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Mittwoch, 15. April 2015

Gewinnspiel: Somewhere Underwater "Spring Kills My Energy" (7")

Gibt es etwas Schöneres, als mit den Fingern genüsslich über die Rücken nebeneinander aufgereihter Platten zu streifen? Stunden und Stunden können ins Land ziehen, bis man sich ausreichend durch die Auslage eines Schallplattenladens gewühlt hat. Schließlich möchte man ja auch keinerlei Hinweise auf noch unentdeckte akustische Kostbarkeiten übersehen. Für Freunde der auditiven Schatzsuche findet einmal im Jahr ein ganz besonderer Tag statt: der Record Store Day. An jedem dritten Samstag im April, sprich 2015 am 18.04., werden dabei zahlreiche Shops mit schwarzem Gold überflutet, das das Herz eines jeden Vinylliebhaber höherschlagen lässt. Und immer gibt es dabei ganz spezielle Veröffentlichungen zu ergattern. Normalerweise sind es vor allem die großen Labels, die sich für den Record Store Day ins Zeug werfen und die Pressmaschinen rotieren lassen. Unsere Freunde von AdP Records ließen sich aber auch nicht lumpen und präsentieren 2015 ihre erste 7“-Single zu besagtem Vinylspektakel.

Wen sendet man aus, um das eigene Label bestmöglich bei einem Ereignis wie dem Record Store Day zu vertreten? AdP Records entschieden sich – und hier wird erneut das Vertrauen der in Kulmbach ansässigen Plattenfirma in ihre Newcomer deutlich – für Somewhere Underwater. Hinter dem fast schon mystisch anmutenden Namen verbirgt sich der gebürtige Franzose Julien Agot, der nun München zu seiner Heimat erklärt hat und vor Kurzem bei AdP auch ein musikalisches Zuhause gefunden hat. Zusammen mit ein paar weiteren Musikern stürzt sich Agot gern in ausladende Synthiearrangements. Zwei seiner Tracks lassen sich nun auf der 7“ „SpringKills My Energy“ entdecken. Auf der A-Seite beschwört der gleichnamige Track „Spring Kills My Energy“ eine von Shoegaze und Wave-Pop durchdrungene Atmosphäre herauf, in der sich Agots Stimme echoartig verliert. Nicht minder verträumt zeigt sich das mit französischen Lyrics versehene „Disparaître“, welches die B-Seite der Single bildet. Da aller guter Dinge jedoch drei sind, gibt es noch einen digitalen Bonustrack namens „Weight Of Life“, der wiederum recht strahlende Züge aufweist und wohl eher direkt unter der melodischen Wasseroberfläche zu verorten ist. Somewhere Underwater passen hervorragend in den Bandkatalog von AdP Records und man darf gespannt sein, was noch von diesem Projekt zu erwarten ist.

 

Um abschließend ein Exemplar der 7" "Spring Kills My Energy" von Somewhre Underwater zu ergattern, das uns unsere Freunde bei AdP Records zur Verfügung gestellt haben, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Somewhere Underwater" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Montag, der 19.04.2015.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Somewhere Underwater gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud

Mittwoch, 10. September 2014

Gewinnspiel: Blonde Redhead "Barragán"

© by Marlene Marino
Seit Mitte der Neunziger haben Blonde Redhead stetig daran gearbeitet, ihren ganz individuellen Sound in das Fundament der Ewigkeit zu gießen. Dass ihnen dies bereits mehr als gut gelungen ist, zeigt ihre bisherige Diskografie, die sich, mal mit klaren und dann wieder mit sehr konfusen Linien, deutlich vom Einheitsbrei vieler ihrer Kollegen abzugrenzen weiß. Ob das raue "La Mia Vita Violenta", das wegweisende "Misery Is A Butterfly" oder das mit zahlreichen Klangexperimenten versehene "23" - Blonde Redhead lassen sich stilistisch kaum einordnen. Dementsprechend war auch zu erwarten, dass Sängerin Kazu Makino und die Zwillingsbrüder Amedeo und Simone Pace für ihr neuntes Studioalbum erneut in die melodische Trickkiste greifen würden. "Barragán", das seinen Titel schlicht aufgrund der wohlklingenden Kombination der acht Buchstaben erhalten hat, darf schon jetzt als absolutes Glanzstück in der Karriere des Trios gefeiert werden.

Als würde man aus dem Inneren eines schattigen Hauses hinaus ins Freie treten und von der plötzlichen Helligkeit des Sonnenlichts geblendet werden, so eröffnet das Instrumentalstück "Barragán" das gleichnamige Album. Während die Vögel im Hintergrund zwitschern, befällt den Hörer ein intensives Gefühl der Glückseligkeit. Ist dies das Paradies? Nun, es kommt dem auf jeden Fall sehr nah. Die zehn Stücke auf "Barragán" tragen eine faszinierende Kraft in sich - mystisch und doch real zugleich. Songs wie "Lady M" oder das knisternde "Mind To Be Had" versuchen mit jedem neuen Takt abzuheben, werden jedoch wieder und wieder von einem starken Sog erfasst, der sie an die Endlichkeit ihrer selbst kettet. Und genau das ist es, was "Barragán" als Gesamtwerk ausmacht. Es ist eine Platte mit Bodenhaftung, die dennoch etwas Transzendentes an sich hat. Wirkt das wunderbare "The One I Love" beispielsweise erst fragil und zerbrechlich, entwickelt es im Refrain eine starre Dramatik, die jede vergossene Träne gefrieren lässt, noch bevor sie den Erdboden berührt. Nicht zuletzt dank der charismatischen Stimmen von Makino und Pace sowie dem Einsatz verschiedenster analoger Synthesizer entsteht eine einzigartige Klangkulisse, in der selbst tanzbare Songs wie "Dripping" oder "Penultimo" ihren Platz finden.



Um abschließend ein CD-Exemplar von Blonde Redheads neuem Album "Barragán" zu ergattern, könnt ihr wie folgt an der entsprechenden Verlosung teilnehmen.

Möglichkeit 1: Liket unsere Facebookseite und das dort befindliche Gewinnspielfoto. Jede weitere Auseinandersetzung mit dem Foto (Öffentliches Teilen oder Kommentieren) führt dazu, dass euer Name ein weiteres Mal in die entsprechende Lostrommel gelangt.

Möglichkeit 2: Schickt uns eine Mail mit dem Betreff "Blonde Redhead" an kontakt.ehin@gmail.com. (Dies dürft ihr auch tun, wenn ihr bereits über Facebook mitgemacht habt.)

Teilnahmeschluss ist der kommende Sonntag, der 14.09.2014.
Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall.
Wir verschicken die Preise nur innerhalb Deutschlands und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg!

Weitere Infos zu Blonde Redhead und dem Album "Barragán" gibt es hier:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud-Profil

Freitag, 4. Juli 2014

EP-Vorstellung: Phoria "Display" (+ Interview)

Phoria
Musik ist ein Rätsel. Ein Geheimnis, dem schon zahlreiche Generationen von Menschen verfallen sind, nur um schlussendlich an der Tatsache zu scheitern, dass dieses Mysterium wohl nie vollständig ergründet werden kann. Ein paar Jungs aus dem englischen Brighton scheinen dies hingegen verstanden zu haben. Seryn Burden, Tim Douglas, Jeb Hardwick, Trewin Howard und Ed Sanderson gründeten vor Jahren die Band Phoria und folgen seitdem unbeirrt ihren Instinkten und Gefühlen, wenn es darum geht, Songs zu schreiben. Als Ergebnis präsentierte das Quintett 2010 seine Debüt-EP "Yourself Still" und im letzten Jahr eine weitere Sammlung von fünf einzigartigen, ja beinahe schon majestätischen, Soundgebilden, die sich unter dem Namen „Bloodworks“ vereinten. 2014 ist es Zeit für eine weitere Veröffentlichung. Die EP „Display“ erscheint heute auf dem Berliner Label Humming Records.

"Display"
Wo „Bloodworks“ mit dem finalen Stück „Posture“ der Apokalypse entgegenritt, greift „Display“ den Schwung seines Vorgängers auf und hebt ihn auf eine neue akustische Ebene. „Emanante“, der Opener der EP, entzündet die Platte mit der Behutsamkeit eines Streichholzes. Sanft züngeln seine Flammen, bis die Umgebung jedoch Feuer fängt. Plötzlich findet sich der Hörer in einem hitzigen Inferno wieder, bei dem monumentale Songstrukturen einstürzen wie Kartenhäuser. In der Verwüstung des Augenblicks wird „Undone“ geboren - ein zartes, anmutiges Stück. Dream Pop, Shoegaze und Postrock zeigen sich dabei von ihrer reinsten Seite. Ein wenig an Thom Yorkes „Black Swan“ erinnert hingegen „Atomic“, der Folgetrack. Phoria beweisen erneut ihr Gespür für interessante Melodien und unerwartete auditive Wendungen. Selten hat man Originalität derart spüren können. Während die Gänsehautwellen nicht abebben wollen, läutet „Efforttobreathe“ das gedämpfte Finale der "Display"-EP ein - sozusagen als Ruhe nach dem Sturm.



Unsere Redaktion ist hin und weg von der Finesse und gleichzeitigen Wucht, die Phoria auf ihrer zweiten EP ausbreiten. Selten hat uns ein Werk auf Anhieb derart gut gefallen und so prognostizieren wir der Band gern eine aussichtsreiche Zukunft.

Da es noch relativ wenig Informationen zu Phoria gibt, ließen wir uns zudem die Gelegenheit nicht entgehen, den Herren selbst ein paar Fragen zu stellen. Genauso undurchsichtig wie die Musik der Gruppe fielen allerdings auch die Antworten aus, die uns Bassist Tim Douglas zurücksandte. Vielleicht gilt es, zwischen den Zeilen zu lesen.
 
Wer steckt hinter Phoria?

Alle anderen! 

Wie kam es zur Gründung von Phoria? 

Wir lernten uns in Brighton kennen, wo wir auch jetzt noch leben, aber unsere Beziehungen reichen Jahre zurück. Trewin, Ed und Jeb gingen in die gleiche Vorschule. Sie lernten ihre ersten Instrumente gemeinsam, spielten vermutlich gemeinsam mit Spielzeugautos und tuschelten zusammen über Mädchen. Ihre Verbindung ist der Kern der Band. Sie haben ein tiefes Verständnis füreinander, weil sie sich gegenseitig in der Ausprägung ihres Geschmackes beeinflusst haben.  Ich traf Ed und Jeb an der Uni, wo wir dank einer gemeinsamen Liebe für verrückte Gitarren und laute Rockmusik, zu der du deinen Kopf demolieren kannst, zusammenfanden. Wir blieben in Kontakt, und nachdem ich ein paar Jahre lang Blues-Cover im Südwesten zum Besten gegeben hatte, kam ich zurück nach Brighton, um dort Bass in einer Progressive-Pop-Band zu spielen. Es ist seltsam, wie Dinge passieren und wie zufällige Umstände deine Entwicklung beeinflussen können.

Warum habt ihr euch für Phoria als Bandnamen entschieden? 

Ich weiß nicht mehr, ob wir zuerst das Logo designten oder einen Namen fanden und dann den Stil anpassten. Auf jeden Fall sah Phoria geschrieben gut aus. Zudem beschwört Phoria ein Gefühl herauf. Irgendwie funktionierte der Name einfach. Bandnamen sind das Schwierigste. Dass es überhaupt irgendeine Gruppe schafft, einen zu wählen, das ist für sich genommen schon ein Wunder!

Verfolgt ihr eine bestimmte Philosophie? 

Ehrlichkeit. Eleganz. Spaß. Generell ist das aber eher eine Annäherung hin zu sich selbst und allem, was zur Musik gehört, als eine bestimmte Philosophie. Trewin schrieb mal ein paar Punkte für Seryn auf, wie man dem Musikmachen nahekommen könnte. Ich heftete diese an eine Wand und machte ein Foto mit meinem Handy, damit auch ich sie künftig haben würde. Die Punkte sind simpel, aber sie funktionieren. Der Junge hat ein Talent dafür, komplexe Ideen auf ihre Essenz herunterzubrechen. Minimale Komplexität. Mit wenig erreichst du viel. Wie hört sich das an? Großartig, oder?

Wie würdest du selbst den Sound eurer neuen EP „Display“ beschreiben? 

Da gibt es Bässe, Drums, Gitarren und Synthesizer. Und Gesang. Kennt ihr das Gefühl, wenn man an einem heißen Tag in einen eiskalten Pool geht und an der Stelle, wo die Wasseroberfläche deinen Körper umschließt, eine Taubheit entsteht? Nur was will er uns damit sagen?  

Inwiefern ist „Display” anders als eure letzte EP „Bloodworks“? 

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, dass sie ein wenig schmutziger ist. Wir selbst werden zunehmend verbrauchter, jetzt wo der Alltag als Musiker langsam seine Opfer fordert und ich denke, das spiegelt sich hier wieder. Es geht mehr um die Schönheit einer Stadt bei Nacht als um die Schönheit eines brennenden Sternes in irgendeiner vernachlässigten Ecke des Universums, worum es sich aber etwas mehr bei „Bloodworks“ drehte. Wir sind gewachsen.

Welche Geschichte steckt hinter dem Stück „Emanante“? 

Das kann ich nicht sagen. Wirklich nicht. Ich höre im Moment Eartha Kitt und wollte gerade pausieren, um „Emanante“ anzumachen und zu versuchen, wirklich einzutauchen, damit ich erzählen kann, worum es meiner Meinung nach geht und woher der Track entstammt, aber ich kann das nicht. Ich bin da wohl der Falsche. Außerdem ist es egal, was dahinter steckt. Stellt euch vor, ihr würdet denken, es ginge um Liebe und Glück und dann würde ich sagen, der Song erzähle vom Verlieren beim Golfen. Was bringt es? Trefft mich an einem anderen Tag und ich kann mich eventuell darauf einlassen, aber ihr hattet leider Pech.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Gewinnspiel: Yesterday Shop "Parodos"

Yesterday Shop
Vor zwei Jahren veröffentlichten fünf junge Musiker ihr Debüt. Sie taten es dabei vielen anderen Bands gleich und wählten als Titel den eigenen Namen: Yesterday Shop. So weit, so gut. Doch das war es dann auch schon, was das Quintett mit dem Großteil seiner Kollegen gemein hat. Clemens, Daniel, Sönke, Florian und Oli besinnen sich in einer Zeit, in der alle Welt gehetzt Richtung elektronischer Tanzmusik rennt, gern auf akustische Impulse aus den 80ern und frühen 90ern. Shoegaze, Noise-Rock und klassische Alternativesounds sind die Zutaten, die ihre Kompositionen zum Leuchten bringen. Elegant weben Yesterday Shop breite Klangteppiche, auf denen man als Hörer nur allzu gern Platz nimmt. Ihr Erstlingswerk wurde dankend von den sonst recht bissigen Kritikern angenommen und schnell bekamen sie den begehrten "Erfolgsversprechend"-Stempel aufgedrückt. Tatsächlich eine Leistung, wenn man bedenkt, dass kein Plattenlabel die Jungs unter Vertrag nehmen wollte, sodass sie mit Trickser schließlich ihr eigenes gründeten. Nun gibt ihnen genau dieses die Freiheit, kompromisslos dem eigenen Geschmack zu folgen.Und darin scheint auch das Erfolgsrezept der Band, die sich einst irgendwo im Süden Deutschlands gründete, zu liegen. In der Folge meistern sie die schwierige Aufgabe, nach einem gefeierten ersten Album, ein weiteres herauszubringen, nahezu beiläufig. "Parodos" manifestiert den Ruf der Truppe als Vorzeigebeispiele für Künstler aus dem Independentbereich.

"Parodos"
Am Eingang zu "Parodos" wartet mit "Two Beasts" ein monumentales, fast fauchendes Stück. Ehrfürchtig bewacht es den Schatz, den Yesterday Shop mit den zehn Tracks ihrer neuen Platte ausgehoben haben. Auch der Nachfolger "Trees & Games" knüpft nahtlos an die heraufbeschworene Opulenz und Massivität an. Eine Soundästhetik, die man sonst nur noch selten im aktuellen auditiven Geschehen findet. Erstaunlicherweise. Nur ist es eben auch nicht ganz einfach, den Grenztanz pathoslastiger Melodien zu meistern, ohne dabei in die Lächerlichkeit abzurutschen. Solche und ähnliche Sorgen lassen Yesterday Shop jedoch kalt, haben sie doch bereits auf ihrem Debüt bewiesen, dass sie den Umgang mit ausladenden Harmonien bestens beherrschen. Neu ist hingegen die optimistische Leichtfüßigkeit, die Songs wie "Good Life", "The Water" oder "Ghost" begleitet. Yesterday Shop haben sich ein entfaltet, sind hinter dem Vorhang rauschender Texturen hervorgetreten und wagen sich nun Stück für Stück gen Sonnenlicht. Perfekt dosiert ist diese Weiterentwicklung für den Hörer nachvollziehbar und interessant zugleich. Weder 180°-Wende noch Stillstand - die Band schafft die Balllance zwischen Neuerfindung und Besinnung auf ihre alte Stärken mühelos. "White" schwelgt in der Melancholie vergangener Tage, schwingt sich dann aber mehr und mehr zur epischen Ballade auf, "The Bells" hüllt sich in Dunkelheit, "Wounds" besticht durch eine freundliche Zurückgenommenheit, die in heiteren Chorgesängen endet, und "Parodos // Winter Act III" spannt den Bogen zu "Yesterday Shop", auf dem damals "Winter Act I" und "Winter Act II" zu finden waren. Wie es sich für jedes großartige Album gehört, kann auch "Parodos" zum Schluss mit "My Fortune" ein Feuerwerk entzünden, das bis in die Ewigkeit nachhallt. Respekt muss man sich verdienen, Yesterday Shop darf man nach diesem erneuten Geniestreich allerdings beruhigt damit überschütten. Chapeau!

 
 

Wir möchten uns nicht lumpen lassen und haben den Herren ein CD-Exemplar von "Parodos" abschwatzen können, welches wir nun gern an einen unserer Leser weitergeben würden. Um in die Lostrommel zu gelangen, aus der der Gewinnername gezogen wird, solltet ihr uns verraten, was euch an der Musik von Yesterday Shop gefällt. Tun könnt ihr dies bis kommenden Freitag, den 16.05.2014, über eine der beiden folgenden Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 14.05.2014 mit eurer Antwort kommentieren.

Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Yesterday Shop" und eurer Antwort an kontakt.ehin@gmail.com. 

Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Infos zu Yesterday Shop gibt es hier:
Facebookseite | Soundcloud-Account | Tumblr-Account | Interview + Session auf Kultmucke | Interview bei Pink-Pong

Mittwoch, 2. April 2014

Gewinnspiel: Orcas "Yearling"

Orcas
Wie atemberaubend muss es wohl sein, einem Orca in seiner natürlichen Umgebung zu begegnen? Ihn durch sein blaues Universum schweben zu sehen, schwerelos und frei. Betrachtet man Zeichnungen oder Fotos der massigen Tiere an, kann man sich kaum vorstellen, dass sie dazu in der Lage sind, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h durch das Wasser zu rasen. Ihre Anmut birgt darüber hinaus aber auch viele weitere Geheimnisse. In sozialen Verbänden, die wie eigene Kulturen organisiert sind, erobern die Meeressäuger die Ozeane und wandern regelmäßig um die Erde. Eine gewisse Rätselhaftigkeit vermag man auch dem Duo Orcas nicht abzusprechen, dessen Name auf die besagten schwarz-weißen Riesen zurückgeht. Benoît Pioulard und Rafael Anton Irisarri veröffentlichen seit nunmehr zwei Jahren ihre Songs unter selbigem Pseudonym, welches dabei den Stil der beiden, in vielerlei Hinsicht, recht treffend zusammenfasst. Musikalische Walgesänge, verträumte Melodien und eine Weite, die nahezu unendlich wirkt. In den Kompositionen der Orcas scheint sich derart viel Energie und Grenzenlosigkeit gebündelt zu haben, dass diese kaum zu beherrschen sind. Genauso wenig, wie es wohl je einem Menschen gelingen wird, die von den Indianern verehrten Schwertwale wirklich zu zähmen.


"Yearling"
Nachdem ihr selbstbetiteltes Debüt 2012 zahlreiche positive Kritiken einheimsen konnte, erscheint mit "Yearling" nun der Nachfolger beim Berliner Label Morr Music. An der Entstehung der Platte waren neben Piolard und Irisarri auch Efterklangs Martyn Heyne, an Gitarre und Piano, und Telekinesis Michael Lerner, am Schlagzeug, beteiligt. Zusammen wurden die sanften, meist improvisierten akustischen Skizzen des Erstlingswerkes "Orcas" durch eine beherztere Federführung dahingehend ausgebaut, dass "Yearling" insgesamt geschlossener und konzeptioneller als sein Vorgänger klingt. Innerhalb von nur acht Stücken - man spart zugunsten von Qualität deutlich an Quantität - reisen die Orcas in ein entferntes Soundszenario. "Petrichor", sprich der Geruch von Regen auf trockener Erde, eröffnet als Instrumental das Album. Bei der Betitelung ihrer Tracks zeigen sich die Orcas von einer sehr poetischen Seite und treffen doch immer punktgenau den Charakter ihrer Arrangements. Denn auch ein Song wie "Infinite Stillness", der zwar von härteren Strukturen getragen wird, fängt sich in einer friedlichen Seelenruhe, die den Hörer nahezu überschwemmt. Gleich der aufgehenden Sonne erstrahlt "Half Light" am Klanghorizont, wohingegen "Selah", eine Art wiederkehrendes Tonzeichen in Psalmen der hebräischen Bibel, zum akzentuierten Zwischenspiel avanciert, das galant den Bogen zu "Capillaries" spannt. Einer Mischung aus Wärme und Kälte, ungebunden und doch fest verankert. "An Absolute" erinnert aufgrund seiner phonetischen Fülle an die frühen Werke der Franzosen von AIR, "Filament" erstreckt sich als kosmischer Nebel bis zum kühlen Rand des Universums und "Tell" verrät zu guter Letzt nicht mehr und nicht weniger, als eben gerade notwendig. "Yearling" ist ein unaufgeregtes Album voller Tiefe und Verletzlichkeit.


Wer nun abschließend gern ausgiebig mit den Orcas in ihren Harmonien baden möchte, der sollte sich die folgende Verlosung nicht entgehen lassen. Bis spätestens kommenden Freitag, den 04.04.2014, sammeln wir Antworten auf die Frage, welches euer Lieblingsmeerestier ist. Unter allen Einsendungen werden wir dann im Anschluss einen Gewinner ermitteln, der sich über ein CD-Exemplar von "Yearling" freuen darf. Mitgemacht werden kann über die folgenden Wege.

Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 02.04.2014 mit eurer Antwort kommentieren.

Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Orcas" und eurer Antwort an kontakt.ehin@gmail.com. 

Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Infos zu Orcas gibt es unter:
Offizielle Website | Facebookseite | Soundcloud