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| © by Barney Clay |
Ein Crush auf jemanden zu haben bedeutet, das unbedingte Verlangen zu verspüren, der entsprechenden Person sehr schnell, sehr nahe kommen zu wollen. Es ist eine Art Bedürfnisexplosion, die das Gehirn kurzzeitig in Ekstase versetzt, und die eine unbedingte Befriedigung des sich rasant ausbreitenden Dranges zur obersten Priorität erklärt.
Karen O, Frontfrau der Yeah Yeah Yeahs, war 27 Jahre alt, als sie sich einer furchtbaren Wahrheit gegenübersah."Ich war mir nicht sicher, ob ich mich jemals wieder verlieben würde", berichtet die mehrfach preisgekrönte Sängerin heute rückblickend. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und in tiefstem Selbstmitleid zu versinken, griff die Optimistin zu ihrer Gitarre und entwickelte zahlreiche kleine Songskizzen, die nun auf "Crush Songs" erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden. Nach vier erfolgreichen Platten mit ihren Yeah Yeah Yeahs, der Arbeit an den Soundtracks zu den beidem Spike Jonze Filmen "Wo die wilden Kerle wohnen" und "Her" sowie zahlreichen Kollaborationen mit dem Who Is Who der Independentszene, stellt "Crush Songs" das erste wirkliche Soloalbum der Amerikanerin dar.

Wer hat eigentlich festgelegt, dass ein Song eine durchschnittliche Spieldauer von circa drei bis vier Minuten haben sollte? Karen O kann es wohl nicht gewesen sein. Die vierzehn, beziehungsweise fünfzehn, Stücke auf "Crush Songs" - am Ende versteckt sich noch ein Hidden Track - sind auf ihre Essenz reduziert und meist nicht länger als wenige Sekunden. Auch soundtechnisch verließ sich Karen O für Titel wie "Comes The Night", "Ooo" oder "Rapt" auf eine tonale Schlichtheit, ohne großen Schnickschnack. "Crush Songs" ist eine Platte, die wirkt, als hätte es bei ihrer Produktion nur eine einzige Regel gegeben, nämlich dann auf Record zu drücken, wenn Karen O bereit war. Das führt dazu, dass ein Stück namens "Body King" mit einem übersteuerten, kratzigen Mittelteil daherkommt, "Visits" rotzig aus den Lautsprechern brüllt und ein latentes Hintergundrauschen das Album durchzieht wie ein roter Faden. Die Tochter eines Polen und einer Koreanerin scheint in der Unperfektheit und Flüchtigkeit des Lo-Fi ihre Erfüllung gefunden zu haben - war es doch auch diese, die ihrem "The Moon Song" bereits eine Oscar-Nominierung einbrachte. Im Resultat zeigt sich "Crush Song" stark im Songwriting, charmant in der Umsetzung und feinfühlig in seiner Ästhetik.
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| Lucius |
If you can make it there, you can make it anywhere.
New York zählt zu den schillerndsten Metropolen auf dem Globus. Man sagt der Stadt nach, dass sie niemals schlafe und an dieser Tatsache scheint tatsächlich auch etwas dran zu sein. Im pulsierenden Lichtermeer herrscht ein derartiger Tumult, dass das schonmal zu einer kompletten Reizüberflutung führen kann. Diese Tatsache wirkt sich natürlich auch auf die dort ansässige kulturelle Szene aus. In der Schnelllebigkeit des Augenblicks geboren müssen sich deren Mitglieder deutlich von ihren Konkurrenten abzuheben wissen, um auch nur den Hauch einer Chance zu haben, von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Was machten also zwei Studienkolleginnen, die bereits ein paar gemeinsame Songs in der Schublade haben? Sie hauten gehörig auf die Pauke und besannen sich auf ein musikalisches Stilgemisch, dessen Herkunft man nicht unbedingt in NYC vermutet hätte. Countryeske Arrangements wurden da mit Punk-Rock-Akzenten und ordentlich Glamour aufgepeppt. Dazu ein Sixties-Zwillingslook und zahlreiche grelle Farbwirbel, fertig ist war Duo, das schnell über die Grenzen seiner Heimat Brooklyn bekannt wurde und es zudem mal eben in das Tour-Programm der Indiegötter von Arcade Fire geschafft hat. Lucius ist der kreative Output der Femmes Fatales Jess Wolfe und Holly Laessig.
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| "Wildewoman" |
"Wildewoman" ist der Titel des Debütalbums der beiden Powerfrauen. Innerhalb von zwölf herrlich unkonventionellen Stücken führen Wolfe und Laessig eine akustische Kür vor, die schnell für staunende Ohs und Ahs sorgt. Es ist schon ein Phänomen, wie sich die Weiblichkeit mehr und mehr im Popbusiness hervorzutun weiß. Stärke, Anmut, Selbstsicherheit. Musikerinnen im Jahre 2014 kennen keine Ängste mehr und sind sich ihrer Reize durchaus bewusst. Was die Männer können, können wir allemal, sagen sich die emanzipierten und kecken Damen. Wenn man dann als Herr der Schöpfung Stücke wie das bahnbrechende "Turn It Around" oder "Nothing Ordinary" von Lucius entgegengesetzt bekommt, fühlt man sich fast ein wenig eingeschüchtert. Die Präsenz des femininen Duos in seinen Tracks ist fesselnd. Eine solche Aussagekraft hat man zuletzt vielleicht bei Werken der Frontfrau der Yeah Yeah Yeahs, der begabten Karen O, erlebt. Lucius können darüber hinaus aber auch durch eine sanfte Zurückgenommenheit und sensible Sangeskunst beeindrucken, wie beispielsweise "Two Of Us On The Run", das prickelnde "Monsters" oder das bluesige "Go Home" zeigen. Besonders ihr Gespür für Percussions und gekonnt platzierte Beats macht Lucius, auch in Tagen des tonalen Überangebots, zu einem wahren Ohrenschmaus. Es kann schon passieren, dass man sich nach dem Bonustrack "Genevieve", welcher "Wildewoman" ausklingen lässt, inmitten eines Konfettiregens tanzend, jubelnd und jauchzend wiederfindet. Wenn du es in New York geschafft hast, dann kannst du es überall schaffen. Frank Sinatras Worte treffen auf Lucius absolut zu.
Frauen an die Macht! Damit ihr das schrille "Wildewoman" eventuell bald in das heimische CD-Regal einsortieren könnt, sollt ihr uns dieses Mal verraten, welche weibliche Musikerin euch durch ihre Ausstrahlung besonders begeistert hat. Teilt euch bis spätestens kommenden Freitag, den 11.04.2014, über eine der beiden folgenden Möglichkeiten mit und gewinnt mit etwas Glück das Album, welches uns die Promotion-Werft netterweise zur Verfügung gestellt hat.
Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 09.04.2014 mit eurer Antwort kommentieren.
Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Lucius" und eurer Antwort an kontakt.ehin@gmail.com.
Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Weitere Infos zu Lucius gibt es unter:
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