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| Thom Yorke |
"E1NEN HAB ICH NOCH..." ist ein virtuelles Sammelsurium für Musik. Der gleichnamige Blog bündelt und filtert Neuigkeiten aus den unendlichen Weiten der verschiedensten Genres. Dabei gilt stets die Devise: Den Song oder diese Platte sollte man noch gehört haben!
Montag, 4. März 2013
Atoms For Peace - Ingenue
Sonntag, 3. März 2013
Album-Vorstellung: LUAI "Boulder Thicket"
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| Saara Markkanen alias LUAI |
Das Leben des modernen Menschen ist geprägt von Hektik, Schnelligkeit und Unruhe. Uns wird ständig suggeriert, wir müssten allzeit präsent sein, immer 100% geben und dürften nie, auch nur eine einzige Sekunde, in den gefürchteten Stillstand verfallen, denn dieser führe zu Lethargie und Unwohlsein. Dennoch möchten wir euch heute genau dazu einladen. Zusammen mit Saara Markkanen und ihrem neuen Projekt LUAI halten wir die Zeit an und verlieren uns in der Schönheit des Moments. Federleicht schütteln wir für ein paar Minuten jenen Druck ab, der sich gerne dann aufbaut, wenn man das Gefühl hat, immerzu und überall sein Bestes geben zu müssen. Für wen das nach einem verheißungsvollen Versprechen klingt, der sollte die folgenden Zeilen und Klänge umgehend und ausdrücklich absorbieren.
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| Boulder Thicket |
Als wir uns das erste Mal dem Album "Boulder Thicket" von LUAI zuwendeten, um zu prüfen, ob dieses einen Beitrag auf "Einen hab ich noch..." Wert sei, umgaben uns Stress, kreatives Chaos und Tausende von Gedanken, was noch alles zu erledigen sei. Die ersten Takte des Tracks "Song One" ertönten leise im Hintergrund des wummernden Alltags und es öffnete sich die Tür in eine andere Welt. Eine Welt voller Gelassenheit, in der so viele vermeintlich wichtige Dinge plötzlich gar keine große Rolle mehr spielen. Bereitwillig schritten wir hindurch und wurden von endloser Anmut empfangen. Zarte, ja gar filigrane Gitarrenmelodien in Verknüpfung mit der wohltuend runden Stimme von Sängerin Saara Markkanen erfüllten die Luft und wiegten unsere Gedanken, wie es sonst nur der Wind mit Schilf am Ufer eines Sees tut. Einmal losgelöst von der Schwermut, kann ein Gefühl von grenzenloser Lebendigkeit aufkommen. Wer Stücken wie "All The Things" oder "Lonely As Alone Can Be" lauscht, wird von einer Wärme umhüllt, die der Seele gut tut. Man erhält die kurzlebige Chance auf Klarsicht und damit auch die Möglichkeit sich tiefer gehend mit der Frage auseinanderzusetzen, was am Ende unser Dasein wirklich ausmachen könnte. Sind es die bearbeiteten Akten auf unserem Schreibtisch oder vielleicht doch eher die Fähigkeit, Dinge gänzlich in ihrer Einzigartigkeit wertschätzen zu können?
Selten hat eine Platte dazu geführt, dass man so zufrieden und eins mit sich selbst sein kann. Und dabei reiht sich ein wunderbares Stück an das nächste. Ob es das beschwingte "No Man Is An Island" oder das titelgebende Stück "Boulder Thicket" ist, LUAI überzeugt mit ihrer Sammlung von musikalischen Vergänglichkeiten auf ganzer Linie.
Nicht unerwähnt soll darüber hinaus bleiben, dass Saara Markkanen bereits vor ihrem Projekt LUAI schon wunderbare Musik produziert hat. Auf ihrer Bandcamp-Seite kann man in die EP "Schönleinstraße" hineinhören und sich zudem von den unglaublich liebevollen Inszenierungen überzeugen, mit denen die finnische Sängerin ihre Werke in die Welt hinausschickt. Kunst für Jedermann, die das Herz erfreut.
Und weil wir so begeistert sind, möchten wir denen, die es nun nach Sinnesflucht verlangt, empfehlen auf der Freedownload-Seite des Labels Snowhite vorbeizuschauen, wo ihr neben vielen anderen Tracks, auch LUAIs "Boulder Thicket" im Tausch gegen eure Mailadresse herunterladen könnt.
Freitag, 1. März 2013
Klassiker der Woche Nr. 46
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| Sängerin Siouxsie Sioux |
Gehört Mut, Größenwahn oder grenzenlose Furchtlosigkeit dazu, wenn man sich an einen Hit wie Iggy Pops "The Passenger" heranwagt? Im Fall von Siouxsie an the Banshees war es wohl am ehesten ein gekonnter Geniestreich. 1987, zehn Jahre nach dessen Erscheinen, widmete sich die Kultband um Sängerin Siouxsie Sioux, dem wohl größten musikalischen Erfolg des Godfathers of Punk und interpretierte diesen neu. Das Grundgerüst des Punk-Klassikers ließ die NewWave-Kapelle dabei bestehen. Allerdings glätteten die vier Musiker hier und da ein paar raue Kanten, schmückten die Fassade mit funkigen Trompetenarrangements und tauschten die rauchige Stimme des noch jungen Iggys durch das rotzige, stets nach Rebellion fordernde Klangorgan ihrer Frontfrau aus. So geschehen konnte es das Cover schon bald mit dem Original aufnehmen, vor allem was seinen Erfolg und die Beliebtheit bei den Hörern anging. Eine Hommage, die sich verselbstständigte und zu einem strahlenden Pflasterstein auf Siouxsie And The Banshees Weg zu großer musikalischer Nachhaltigkeit wurde. Auch fast 20 Jahre nach ihrer Auflösung sind Sioxsie And The Banshees präsent wie eh und je. Zahlreiche Künstler, darunter beispielsweise Radiohead, Massive Attack oder Bloc Party, benennen das Londoner Quartett, bei dem auch "The Cure"-Sänger Robert Smith einst Gitarre spielte, als ihre Inspirationsquelle. Wenn es sich hier nicht um einen wahren Klassiker der Woche handelt...
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