Mittwoch, 8. Oktober 2014

Gewinnspiel: Future 3 "With And Without"

© by Dennis Morton
Time flies by. Die Zeit rennt und vergegenwärtigt uns die Endlichkeit des Seins. Aus Sekunden werden Minuten, aus Minuten Stunden, aus Stunden Tage, Wochen, Monate, Jahre - plötzlich sind wir nicht mehr der kleine Junge, der im Sandkasten seine Matchbox-Autos vergräbt, oder das Mädchen, das sich Gänseblümchen ins Haar flächten lässt. Schmerzlich ist die Erkenntnis, dass wir nichts gegen das stetige Voranschreiten all jener tickenden Uhren um uns herum tun können. Und doch liegt genau darin auch eine Hoffnung. Alte Wunden werden heilen und neue Abenteuer beginnen. Die Zukunft bietet ungeahnte Perspektiven.
In den frühen Neunzigern lernen sich Anders Remmer, Thomas Knak und Jesper Skaaning in Kopenhagen kennen. Zusammen gründen sie das Projekt Future 3, das musikalisch klar im Ambient verortet ist. Von 1995 bis 2001 entstehen insgesamt drei Studioalben und ein paar zusätzliche EPs. Dann wird es ruhig um Future 3. Bis jetzt. "With And Without" schließt da an, wo der Vorgänger "Like" (2001) aufhörte.

"With And Without" ist nicht einfach nur Albumtitel, sondern darüber hinaus auch Statement. Ein Statement, das Aufschluss über die Beschaffenheit der gleichnamigen Platte gibt. Bietet der erste Teil von "With And Without" fünf feinfühlige Songs, die mit Gesängen von Benoit Pioulard (Orcas) und Anja T. Lahrmann (Ice Cream Cathedral) versehen sind, wird der Rest des Albums von reinen Instrumentalstücken dominiert. Wer nun aber einen heftigen Cut zwischen den beiden Hälften des neuen Werks von Future 3 vermutet, der irrt. Gleich zu Beginn flüstern "Mmn" und "Revenant" dem Hörer leise Geschichten ins Ohr. Der Verstand entgleitet und verliert sich zwischen den Versen, die von Pioulard beinahe mantraartig dargeboten werden. Auch Anja T. Lahrmanns Gastauftritte innerhalb der Songs "Signature", "Roller Coasters" und "Seen" wirken sphärisch und harmonieren nahezu perfekt mit den elektrifizierten Arrangements, die sie umspielen. Future 3 haben alles richtig gemacht und mit Anja T. Lahrmann und Benoit Pioulard zwei sehr charismatische Stimmen auf ihrem "With And Without" verewigt. Nachdem diese dann aber schließlich verklungen sind, zeigen Remmer, Knak und Skaaning, dass sie auch ganz ohne Worte einzigartige Stimmungen zu erschaffen in der Lage sind. Als zweiter Akt eines extravaganten Soundspektakels schweben Tracks wie "August", "Trmbns" oder "Return" schwerelos durch ein dunkel-funkelndes Klanguniversum. Erst mit dem finalen "Figure" erlangt "With And Without" wieder Bodenhaftung und schlägt Wurzeln im Dream Pop - denn da sind Future 3 mittlerweile angekommen.



Um abschließend ein CD-Exemplare von Future 3s "With And Without", das uns Morr Music zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Future 3" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 12.10.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Future 3 und "With And Without" gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account

Freitag, 3. Oktober 2014

Album-Vorstellung: Imogen Heap "Sparks"

Imogen Heap geht gern unkonventionelle Wege innerhalb ihrer Karriere. Man darf sie wohl ruhigen Gewissens als eine der letzten wirklichen Ausnahmekünstlerinnen der Branche bezeichnen. Die sympathische Engländerin versteht es, stets mit ihren Visionen und Ideen zu überraschen. Ihr Debüt "iMegaphone", dessen Titel als Anagramm aus ihrem Namen verstanden werden darf, präsentierte 1998 eine junge Imogen Heap, die voller Tatendrang zur Revolution des Pops aufrief. Nach einem Gastspiel an der Seite von Guy Sigsworth (Frou Frou) verabschiedete sich Miss Heap dann jedoch recht schnell von den gängigen Marketingstrukturen der Industrie, verpfändete ihr Haus und spielte mit dem daraus resultierenden Geld ihr Erfolgsalbum "Speak For Yourself" ein. Plötzlich folgte der internationale Durchbruch, der laut Aussagen der Sängerin eventuell der Tatsache geschuldet sein könnte, dass der Track "Hide and Seek", von eben dieser Platte, zwar in einer Folge der Erfolgsserie "The O.C." verwendet, jedoch nicht in den entsprechenden Credits gelistet wurde. "Die Leute mussten somit nach mir suchen", sagt Imogen Heap, "und sich mit meiner Arbeit wirklich auseinandersetzen." 2009 folgte dann das mit einem Grammy ausgezeichnete "Ellipse" und in den letzten vier Jahren vereinzelt Tracks, die allesamt nicht in ein einheitliches Muster zu passen scheinen wollten und nun doch ein Zuhause in dem vierten Studioalbum Imogen Heaps, "Sparks", finden.

Ein einziger Funke kann dazu führen, dass ein gesamter Wald niederbrennt. Ein einziger Funke kann aber auch Leben retten, indem er im richtigen Moment Wärme und Energie spendet. "Sparks" vereint wohl beide Charakteristika in sich. Hört man sich beispielsweise "Lifeline" an, zu dessen Beginn ein Streichholz entzündet wird, spürt man einerseits die ungeheure Kraft, mit der die Komposition Raum einnimmt, und andererseits lassen sich zahlreiche feine Details identifizieren, die das Stück auflockern und ihm Struktur verleihen. Es war auch genau dieser Track, für den Imogen Heap ihre Fans um Aufnahmen der unterschiedlichsten Geräusche bat, von denen sie dann schließlich einige in das Gerüst des Songs integrierte. Mit ihrem Faible für akustische Technologien jeglicher Art und dem unbedingten Willen, ihre Umgebung komplett aufsaugen und wieder und wieder in ihr Songwriting einfließen zu lassen, erschafft Imogen Heap Musik fernab eines gängigen Verständnisses. Zudem wandert "Sparks" munter an dem Gesamtwerk der 36-Jährigen entlang, streift mit "You Know Where To Find Me" die pianolastigen Wurzeln der Musikerin, erinnert mit "Me The Machine" an ihre Soundtrackarbeiten für Filme wie "Die Chroniken von Narnia", greift mit "Propeller Seeds" die Atmosphäre von "Ellipse" auf und stürzt mit "Run-Time" in die Experimentierfreude eines "Must Be Dreaming". Dazu gesellen sich dann noch asiatische Einflüsse ("Cycle Song", "Minds Without Fear", "Climb To Sakteng", "Xizi She Knows") und Sprechgesänge ("Neglected Space", "Telemiscommunications", "The Listening Chair"). Imogen Heap greift mit "Sparks" erneut in die tonale Trickkiste und erweitert den Begriff der akustischen Grenzenlosigkeit - eine sehr kurzweilige Platte, die wirklich Spaß beim Hören macht.



Mittwoch, 1. Oktober 2014

Gewinnspiel: Agnes Obel "Aventine (Deluxe Edition)"

© by Alex Bruel-Flagstad
Unaufgeregt erfolgreich - Agnes Obel ist eine wahre Künstlerin. Sobald die gebürtige Dänin ihre Finger über das Piano gleiten lässt, scheint die Welt stillzustehen, beziehungsweise in dem Hauch eines einzigen Augenblickes zu verharren. Das Feingefühl, das den Kompositionen der 33-Jährigen anhaftet, ist atemberaubend. Nachdem bereits ihr Debütalbum "Philharmonics" (2009) mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde, schaffte es auch der Nachfolger "Aventine" (2013) den kritischen Musikjournalisten zahlreiche Worte der Bewunderung zu entlocken. Agnes Obel ist kein im Rampenlicht stehender Star. Nein, sie ist jene unscheinbare Dame, der man auf den Straßen Berlins begegnen kann und die durch ihre schlichte Schönheit verzaubert. Seit acht Jahren wohnt die Musikerin nun in der Spreemetropole und nutzt die Energie der Stadt, um damit die Ideen anzustoßen, die schließlich in Tracks wie dem wunderschönen "Fuel To Fire" oder "Pass Them By" münden. Als geschätztes Mitglied der deutschen Kunstszene verfielen der blonden Pianistin und ihrer sanften Stimme zahlreiche Liebhaber. Doch nicht nur die dürfen sich nun über eine Neuauflage von "Aventine", als vielversprechende Deluxe Edition, freuen.

Die erste von zwei CDs der Deluxe Edition enthält das Standardalbum "Aventine", das wiederum aus elf wundervoll inszenierten und behutsam ausgefeilten Chamber-Pop-Nummern besteht. Zwischen "Chords Left", dem berauschenden "Dorian", "Fivefold" oder einem der anderen traumhaften Tracks dürfte es wahrlich jedem gehetzten Verstand gelingen, einmal zur Ruhe zu kommen. Im Walzerschritt geht es dann weiter zu "Under Giant Trees", "Arches" und "September Song", die als eine Art Zugabe die zweite CD der Deluxe Edition eröffnen. Wie gut, dass diese Stücke nicht in irgendeiner Schublade verschwunden sind, sondern es stattdessen auf diese, übrigens sehr ästhetisch als Paperback gestaltete, Sonderausgabe von "Aventine" geschafft haben. Dass ihre Tondichtungen auch in der Liveperformance mehr als gut funktionieren, zeigen hingegen Mitschnitte von Agnes Obels "Run Cried The Crawling", "The Curse" und vier weiteren Titeln - allesamt eingefangen auf einem Berlin-Konzert der Songwriterin. Doch damit nicht genug. Sein Herzblut in die Hände eines Fremden zu geben, erfordert Mut und Vertrauen. Agnes Obel hat beides bewiesen, indem sie sowohl "Dorian" als auch "Fuel To Fire" begabten Kollegen anvertraute. In der Folge finden sich zwei Interpretationen eben dieser Songs auf der Deluxe Edition von "Aventine". Zum einen widmete sich der Sounddesigner Daniel Matz dem sonst recht fließenden "Dorian" und erbaute aus den einzelnen Spuren ein hölzernes fast mantraartiges Rework, wohingegen "Fuel To Fire" von der Regielegende David Lynch geremixt und in ein düsternes Gewand gesteckt wurde - ganz dem Stil des Altmeisters entsprechend.
"Aventine" gehörte 2013 zu den Glanzstücken der musikalischen Neuerscheinungen. Auch die Deluxe Edition vermag es nun, der aufkommenden Kälte des Herbstes einen Strich durch die Rechnung zu machen, und jene Jahreszeit in einen goldenen Schimmer zu tauchen. Es lohnt sich tatsächlich, noch einmal in diese Version des Albums zu investieren, oder sie zumindest jemandem damit zu erfreuen, der bis dato noch nichts von der sagenumwobenen Agnes Obel gehört hat.



Um abschließend ein CD-Exemplare von Agnes Obels "Aventine (Deluxe Edition)", die uns PIAS Germany zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Agnes Obel" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 05.10.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Agnes Obel und der Deluxe Edition "Aventine" gibt es hier:
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