Freitag, 31. August 2012

Klassiker der Woche Nr. 30

Calexico wandeln zwischen Tradition und Moderne. Ihre Musik verbindet auf einzigartige Weise, Elemente volkstümlicher Genres, wie dem amerikanischen Folk und dem mexikanischen Mariachi, mit modernen Independent-Rock-Klängen. 
Im Jahre 1996 gründete sich die Formation, um die beiden Musiker Joey Burns und John Convertino, die zuvor bereits in anderen Projekten gemeinsam Erfahrungen gesammelt hatten. Als Spoke wurden erste Songs geschrieben. Doch leider fand sich in den Vereinigten Staaten niemand, der diese veröffentlichen wollte. So suchte die Band in Europa nach dankbaren Abnehmern und fanden tatsächlich eine Plattenfirma, die die aus Arizona stammenden Musiker und Vertrag nahm. Mit Hilfe des deutschen Labels Hausmusik, gelang es ihnen so viel Staub aufzuwirbeln, dass dieser wie ein Hurrikan zurück in ihre Heimat stürmte und endlich die gewünschte Aufmerksamkeit heraufbeschwor. Als verlorene Söhne kehrten die Musiker wieder heim und benannten sich in Calexico um. Dabei handelt es sich um eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen "California" und "Mexico". Das Grenzland zwischen den USA und Mexico und das damit verbundene Aufeinanderprallen der verschiedenen Kulturen, die sich im besten Fall so anstoßen, das etwas Neues daraus erwachsen kann, lieferte der Band stets die nötige Inspiration. Bis heute haben Calexico mit allem zusammengearbeitet, was in der Folk-Branche Rang und Namen hat. Ob Charlotte Gainsbourg, Bon Iver, die mexikanische Band Luz de Luna, Neko Case oder Willie Nelson, kaum einer konnte sich dem Bann der Kombo entziehen. Nun gehören sie selbst zu den wirklich Großen und werden vielerorts gefeiert.
Einen Eindruck ihrer Schaffenskraft eröffnet der heutige "Klassiker der Woche". "Sunken Waltz" vom Album "Feat Of Wire" animiert durch Akkordeon und Co. zum gemeinsamen Schunkeln, verbindet was zusammen gehört und hinterlässt ein Lächeln auf jedem Gesicht.


Donnerstag, 30. August 2012

Gold & Youth - Time To Kill

Kanada spart dieses Jahr absolut nicht, wenn es darum geht exzellente NewComer hervorzubringen. Eins der jüngeren Beispiele aus Vancouver und Toronto: Gold & Youth. Ihr "Time To Kill" bewegt sich mit sanften Electro-Synthies stetig auf und ab, wie eine Feder im Wind. Wer das Lied gerne auf seinem heimischen Abspielgerät verewigen möchte, bekommt den Song im Gegenzug zu seiner Mail-Adresse auf der Internetseite der Band.


Mittwoch, 29. August 2012

Vernetzt 23

Zwei Schwestern aus Malmö rüttelten gemeinsam die Musikwelt auf. Vernetzt wirft dieses Mal einen Blick auf die Familie Wilson.


Noch bevor Jenny Wilson allein auf der Bühne stand, gründete sie zusammen mit ihrer Schwester Sara und zwei weiteren Musikern, die Band First Floor Power. Das Quartett schaffte es schnell, sich in Schweden einen Namen zu machen, da ihr Sound Anfang der 00er Jahre neu, unverbraucht und innovativ daherkam. Als Leadsängerin avancierte Jenny Wilsons Stimme schnell zum charismatischen Wiedererkennungsmerkmal der Truppe.


Nach einiger Zeit verließ Jenny jedoch die Band, um sich ausgiebig ihrer Solo-Karriere und dem Familienleben zu widmen. Ihre Schwester trat an ihre Stelle und singt seitdem einen Großteil aller Songs. Aufgrund der gemeinsamen Gene muss man jedoch doppelt hinhören, um überhaupt einen Unterschied zu bemerken. Saras Stimme ähnelt der ihrer Schwester enorm. So konnten First Floor Power trotz geschrumpfter Formation, ihren einmaligen Klang beibehalten.

 

Neben Sara treten auch die männlichen Teile der Gruppe ab und zu hinter das Mikrofon. Und sofern es die Zeit erlaubt, gibt sich auch Jenny Wilson gern die Ehre für den ein oder anderen kleinen Gastauftritt.