Montag, 6. Mai 2013

Klassiker der Woche Nr. 56

The Verve
So sicher wie das Amen in der Kirche war es von vornherein, dass wir im Laufe unserer Reise durch die Klassiker der Woche, irgendwann auch einmal an diesen Punkt gelangen würden. Nun ist es also so weit. Wer sich mit Musik aus dem Independentbereich befasst, der wird zwangsweise auch ein musikalisches Phänomen namens Britpop nicht ignorieren können. Zu den wohl prominentesten Vertretern dieses, vor allem in den 90er und frühen 00er Jahren, sehr erfolgreichen Genres, zählt die Band The Verve aus Wigan. Richard Ashcroft und sein Gefolge veröffentlichten 1997 mit "Bitter Sweet Symphony" einen Hit, der wohl jedem von uns schon einmal durch den Kopf geschwirrt ist. Sobald das markante Streicharrangement zu Beginn des Songs ertönt, stellt sich bei vielen Hörern ein vertrautes, angenehmes Gefühl ein. Doch genau dieses Markenzeichen sorgte auch für einen großen Lizenzstreit, der entbrannte als "Bitter Sweet Symphony" zu einem der erfolgreichsten Tracks des Jahres avancierte. Bei dem Sample handelt es sich um eine Sequenz aus der Orchesterversion von "The Last Time", einem Stück der Rolling Stones. Nach einem langwierigen Prozess wurden die Rechte und alle Einnahmen von "Bitter Sweet Symphony", den Rockopas zugesprochen, sodass der Song zwar The Verves größter Erfolg, aus finanzieller Sicht jedoch das genaue Gegenteil wurde. Dem Charme dieses Evergreens schadet seine Geschichte jedoch keineswegs.



Freitag, 3. Mai 2013

Album-Vorstellung + Gewinnspiel: Valerie June "Pushin' Against A Stone"

Valerie June
Musikalisch gesehen überspringen wir heute großzügig den Mai und widmen uns direkt dem Juni, genauer gesagt seiner wunderschönen Namensvetterin Valerie June. Die 1982 in Tennessee geborene Multiinstrumetalistin verzaubert ihre Hörer von jeher mit authentischen, einzigartigen Songs. Ob einst auf den Straßen und U-Bahnhöfen unterschiedlichster amerikanischer Städte, oder später auch Bars, Clubs und größeren Auftrittsstätten, wo sie sich die Seele aus dem Leib sang und spielte. Schnell war es kein Geheimnis mehr, dass die Dreadlocks tragende Afroamerikanerin ein unglaubliches Talent in sich trug. Zwischen den Städten Memphis und Nashville aufgewachsen, sah June selbst ihre berufliche Zukunft schon früh im Musikerdasein. So brachte sich die Autodidaktin all jene Instrumente bei, die sie für die Umsetzung ihrer Songideen benötigte. In Kombination mit ihrer außergewöhnlichen Stimme, die durch einen hohen Wiedererkennungswert gekennzeichnet ist, öffnete ihr dies schnell die Türen des ein oder anderen Produzentenbüros. Nun stellt Valerie June der Öffentlichkeit ihr neues Album "Pushin' Against A Stone" vor.


Pushin' Against A Stone
Es darf vorweggegriffen werden und gesagt sein, dass es sich bei dem neusten Werk Valerie Junes um eine echte Herzblutplatte handelt. Tief schürfen die Melodien und Texte von Songs wie "Somebody To Love", "Twined & Twisted" oder "Trials, Troubles, Tribulations" in den Gründen der menschlichen Empfindungen. Und irgendwie gehört das ja auch dazu, wenn man sich Genres wie Blues, Soul, Gospel oder Folk annimmt und sie als Leitmotive für das eigene Schaffen wählt. June tut das mit einer Leichtigkeit, die für Gänsehaut sorgt. Jedes Wort ihrer Lyrics, jedes Streifen über die Saiten von Gitarre und Banjo nimmt man ihr dabei ab. In all dem aktuellen, teils doch recht einfallslosen Folkgetümmel, man denke da nur an Bands wie Mumford & Sounds oder jüngst The Lumineers, sticht "Pushin' Against A Stone" äußerst positiv heraus. Durch seine Originalität, Ungeschliffenheit und Aufrichtigkeit. Zudem streut June geschickt hier und da Elemente benachbarter Genres ein, die beispielsweise Tracks wie "You Can't Be Told" mit rockigen Passagen aufpeppen und für eine willkommene Abwechslung auf der 11 Track starken Platte sorgen. Wie eine gut gewürzte Jambalaya, überzeugt das Album durch seine vielfältigen Geschmäcke. Definitiv auch eins der vielen Highlights auf "Pushin' Against A Stone" ist der Opener "Workin' Woman Blues". Ein kurzer Gedanke rast dabei fast unvermeidlich in Richtung Nina Simone und geht ein Tänzchen mit der klanglichen Hinterlassenschaft der Gospel-Ikone ein. Wer das Besondere sucht, wird bei dieser Scheibe fündig. Großartig!


Weil Teilen Spaß macht, möchten wir abschließend gern einen Leser unseres Blogs glücklich machen und verlosen in diesem Zuge ein Exemplar von Valerie June's "Pushin' Against A Stone", das uns PIAS zur Verfügung gestellt hat. Wer dieses gern gewinnen möchte, der sagt uns einfach, wieso es genau ihn treffen sollte. Die plausibelste Antwort gewinnt! Mitteilen könnt ihr euch bis einschließlich kommenden Sonntag, den 05.05.2013, über einen der beiden folgenden Wege.

Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite  liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 03.05.2013 mit eurer Antwort kommentieren.

Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Valerie June" und eurer Antwort an blogfrog87@googlemail.com.

Viel Erfolg!

Mehr zu Valerie June gibt es hier:
  

Mittwoch, 1. Mai 2013

Gewinnspiel: Rover "Rover"

Timothée Réginier alias Rover
Timothée Réginier ist ein Singer-Songwriter der alten Schule. Schon früh wurde er mit einer umfassenden musikalischen Bildung konfrontiert, da seine Eltern diese für charakterbildend hielten. Er lernte verschiedene Instrumente spielen, sowie ein akustisches Grundverständnis aufzubauen. Seine späte Kindheit, beziehungsweise frühe Jugend verbrachte der aus Frankreich stammende Réginier in der flirrenden Metropole New York. Dort fand er nicht nur schnell einen Zugang zur englischen Sprache, sondern wurde auch von der Aufgeschlossenheit der Stadt infiziert. Getrieben von freien Gedanken und dem unersättlichen Wunsch, teils statische Weltansichten mit einem Paukenschlag gehörig ins Wanken zu bringen, gründete Réginier mit seinem Bruder die franco-libanesische Punkrockband The New Goverment, die vor allem die Konflikte und Gesellschaftszustände im Nahen Osten in ihren Texten anprangerte. Doch die Zukunft hatte noch weitere Pläne für den rastlosen Musiker ersonnen. So wollte es der Zufall, vielleicht aber auch das Schicksal, dass Réginier aufgrund einiger Visa-Probleme aus dem Libanon, Geburtsstätte der Band The New Goverment, ausgewiesen wurde. Er strandete kurz darauf in den rauen, unerbittlichen Weiten der Bretagne, wo Meer und Wind im einvernehmlichen Tanz die Landschaft prägen und die ihm schon zuvor eine Heimat gewesen war. Erneut dort eingetroffen, rief er sein Soloprojekt Rover ins Leben. Als eben dieser Rover vergrub sich Réginier für einen ganzen Winter in einem heruntergekommenen Heimstudio, experimentierte mit allerlei Instrumenten, seiner Stimme und auch der ein oder anderen technischen Spielerei. Das Ergebnis dessen ist nun auf einem selbst betitelten Debut "Rover" zu hören.

Rover
Die Beatles, The Beach Boys, David Bowie, aber auch zeitgenössische Bands wie Interpol, zählt Réginier auf, wenn er nach seinen Einflüssen gefragt wird. Tatsächlich lässt es sich nicht verleugnen, dass das musikalische Erbe eben dieser Künstler beziehungsweise Bands, einen Samen in Rovers Tracks gepflanzt hat. So erblüht in einem Stück wie "Remember" beispielsweise die massive Melancholie eines Bowies, ohne dabei jedoch nach einer einfallslosen Kopie zu klingen. Es beschleicht einen eher das Gefühl, dass Réginier den Klangcharme vergangener Tage wie ein Schwamm in sich aufgesogen hat und diesen nun gut dosiert in Tracks wie dem Pathos lastigen "Silver" oder dem dunkel düsteren "Wedding Bells" an seine Hörer weitergibt. Am Ende ist es doch nur verständlich, dass auch Musiker sich nicht völlig frei machen können von dem, was ihnen selbst gefällt, was sie gerne hören. Und dieser akustische Schmetterlingseffekt beschert uns im Fall von Rover ausgepfeilte, moderne Popsongs mit einem Hauch von Vertrautheit.


 

Wir verlosen am heutigen Gewinnspiel-Mittwoch insgesamt zwei Exemplare der Special Edition von Rovers Debut "Rover", die uns Add On Music zur Verfügung gestellt hat. Passend zum Pseudonym von Réginier möchten wir dafür dieses Mal euren Lieblingsautomobilhersteller von euch erfahren. Und das bis spätestens kommenden Freitag, den 03.05.2013, über einen der beiden folgenden Wege. Unter allen Einsendungen werden im Anschluss zufällig zwei Gewinner ermittelt.

Möglichkeit 1: "Einen hab ich noch..."-Facebook-Seite  liken (falls noch nicht geschehen) und das dort befindliche Gewinnspiel-Foto vom 01.05.2013 mit eurer Antwort kommentieren.

Möglichkeit 2: Eine Mail mit dem Betreff "Rover" und eurer Antwort an blogfrog87@googlemail.com.

Viel Erfolg!

Mehr zu Rover gibt es hier: