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| © by Alex Bruel-Flagstad |
Unaufgeregt erfolgreich - Agnes Obel ist eine wahre Künstlerin. Sobald die gebürtige Dänin ihre Finger über das Piano gleiten lässt, scheint die Welt stillzustehen, beziehungsweise in dem Hauch eines einzigen Augenblickes zu verharren. Das Feingefühl, das den Kompositionen der 33-Jährigen anhaftet, ist atemberaubend. Nachdem bereits ihr Debütalbum "Philharmonics" (2009) mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde, schaffte es auch der Nachfolger "Aventine" (2013) den kritischen Musikjournalisten zahlreiche Worte der Bewunderung zu entlocken. Agnes Obel ist kein im Rampenlicht stehender Star. Nein, sie ist jene unscheinbare Dame, der man auf den Straßen Berlins begegnen kann und die durch ihre schlichte Schönheit verzaubert. Seit acht Jahren wohnt die Musikerin nun in der Spreemetropole und nutzt die Energie der Stadt, um damit die Ideen anzustoßen, die schließlich in Tracks wie dem wunderschönen "Fuel To Fire" oder "Pass Them By" münden. Als geschätztes Mitglied der deutschen Kunstszene verfielen der blonden Pianistin und ihrer sanften Stimme zahlreiche Liebhaber. Doch nicht nur die dürfen sich nun über eine Neuauflage von "Aventine", als vielversprechende Deluxe Edition, freuen.

Die erste von zwei CDs der Deluxe Edition enthält das Standardalbum "Aventine", das wiederum aus elf wundervoll inszenierten und behutsam ausgefeilten Chamber-Pop-Nummern besteht. Zwischen "Chords Left", dem berauschenden "Dorian", "Fivefold" oder einem der anderen traumhaften Tracks dürfte es wahrlich jedem gehetzten Verstand gelingen, einmal zur Ruhe zu kommen. Im Walzerschritt geht es dann weiter zu "Under Giant Trees", "Arches" und "September Song", die als eine Art Zugabe die zweite CD der Deluxe Edition eröffnen. Wie gut, dass diese Stücke nicht in irgendeiner Schublade verschwunden sind, sondern es stattdessen auf diese, übrigens sehr ästhetisch als Paperback gestaltete, Sonderausgabe von "Aventine" geschafft haben. Dass ihre Tondichtungen auch in der Liveperformance mehr als gut funktionieren, zeigen hingegen Mitschnitte von Agnes Obels "Run Cried The Crawling", "The Curse" und vier weiteren Titeln - allesamt eingefangen auf einem Berlin-Konzert der Songwriterin. Doch damit nicht genug. Sein Herzblut in die Hände eines Fremden zu geben, erfordert Mut und Vertrauen. Agnes Obel hat beides bewiesen, indem sie sowohl "Dorian" als auch "Fuel To Fire" begabten Kollegen anvertraute. In der Folge finden sich zwei Interpretationen eben dieser Songs auf der Deluxe Edition von "Aventine". Zum einen widmete sich der Sounddesigner Daniel Matz dem sonst recht fließenden "Dorian" und erbaute aus den einzelnen Spuren ein hölzernes fast mantraartiges Rework, wohingegen "Fuel To Fire" von der Regielegende David Lynch geremixt und in ein düsternes Gewand gesteckt wurde - ganz dem Stil des Altmeisters entsprechend.
"Aventine" gehörte 2013 zu den Glanzstücken der musikalischen Neuerscheinungen. Auch die Deluxe Edition vermag es nun, der aufkommenden Kälte des Herbstes einen Strich durch die Rechnung zu machen, und jene Jahreszeit in einen goldenen Schimmer zu tauchen. Es lohnt sich tatsächlich, noch einmal in diese Version des Albums zu investieren, oder sie zumindest jemandem damit zu erfreuen, der bis dato noch nichts von der sagenumwobenen Agnes Obel gehört hat.
Um abschließend ein CD-Exemplare von Agnes Obels "Aventine (Deluxe Edition)", die uns PIAS Germany zur Verfügung gestellt hat, zu ergattern,
könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto.
Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder
Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die
entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem
Betreff "Agnes Obel" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr
auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 05.10.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu Agnes Obel und der Deluxe Edition "Aventine" gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud-Account | Review zu "Aventine" auf Kultmucke
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| © by Steve Gullick |
Manche Platten schlagen ein wie Bomben - laut, gewaltig und mit Nachdruck. Die von James Yorkston gehören wohl eher nicht dazu. Es sind vielmehr leise Werke, die sich unaufdringlich, und oft durch die Hintertür, Eintritt in das Gefühlsleben ihres Publikums verschaffen. Nachdem sich der Schotte in den unterschiedlichsten Bandformationen ausprobiert und wiedergefunden hatte, veröffentlichte er 2002 einen ersten Tonträger als Solokünstler. "Made Up Country" sollte dabei allerdings nur der Anfang einer erfolgsversprechenden Karriere sein. Heute, im Jahre 2014, erscheint mit "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" bereits das achte Studioalbum Yorkstons, und für dieses arbeitete der Songwriter sehr eng mit ein paar durchaus bekannten Gesichtern der britischen Musikszene zusammen: Alexis Taylor (Hot Chip), KT Tunstall oder Johnny Lynch alias The Pictish Trail, um an dieser Stelle nur ein paar Namen zu nennen.

Wenn man dies berücksichtigt, kann man dann bei "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" überhaupt noch von einer Soloplatte sprechen? Nun, das kommt ganz auf den Blickwinkel an. Texte und Melodien stammen, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich dem finalen "You & Your Sister", allesamt aus der Feder Yorkstons, so viel steht fest. Nur außer bei eben diesem Stück, das Yorksten übrigens mit seinem Handy aufnahm und bearbeitete, ist der rothaarige Sänger fast nie alleine zu hören. Allem voran ist es KT Tunstall, die ihn bei dreizehn der insgesamt sechzehn Tracks auf "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" gesangstechnisch begleitet und gleichsam in perfekter Harmonie mit ihrem Kollegen mitschwingt. Aber auch Alexis Taylor, der zudem als Produzent des Albums fungierte, webte sich in nahezu jeden Song der Scheibe mit ein - sei es durch seine Stimme, die Unterstützung durch Synthesizer oder das Einspielen anderer Instrumente.
Soundtechnisch ist "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" also eine weiche Patchworkdecke, deren roter Faden freilich von Yorkston ausgesucht und als Verbindung zwischen den einzelnen Fetzen festgezurrt wurde. Mit Nummern wie dem folkigen "Fellow Man", dem melancholischen "Broken Wave (A Blues For Doogie), einer Hommage an seinen verstorbenen Bassisten Doogie Paul, oder heiteren Stücken wie "Great Ghosts" gedenkt James Yorkston der Ursprünglichkeit handgemachter Musik und verdeutlicht einmal mehr deren simple Schönheit.
Um ein CD-Exemplar von James Yorkstons neuem Album, sprich "The Cellardyke Recording And Wassailing Society", zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.
Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto.
Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder
Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die
entsprechende Lostrommel gelangt.
Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem
Betreff "James Yorkston" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr
auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)
Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 17.08.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!
Weitere Infos zu James Yorkston und dem Album "The Cellardyke Recording And Wassailing Society" gibt es hier:
Offizielle Website | Twitter-Account
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| Heidi Happy |
Auf der Weltkarte der Musik gehört die Schweiz insgesamt wohl zu den weniger hervorstechenden Ländern. Zwar haben es einige der dort ansässigen Künstler im Laufe der letzten Jahre schaffen können, sich auch über die Grenzen ihrer Heimat hinaus, einen Namen zu machen, doch ist das noch immer eher die Ausnahme als die Regel. Zu den bekannteren unter ihnen zählt allerdings Priska Zemp alias Heidi Happy. Ihr Chamber Pop, der jedes Wohnzimmer schnell in ein strahlendes Wolkenschloss verwandelt, sicherte der Luzernerin einen sicheren Stand im internationalen Geschehen. Neben Kollegen wie Sophie Hunger oder dem Duo Yello, mit dem sie auch schon kollaboriert hat, verkörpert auch die 1980 geborene Sängerin das viel zitierte Motto Made In Switzerland. Seit 2007 veröffentlichte sie insgesamt vier Alben. Mit "Golden Heart" gesellt sich nun ein fünftes hinzu.
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| "Golden Heart" |
Wie kann man eben diese Platte nun am besten beschreiben? Vielleicht indem man von den Gefühlen spricht, die die 14 darauf befindlichen Stücke mit Nachdruck heraufzubeschwören wissen. Hört man "Golden Heart" zum ersten Mal, entflammt schon nach kurzer Zeit die Neugierde, Heidi Happys Kompositionen gründlich erforschen zu wollen. Drückt man danach erneut auf den Play-Button, wird aus der anfänglichen Neugierde das immer stärker werdende Verlangen, sich vollkommen zwischen den ausladenden Tracks zu verlieren. Spätestens ab dem dritten Hördurchgang gibt es dann kein Entkommen mehr und so verbringt man Stunde um Stunde damit, die Arme auszustrecken, den Kopf zu heben und Songs wie das lässige "Ding Ding" oder das sonnendurchflutete "Welcome Back" mit jeder einzelnen Pore in sich aufnehmen zu wollen. "Golden Heart" ist ein akustischer Energiespender, eine Ode an die Fulminanz des Klanges. Heidi Happy spart nicht an Üppigkeit, sondern setzt diese derart gekonnt ein, dass einem die Dreiviertelstunde Spieldauer wie ein flüchtiger Hauch von Glückseligkeit vorkommt. "Down Town", "The Whistle Song", "Across The Ocean" oder "High Wave" - unterschiedlicher könnten vier Songs auf einem Album fast nicht mehr sein und doch stehen sie allesamt für die wohltuende Experimentierfreudigkeit einer einzigen selbstbewussten Frau. Heidi Happy vereint die Coolness einer KT Tunstall, den Soul einer Martina Topley-Bird und die Verspieltheit einer Mélanie Pain in sich, lässt bei "La Danse" französischen Electro-Chanson und das russische Volkslied "Kalinka" aufeinandertreffen, wagt sich mit "Du Da, Ich Da" selbstbewusst auf die Tanzfläche zu Acts wie Paula und 2Raumwohnung und bietet mit "Maintenant" den behutsamen Ausklang eines wunderbar unkonventionellen Albums.
"Einen hab ich noch..." lässt keine Gelegenheit aus, seine Leser wieder und wieder mit einem Stück dessen zu beschenken, was unsere Redaktion regelmäßig zu Freudentänzen ermuntert. In der Folge ist es heute ein CD-Exemplar von Heidi Happys "Golden Heart", das wir in unserer Verlosung anzubieten haben. Einzige Hürden sind nun noch unsere Gewinnspielfrage und die allseits beliebte Fortuna. Was mögt ihr an unserem Nachbarland der Schweiz am liebsten? Verratet uns dies bis spätestens kommenden Sonntag, den 01.06.2014, und seid eventuell der- bzw. diejenige, der oder die sich bald über das erwähnte Monument bunter Melodien freuen darf. Mitmachen könnt ihr wie folgt.
Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 28.05.2014 mit eurer Antwort kommentieren.
Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Heidi Happy" und eurer Antwort an kontakt.ehin@gmail.com.
Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Weitere Infos zu Heidi Happy gibt es hier:
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| Tori Amos |
Mit ihren fünfzig Jahren kann die in North Carolina geborene Myra Ellen Amos auf eine bewegte Karriere zurückschauen. Als Tochter eines Methodisten-Pfarrers und einer Mutter, die indianische Wurzeln in sich trägt, fand sie schon früh ihren ganz persönlichen Weg zur Spiritualität. Stimmungen, Gefühle und unbewusste Impulse sind seitdem die Leitfäden ihres Handelns und Schaffens. Was nützen schließlich all die Gedanken, wenn sie einen am Ende von den eigentlichen Wahrheiten des Lebens wegführen? Zu verkopft, und dabei meist auch viel zu unreflektiert, durchlaufen viele von uns die Tage und spüren gleichzeitig eine sich ausbreitende innere Leere. Unter dem Alias Tori füllte Amos selbige Inhaltslosigkeit kompromisslos mit der Musik, bis diese geradezu über den Rand ihres eigenen Horizontes hinausschwappte. Klänge und Melodien wurden im Zuge dessen zu ihren Ausdrucksmitteln, ihren stillen und lauten Begleitern, zu treuen Freunden. Seit "Y Kant Tori Read" (1988) hat Tori Amos bereits dreizehn Studioalben veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller und Preisträger. Auf diesen jagen sensible und kraftvolle Kompositionen einander und verarbeiten darüber hinaus zahlreiche Schicksalsschläge und Glücksmomente. Doch Tori Amos hat ihre Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt und veröffentlicht mit "Unrepentant Geraldines" dieser Tage ein weiteres akustisches Meisterwerk.
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| "Unrepentant Geraldines" |
Es geht um Frauen, die Vereinbarkeit von Sexualität und einer metaphysischen Kognition, um Sinnessuche, das Älterwerden, aber auch politische Themen wie die NSA-Affäre oder Steuerfahndungen. Tori Amos scheut auch auf "Unrepentant Geraldines" die Auseinandersetzung mit der Vielfältigkeit nicht. Und das weder auf thematischer noch auf akustischer Ebene. Trotz ihrer breiten Fächerung wirkt die neue Platte der Songwriterin dennoch sehr geschlossen. Vom verspielten, hellen Opener "America" bis zum zarten Klavierfinale "Invisible Boy" durchlaufen die vierzehn Stücke interessante Wendungen und besuchen auditive Schauplätze, an die sich selbst die kreative Tori in ihrer Vergangenheit nur selten begeben hat. Mal bluesig und mit Feuer in der Stimme ("Trouble's Lamment"), dann wieder pianolastiger ("Wild Way", "Weatherman", "Selkie", "Oysters") und an der einen oder anderen Stelle recht folkig ("Wedding Day"), experimentell ("16 Shades Of Blue") oder gar komödiantisch ("Giant's Rolling Pin") liefert "Unrepentant Geraldines" einen herrlichen Spannungsverlauf. Zudem lud Tori Amos ihre Tochter Tash ein, um bei dem Stück "Promise" zu zeigen, dass Talent nicht immer eine Generation überspringen muss. Die Stimmfarbe der 13-Jährigen ergänzt die mütterliche nahezu perfekt, greift deren Charakter auf und erweitert ihn durch moderne Akzente. "Unrepentant Geraldines" ist nach "Gold Dust", einem orchestralen Best Of aus dem Jahre 2012, der wahre Rückblick auf das Werk der rothaarigen Musikerin, indem es die Einflüsse aus über zwei Dekaden eindrucksvoll vereint.