführen sollte. Flimmernd, rauschend und sensibel wird auf der Compilation einem Ausnahmetalent gehuldigt, das leider viel zu früh den Folgen einer immer noch unterschätzten Krankheit erlegen ist.
Nachdem sich im Jahre 2009 auch zahlreiche Musiker aus dem Independentbereich mit ihren Beiträgen für den famosen Sampler "Dark Was The Night" engagierten (darunter zum Beispiel Arcade Fire, Cat Power, Feist, Grizzly Bear, The New Pornographers, Blonde Redhead), ist es nun erneut Zeit für einen akustischen Ruck, der wach rütteln soll. Für das neuste Projekt "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" konnte Red Hot, neben bereits zuvor für sie aktiven Künstlern wie José Gonzales oder Sufjan Stevens, über 20 Acts gewinnen. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" widmet sich thematisch dem an AIDS verstorbenen Multitalent Arthur Russell, der in den 70ern und 80ern die New Yorker Discoszene durch seinen avantgardistischen Stil bereicherte.Es ist etwas sehr Intimes, sich der Arbeit eines Kollegen anzunehmen - vor allem, wenn dies posthum geschieht. Das mussten auch diejenigen feststellen, die sich für "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" den Kompositionen Arthur Russells widmeten. Als Resultat jener Auseinandersetzung finden sich nun auf der gleichnamigen Compilation 26 Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und genau darin liegt die Faszination der Platte. Ganz beiläufig wird durch die Auswahl der partizipierenden Künstler auch die Diversität in Russells Schaffen abgebildet. Fließend inszeniert José Gonzales da zum Beispiel "This Is How We Walk On The Moon", während Robyn mit "Tell You (Today)" eine beatlastige Nummer aufs Paket legt, Sufjan Stevens bei "A Little Lost" erneut die Weitläufigkeit seiner Arbeiten zur Schau stellt oder Cults das wunderbare "Being It" in einen mystischen Schleier hüllen. Zurückgenommener und akustischer warten hingegen Beiträge von Alexis Taylor, Richard Reed Parry oder Glen Hansard auf. Um wiederum einen Eindruck davon zu erhalten, welche Energie Russell in den Clubs der Discoära begegnet sein muss, eignen sich Hot Chips "Go Bang", Blood Oranges "Is It All Over My Face & The Tower Of Meaning" oder "That's Us/Wild Combination" von den Scissor Sisters ganz hervorragend. "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell" ist eine phänomenale Kollektion an Songs, die man sich auf jeden Fall in ihrer Gänze zuführen sollte. Flimmernd, rauschend und sensibel wird auf der Compilation einem Ausnahmetalent gehuldigt, das leider viel zu früh den Folgen einer immer noch unterschätzten Krankheit erlegen ist.
Labels:
Alexis Taylor,
Alternative,
Compilation,
Cults,
Disco,
Electronica,
Folk,
Glen Hansard,
Ho,
Indie,
Jose Gonzales,
Red Hot Organization,
Review,
Richard Ree Parry,
Robyn,
Singer Songwriter,
Sufjan Stevens
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Gewinnspiel: Alex Highton "Nobody Knows Anything"
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| © by Frank Van Delft |
Um eins von zwei handsignierten CD-Exemplaren der Platte zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
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Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Alex Highton" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 27.10.2014. Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Alex Highton und "Nobody Knows Anything" gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud-Account
Freitag, 10. Oktober 2014
Album-Vorstellung: Alex Highton "Nobody Knows Anything"
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| © by Frank Van Delft |
"Generell denken Leute oft, man kann nicht gut sein, wenn man es in einem gewissen Alter noch nicht an einen bestimmten Punkt geschafft hat. Nur verlief das bei mir eben anders. In meinen Zwanzigern war ich nicht in der Lage, Songs zu schreiben. Mit Anfang dreißig bekam ich dann Kinder, was wiederum nicht zu dem verrückten Alltag eines Musikers gepasst hätte. Immerhin musst du auch dafür sorgen, dass jeden Tag Essen auf den Tisch kommt. Also fing ich erst spät mit allem an. Ich hoffe nur, dass die Tatsache, dass ich jetzt 39 bin, niemanden daran hindern wird, in meine Musik zu investieren."
Diese Sorge darf man Alex Highton wohl getrost nehmen. Nachdem "Woodditton Wives Club" noch als feinfühlige Hommage an das Landleben fungierte, die auf liebevoll inszenierten Gitarrenarrangements gründete, überzeugt der Nachfolger "Nobody Knows Anything" durch ein wesentlich breiteres akustisches Spektrum. "You Don't Own This Life", der Opener auf "Nobody Knows Anything", schafft es beispielsweise, an die Ästhetik älterer Tracks des Songwriters anzuknüpfen und doch gleichzeitig auch in neue auditive Richtungen zu deuten. Und genau diese lassen sich dann bei "It Falls Together", einem sehr munteren und zuversichtlichen Stück, oder dem elektrifizierten "Panic" finden. Während des Schreibens und Komponierens seiner neuen Platte scheint Alex Highton alle Ängste abgelegt zu haben, sich tonal einmal richtig auszutoben. Vielfältig, gereift und sehr auf den Punkt klingen in der Folge die 13 Tracks auf "Nobody Knows Anything". Ob das herrliche Duett "Kills", "Sunlight Burns Your Skin", das hier und da ein wenig an Sufjan Stevens erinnert, das verschmitzte "Fear" oder das von Tragik umspielte "Somebody Must Know Anything" - Alex Highton stürzt sich wagemutig in ausladende Kompositionen und zeigt, dass er diese auch zu beherrschen weiß. Erfährt man dann abschließend die Fulminanz des titelgebenden "Nobody Knows Anything" stellt sich maximal noch die Frage danach, ob ein 18-Jähriger das denn auch hinbekommen hätte.
Mittwoch, 17. September 2014
Gewinnspiel: The New Spring "Late Bloomer" (+ "The New Spring" + "Secret Armor")
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| © by Tore Hallas |
Eine Blume, die in dem Moment erblüht, in dem ein Großteil ihrer Artgenossen bereits verwelkt ist, hat oft einen ganz besonderen Reiz. Zum einen, weil sie genau dann mit der Entfaltung ihres Blütenkleides zu überraschen vermag, wo schon keiner mehr damit gerechnet hatte, und zum anderen, weil sie damit den Kreislauf des Lebens, inmitten der Vergänglichkeit, markiert. Es gibt eben keine Verfallsdaten für Glück oder Schönheit. Im übertragenen Sinne trifft man auch unter uns Menschen auf diejenigen, die erst dann zu strahlen beginnen, wenn ihnen dies schon vielfach von ihrer Umwelt abgesprochen wurde. Als sogenannte Spätzünder warteten sie aber vielleicht einfach nur auf den richtigen Moment, um sich zu öffnen. "Late Bloomer", so lautet auch der Titel des dritten Albums von The New Spring.
Je mehr man über die Entstehung einzelner Alben liest und hört, umso mehr muss man sich fragen, ob das Geheimrezept einer guten Platte eventuell in der Spontanität ihrer Entstehung liegen könnte. Natürlich gibt es LPs, die technisch perfekt produziert und zudem derart ausgefeilt wurden, dass es aus klanglicher Perspektive wirklich schwerfällt, da noch ein Haar in der Suppe zu finden, doch oft fehlt es gerade diesen an etwas wie einer Seele. Bastian Kallesøe nahm die zehn Tracks für "Late Blommer" innerhalb von nur zwei Tagen auf. Dementsprechend finden sich natürlich viele ungeschliffene Kanten in Nummern wie dem Opener "The Hours of the Day" oder "Crown of Winter". Nur sind es gerade diese, die eine gewisse Frische und Ehrlichkeit zu transportieren in der Lage sind. Auf sehr subtile Art und Weise fließt "Late Bloomer" in der Folge dahin, passiert ein strahlendes "Your Birthday (Stilleben #1)", ein entzückendes "Bees" oder ein von Behaglichkeit getragenes "Song for Ana Mendieta" und hinterlässt einen Hauch von Wärme, jetzt, wo der Herbst beginnt.
Um abschließend nicht nur ein Vinyl-Exemplar von The New Springs neuem Album "Late Bloomer", sondern darüber hinaus die komplette Diskografie des Dänen auf Platte zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "The New Spring" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 21.09.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Zu verdanken haben wir das großartige Gewinnpaket übrigens unseren Freunden bei Tambourhinoceros Records.
Weitere Infos zu The New Spring und dem Album "Late Bloomer" gibt es hier:
The New Spring bei Tambourhinoceros | Facebookseite
Freitag, 15. August 2014
Album-Vorstellung: Chorus Grant "Space"
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| © by Esben Boeg Jensen |
"Space" ist ein Album voller Metaphern - sowohl lyrisch als auch soundtechnisch. Kristensens Liebe für amerikanische Filme und Orte ist darauf genauso präsent wie die Auseinandersetzung mit Phänomenen des Alltags. So wandert er in seinen Texten gedankenversunken über den Mulholland Drive, findet sich zwischen Wolkenkratzern wieder, begutachtet wartende Taxikolonen oder gesteht der menschlichen Zweisamkeit den Platz zwischen den Zeilen zu. Anders als viele andere Songwriter-Platten nimmt sich "Space" dabei zwar auch etwas zurück, kann aber gleichzeitig durch seine vielen schönen Klangspielereien begeistern, die auf Albumlänge wie kleine Zahnräder ineinader haken und den Zuhörer behutsam durch die dreizehn Stücke des Albums geleiten. Vom paralysierenden Opener "O Everyone" über das dunkel glühende "Present Day Sky", das Chorus Grant selbst übrigens als eine Art verzerrte Reflexion der Eagles bezeichnet, bis hin zum finalen "Reaching", einem Lovesong.
Mittwoch, 13. August 2014
Gewinnspiel: James Yorkston "The Cellardyke Recording And Wassailing Society"
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| © by Steve Gullick |
Wenn man dies berücksichtigt, kann man dann bei "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" überhaupt noch von einer Soloplatte sprechen? Nun, das kommt ganz auf den Blickwinkel an. Texte und Melodien stammen, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich dem finalen "You & Your Sister", allesamt aus der Feder Yorkstons, so viel steht fest. Nur außer bei eben diesem Stück, das Yorksten übrigens mit seinem Handy aufnahm und bearbeitete, ist der rothaarige Sänger fast nie alleine zu hören. Allem voran ist es KT Tunstall, die ihn bei dreizehn der insgesamt sechzehn Tracks auf "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" gesangstechnisch begleitet und gleichsam in perfekter Harmonie mit ihrem Kollegen mitschwingt. Aber auch Alexis Taylor, der zudem als Produzent des Albums fungierte, webte sich in nahezu jeden Song der Scheibe mit ein - sei es durch seine Stimme, die Unterstützung durch Synthesizer oder das Einspielen anderer Instrumente.
Soundtechnisch ist "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" also eine weiche Patchworkdecke, deren roter Faden freilich von Yorkston ausgesucht und als Verbindung zwischen den einzelnen Fetzen festgezurrt wurde. Mit Nummern wie dem folkigen "Fellow Man", dem melancholischen "Broken Wave (A Blues For Doogie), einer Hommage an seinen verstorbenen Bassisten Doogie Paul, oder heiteren Stücken wie "Great Ghosts" gedenkt James Yorkston der Ursprünglichkeit handgemachter Musik und verdeutlicht einmal mehr deren simple Schönheit.
Um ein CD-Exemplar von James Yorkstons neuem Album, sprich "The Cellardyke Recording And Wassailing Society", zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "James Yorkston" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 17.08.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu James Yorkston und dem Album "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" gibt es hier:
Offizielle Website | Twitter-Account
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Donnerstag, 31. Juli 2014
Album-Vorstellung: Angus & Julia Stone "Angus & Julia Stone"
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| Angus & Julia Stone |
| "Angus & Julia Stone" |
"A Heartbreack" eröffnet "Angus & Julia Stone" und fungiert im Zuge dessen auch gleich als tonaler Leitfaden. Wesentlich folkiger und auch deutlich mehr dem Country zugewandt, im Vergleich zu "A Book Like This" oder "Down The Way", präsentiert sich das neue Werk der Australier. Beim ersten Hören kann dies recht schnell zu einem Gefühl von Belanglosigkeit führen - wirken die vormaligen Kanten des Duos hier nun erstaunlich geschliffen. Jedoch ist "Angus & Julia Stone" keinesfalls als Hintergrundmusik für Cafés oder Kneipen gemacht. Man muss sich mit diesem Album auseinandersetzen. Plötzlich entfalten dann Tracks wie "My Word For It", "Heart Beats Slow", "Little Whiskey" oder das finale "Crash And Burn" eine ungeahnte Kraft, wohingegen sich ein "Death Defying Acts" oder "From The Stalls" als stille Balladen, voll bittersüßer Schärfe, entpuppen. Zum absoluten Highlight auf "Angus & Julia Stone" mausert sich, neben Hits wie "Grizzly Bear" und "Other Things", das zurückgenommene "Please You". Eine unter die Haut gehende Nummer, die durch eine unglaubliche Spannweite überrascht.
Mit 13 Titeln und einer Spieldauer von fast 60 Minuten ist "Angus & Julia Stone", in Zeiten von Minimalismus und Schnelllebigkeit, ein recht umfangreiches Album. Allerdings können wir mit ruhigem Gewissen sagen, dass keine einzige Sekunde davon verschwendet ist.
Freitag, 11. Juli 2014
Album-Vorstellung: Fink "Hard Believer"
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| Fink |
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| "Hard Believer" |
Mittwoch, 4. Juni 2014
Gewinnspiel: Sylvan Esso "Sylvan Esso"
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| Sylvan Esso |
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| "Sylvan Esso" |
Als Kanon beginnt "Hey Mami", das erste Stück des selbst betitelten Albums "Sylvan Esso". Nach einigen Sekunden gesellen sich zu der eingängigen Melodie schließlich ein paar Claps und eine Strophe. So weit so gut. Noch könnte das alles in Richtung einer neuen Mountain Man Platte gehen, doch dann passiert das Unerwartete. Wummernd reißt ein elektronischer Beat das Stück an sich und katapultiert Meath Stimme direkt unter flackerndes Stroboskoplicht. Im Dunkel des Nachtlebens flimmern Tracks wie das darauf folgende "Dreamy Bruises" oder "Could I Be" artifiziell und einladend. Die Atmosphäre von "Sylvan Esso" durchläuft die Szenerie eines stickigen Clubs genauso wie die einer verlassenen Straße, durch die eine letzte kühle Brise weht. Als stünde man dauerhaft in der Drehtür einer Diskothek. Dort tanzt es sich anscheinend besonders entspannt und auch das heulende "Wolf", das mit zahlreichen Klicks versehene "Dress" oder das agile "H.S.K.T." passen ganz wunderbar in diese Nische zwischen Lebendigkeit und Ruhe. Als sensibler Höhepunkt des Albums entpuppt sich "Coffee", eine zarte Ballade mit feinen R'n'B-Akzenten, wohingegen "Uncatena" zum tiefen Atemzug ansetzt und "Come Down" die Platte so akustisch beendet, wie sie einst begann.
Wir halten nun den erneuten Beweis dafür bereit, dass das Singer-Songwritertum und Electro ganz hervorragend zusammen passen. Gewinnt ein CD-Exemplar von Sylvan Essos "Sylvan Esso", indem ihr uns bis spätestens kommenden Sonntag, den 08.06., verratet, was ihr von dieser Fusion der Sounds haltet. Dies könnt ihr übrigens wie folgt tun.
Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 04.06.2014 mit eurer Antwort kommentieren.
Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Sylvan Esso" und eurer Antwort an kontakt.ehin@gmail.com.
Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Weitere Infos zu Sylvan Esso gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud-Account
Freitag, 30. Mai 2014
Album-Vorstellung: Papercuts "Life Among The Savages"
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| Jason Robert Quever alias Papercuts |
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| "Life Among The Savages" |
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